Reuth (Neuendettelsau) - LinkFang.de





Reuth (Neuendettelsau)


Reuth
Höhe: 434 m ü. NN
Einwohner: 79 (Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91564
Vorwahl: 09874

Reuth (umgangssprachlich: Raid [2]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Neuendettelsau im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Geografie

Im Sahrgrund entspringt der Watzendorfer Bach, ein rechter Zufluss der Aurach, etwas südlich der Schwalbenbach, ein linker Zufluss der Fränkischen Rezat.[3]

Geschichte

Seit 1213 ist die Siedlung mit dem Namen Gerute belegt (1259 als Ruth, 1304 als Reut). Wie der Name andeutet, handelt es sich um eine Siedlung, die auf einem durch Brandrodung urbar gemachten Grund entstand.

1213 kaufte das Kloster Heilsbronn in der Zeit des fünften Abts Albertus dort einen Hof von Friedrich von Haslach. 1254 tauschte das Kloster Güter in Michelbach, Grub und Baldingen und erhielt dafür vermutlich oettingische Güter in Reuth. Weitere Erwerbungen kamen von den Grafen von Truhendingen. 1402 waren alle acht damals bestehenden Güter heilsbronnisch.

Im Jahr 1453 wurde die St.-Kunigund-Kirche fertiggestellt. Namensgeberin war die Heilige Kunigunde, die Gattin des im Juni 1002 zum König gekrönten Heinrich II. Seit dieser Zeit ist Reuth Kirchengemeinde, von 1473 bis ca. 1543 hatte diese einen eigenen Pfarrer.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche niedergebrannt und alle Höfe verödeten bereits 1636. Nachdem Glaubensflüchtlinge aus Österreich ab 1658 dort eine neue Heimat gefunden hatten,[4] wurde die Kirche ab 1669 wieder aufgebaut. Erst 1687 konnten alle Güter wieder besetzt werden.

In dem Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort als „Filialkirchdorf im Fraischbezirke des Ansbachischen Oberamtes Windsbach mit 11 dahin gehörigen Unterthanen“ beschrieben[5].

Bis zur Gebietsreform von 1972 war Reuth ein Ortsteil der Gemeinde Haag.

Historische Ortskarte

Bau- und Bodendenkmäler

  • Reuth 14: evangelisch-lutherische Filialkirche St. Kunigunde, eine Chorturmkirche mit Saalbau, fertiggestellt im Jahre 1453.
  • Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort.[6]

Siehe auch: → Liste der Baudenkmäler in Neuendettelsau.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1987[7] 2007[1]
Einwohnerzahl 98 79

Verkehr

Durch den Ort verläuft die Staatsstraße 2410, die nach Windsbach und zur Anschlussstelle der A 6 führt. Die Kreisstraße AN 19 verbindet den Ort mit Neuendettelsau. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Watzendorf.

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Reuth

Literatur

  • Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 4. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301 , Sp. 500.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, DNB 480570132 , S. 158.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. In: Bayerische Kunstdenkmale, Bd. 2. Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701 , S. 134.
  • Manfred Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. (Dissertation). Erlangen 2009, DNB 998940933 , S. 395–411.
  • Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. (Nachdr. der Ausg. Nördlingen, Beck, 1879). Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 270–278.

Weblinks

 Commons: Reuth  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Reuth, in: Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn, Band 2 – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 www.neuendettelsau.eu
  2. E. Fechter, S. 158.
  3. Bayern Atlas , Reuth
  4. Eberhard Krauß: Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Windsbach im 17. Jahrhundert. Eine familiengeschichtliche Untersuchung (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 19). Gesellschaft für Familienforschung in Franken, Nürnberg 2007, ISBN 978-3-929865-12-7, S. 49–51 u. passim.
  5. Bundschuh, Sp. 500.
  6. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
  7. Verein für Computergenealogie e. V. , Reuth

Kategorien: Ortsteil von Neuendettelsau | Ort im Landkreis Ansbach

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Reuth (Neuendettelsau) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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