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Rhede (Ems)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: EmslandVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 74,98 km²
Einwohner: 4175 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26899
Vorwahl: 04964
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 044
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gerhardyweg 1
26899 Rhede (Ems)
Webpräsenz: www.rhede-ems.de
Bürgermeister: Gerhard Conens (parteilos)
}

Rhede (Ems) ist eine Gemeinde im Landkreis Emsland in Niedersachsen. Rhede hat 4175 Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von 74,98 km².[2]

Geographie

Geographische Lage

Die Gemeinde Rhede liegt im äußersten Nordwesten des Landkreises am westlichen Ufer der Ems. Sie grenzt direkt an die Niederlande.

Nachbargemeinden

Im Norden grenzt Rhede an die Gemeinde Bunde und an die Stadt Weener im Landkreis Leer, im Osten an die Stadt Papenburg, im Süden an die Samtgemeinde Dörpen und im Westen an die Gemeinden Bellingwedde („Rhederveld“) und Vlagtwedde (Festung Bourtange) in der niederländischen Provinz Groningen.

Gemeindegliederung

Lage der Ortsteile mit Einwohnerzahl[3]
1. Borsum 145
2. Brual 682
3. Neurhede 476
4. Rhede 3179

Flächennutzung

Rund 75 % der Gemeindefläche sind Flächen für die Landwirtschaft. Die Flächen für Ödland und Unland nehmen einen Anteil von rund 14 % ein. Die gesamte weitere Flächennutzung kann der folgenden Tabelle entnommen werden:[2]

Flächennutzung in Rhede (Ems) Fläche in ha
Hof- und Gebäudeflächen 175
Verkehrsflächen 300
Ödland, Unland 1067
Landwirtschaftsflächen 5605
Waldflächen 87
Wasserflächen 236
Sonstige Flächen 28
Gesamtfläche 7498

Geschichte

Urkundlich erwähnt wurde Rhede erstmals 829. Noch 853 wurde auch Borsum erwähnt. Brual ist jüngeren Datums (10. Jahrhundert), war jedoch von großer Bedeutung, da hier die Ems als Wasserstraße gesperrt werden konnte.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war in Rhede/Brual-Siedlung ein Straflager.

Eingemeindungen

Die frühere Samtgemeinde Rhede wurde am 1. Januar 1973 in eine Einheitsgemeinde umgewandelt. Die ehemaligen Mitgliedsgemeinden Borsum, Brual, Neurhede wurden neben dem namensgebenden Ort Rhede Ortsteile der heutigen Gemeinde.[4]

Religion

Die Rheder Bevölkerung ist mit rund 75 % mehrheitlich römisch-katholischer Konfession. Die evangelisch-lutherische Konfession stellt mit rund 7 % die nächstgrößere Religionsgruppe.[3]

Politik

Rhede hat den Status einer Einheitsgemeinde.

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Rhede (Ems) besteht aus 14 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 3001 und 5000 Einwohnern.[5] Die 14 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister Gerhard Conens (parteilos).

Nach den Ergebnissen der letzten Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab sich folgende Sitzverteilung im Gemeinderat:

  • CDU – 13 Sitze
  • SPD – 1 Sitz

Bürgermeister

Am 11. September 2011 wurde der parteilose Gerhard Conens als Einzelbewerber mit 81,8 Prozent zum hauptamtlichen Bürgermeister von Rhede gewählt. Er ist noch bis zum 31. Oktober 2019 im Amt.[6]

Wappen

Blasonierung: In Gold ein schrägrechter schwarzer Wellenbalken, begleitet oben von einem schwarzen Steuerrad, unten von einer schwarzen Pflugschar.

Der Wellenbalken stellt den Bezug des Ortes zur Lage an der Ems dar, das Steuerrad ist ein Sinnbild für die seit Jahrhunderten betriebene Schifffahrt auf der Ems und die Pflugschar steht für den überwiegend bäuerlichen Charakter der Gemeinde.

Flagge

Die Farben der Gemeinde Rhede sind Gold-Schwarz-Gold. Die Dienstflagge der Gemeinde zeigt im mittleren schwarzen Feld das Gemeindewappen, während dieses auf der Zivilflagge fehlt.[7]

Städtepartnerschaften

Rhede (Ems) unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Gemeinden:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Landwirtschaftsmuseum in Rhede ist eines der fünf Emslandmuseen und vermittelt einen Einblick in die mit Muskelkraft betriebene Landwirtschaft. Das Museum befindet sich seit 1990 auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Hof an der Emsstraße und wurde von 1991 bis 1995 als Museum hergerichtet. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 1.100 Quadratmetern werden Geräte und Maschinen aus der Zeit von ca. 1850 bis 1950 gezeigt. Themenschwerpunkte der Ausstellung sind die Ackerbestellung, die Getreideernte, die Heuernte, die Viehhaltung und die Milchwirtschaft.[8]

Bauwerke

Die Alte Rheder Kirche ist ein spätgotischer Ziegelbau von drei mit Kreuzgewölben überspannten Jochen mit 5/8-Chor und rechteckigem Westturm. Teile des Turmsockels stammen aus dem 13. Jahrhundert. Der Hauptteil des Kirchengebäudes datiert um 1470. Die Kirchengemeinde St. Nikolaus nutzte die Kirche bis 1913 als Pfarrkirche. Dann wurde die Kirche für die wachsende Gemeinde zu klein und man baute im Ortskern eine neue Kirche. Die profanierte Kirche dient heute als Gedächtniskirche, als Gedenkstätte für die Toten der Weltkriege sowie als Austragungsort für kulturelle Musikveranstaltungen wie der Musikreihe „Kirchenmusik im Emsland“.[9]

Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus entstand 1913 als Neubau in der Ortsmitte, nachdem die alte Pfarrkirche sich mit ihren 565 Plätzen als zu klein erwies. Die von Dombaumeister Wilhelm Sunder-Plassmann aus Münster im neuromanischen Stil errichtete Kirche erhielt zwei große quadratischen Westtürme und einen mächtigen oktogonale Vierungsturm, was der Kirche bei den Einheimischen den Beinamen „Rheder Dom“ einbrachte. Eine erste große Innenrenovierung fand im Zuge der Veränderungen im Zusammenhang mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Jahre 1966 statt. Eine weitere Innenrenovierung erfolgte 1999, bei der der ursprüngliche Charakter der Kirche wieder mehr in den Vordergrund gestellt wurde. Viele Malereien und die aus Sandstein gearbeiteten Säulen wurden restauriert.[10] 2013 konnte man die 100-jährigen Geschichte mit einem Jubiläumswochenende feiern.[11]

Sport

Der 1921 gegründete Sportverein Spiel und Sport Rhede (SuS Rhede) ist mit rund 600 Mitgliedern einer der größten Vereine in der Gemeinde. Er bietet die Sparten Fußball, Handball, Volleyball, Tennis, Turnen und Leichtathletik an. Zu den Sportanlagen des Vereins gehören das Emspark-Stadion, die Tennisanlage Kold´n Hauk sowie der A-Platz und die Sporthallen in der Jahnstraße.[12] Ein weiterer Verein ist der 1967 gegründete Sportverein SV Eintracht Brual e.V., der rund 300 Mitglieder hat. Der Verein bietet die beiden Sparten Fußball und Tischtennis an.[13]

Regelmäßige Veranstaltungen

Jedes Jahr am Pfingstwochenende beginnt das Rheder Schützenfest, das Hunderte von Leuten anzieht. Daneben wird im September der Rheder Markt mit einem der größten Pferdemärkte Norddeutschlands gefeiert. Bestandteil des Rheder Markts ist der Rheder Marktlauf, ein Volks- und Straßenlauf, der seit 2008 in der Stadt ausgerichtet wird.[14]

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

An der A 31 befindet sich auf der östlichen Seite der Windpark Rhede. Außerdem hat hier die Dino Cars Evers ihren Sitz.

Verkehr

Die Bundesautobahn 31 (auch als „Ostfriesenspieß“ oder „Emslandautobahn“ bezeichnet) verläuft in Nord-Süd-Richtung durch das Gemeindegebiet. Durch den Ortsteil Rhede verläuft die Landesstraße L 52. Sie führt von der niederländischen Grenze über Aschendorf/Ems bis zur Landesstraße L 30 in Burlage, einem Ortsteil von Rhauderfehn im Landkreis Leer.

Radwanderwege

Durch das Gemeindegebiet von Rhede führen mehrere Radfernwege.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück - Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling - Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels - Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth, Heinrich Dünheuft - Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber) - Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)

Weblinks

 Commons: Rhede (Ems)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014  (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Wirtschaftszahlen der Gemeinde Rhede (Ems) , abgerufen am 12. September 2013
  3. 3,0 3,1 Statistik der Einheitsgemeinde , abgerufen am 13. September 2013
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 252.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten , abgerufen am 9. September 2013.
  6. General-Anzeiger: 2014 werden im Emsland viele Bürgermeister gewählt , abgerufen am 9. September 2013
  7. Hauptsatzung der Stadt Rhede (Ems) (PDF; 112 kB), abgerufen am 9. September 2013
  8. Rhede-Online: Landwirtschaftsmuseum , abgerufen am 10. September 2013
  9. Rhede-Online: Alte Rheder Kirche , abgerufen am 10. September 2013
  10. Gemeindeverbund Rhede: St. Nikolaus , abgerufen am 11. September 2013
  11. 100 Jahre Rheder Kirche: Buch zum Jubiläum , abgerufen am 11. September 2013
  12. Spiel und Sport Rhede e. V. von 1921 , abgerufen am 9. September 2013
  13. Homepage des SV Eintracht Brual , abgerufen am 10. September 2013
  14. 6. Marktlauf in Rhede , abgerufen am 11. September 2013

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rhede (Ems) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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