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René Weller


René Weller
Daten
Geburtsname René Weller
Gewichtsklasse Leichtgewicht
Nationalität Deutsch
Geburtstag 21. November 1953
Geburtsort Pforzheim
Stil Linksauslage
Größe 1,77 m
Kampfstatistik
Kämpfe 55
Siege 52
K.-o.-Siege 24
Niederlagen 1
Unentschieden 2
Profil in der BoxRec-Datenbank

René Weller (* 21. November 1953 in Pforzheim) ist ein ehemaliger deutscher Boxer. Er wurde neunfacher Deutscher Meister und Vize-Europameister bei den Amateuren sowie Deutscher Meister und zweifacher Europameister der EBU bei den Profis.

Amateurkarriere

Der gelernte Heizungsmonteur und Goldschmied begann früh mit dem Boxen und war nebenbei als Gelegenheitsarbeiter, unter anderem als Reinigungskraft und Zeitungsausträger, tätig.

1972 wurde er mit einem Finalsieg gegen Hans Pillarz erstmals Deutscher Meister im Bantamgewicht. 1973 bis 1976 gewann er viermal in Folge den Deutschen Meistertitel im Federgewicht, sowie von 1977 bis 1980 viermal in Folge den Deutschen Meistertitel im Leichtgewicht.

Bei der 20. Europameisterschaft im Juni 1973 in Belgrad schied er im Viertelfinale nach Punkten gegen den späteren Silbermedaillengewinner Zoran Jovanović aus. 1976 vertrat er Deutschland bei den 21. Olympischen Sommerspielen in Montreal. Dort gewann er im Federgewicht gegen den Franzosen Serge Thomas, ehe er gegen den Rumänen Gheorghe Ciochină ausschied. Bei der 22. Europameisterschaft in Halle (Saale) 1977 verlor er im Halbfinale gegen den späteren Europameister Ace Rusevski.

Im Mai 1979 nahm er im Leichtgewicht an der 23. Europameisterschaft in Köln teil. Nach Siegen gegen den Schweden Ove Lundby, den Tschechen Ladislav Konečný und den Rumänen Ilie Dragomir, zog er ins Finale ein. Dort unterlag er jedoch nach Punkten Wiktor Demjanenko aus der Sowjetunion.

Beim 1. Weltcup im Oktober 1979 in New York unterlag er im Halbfinale dem Amerikaner David Armstrong nach Punkten.

Im Oktober 1980 nahm er am Internationalen „100 Years of British Boxing Tournament“ teil und gewann mit einem Finalsieg gegen Gary Felvus die Goldmedaille im Leichtgewicht.

1981 nahm er noch an der 24. Europameisterschaft in Tampere teil, verlor jedoch seinen zweiten Kampf nach Punkten gegen den zweifachen Europameister Wiktor Rybakow.

Profikarriere

Sein Profidebüt gab er am 12. Juni 1981 in Köln gegen den ehemaligen Italienischen Meister Potito Di Muro und siegte dabei nach Punkten. Schon in seinem zweiten Kampf am 16. August besiegte er den ungeschlagenen Briten Ken Foreman (11 Siege - 0 Niederlagen) durch K.o. in der zweiten Runde. In seinem dritten Duell am 25. September gegen Dieter Schantz gewann er durch K.o. in der vierten Runde den Deutschen Meistertitel im Leichtgewicht.

Nach 15 weiteren Siegen, u.a. gegen Bruno De Montis (21-1) und die beiden Ex-Europameister Rodolfo Sánchez (53-14) und Charlie Nash (25-4), erhielt er am 29. Juni 1983 in Italien die Chance auf den Europameistertitel der EBU im Leichtgewicht. Gegen den Titelträger Lucio Cusma (22-3) erreichte er dabei ein Unentschieden, womit Cusma Europameister blieb.

In seinem nächsten Kampf am 10. September 1983 besiegte er den Französischen Meister und späteren Europameister Tusikoleta Nkalankete. Daraufhin trat er am 7. Oktober gegen James Ortega (9-1) zum Duell um den Weltmeistertitel des im internationalen Vergleich einflusslosen Verbandes WAA im Superfedergewicht an und besiegte den Amerikaner durch K.o. in der ersten Runde.

Nach zwei weiteren K.o.-Siegen kam es am 9. März 1984 zum Rückkampf gegen Lucio Cusma, den Weller diesmal nach Punkten gewann. Anschließend verteidigte er seinen Titel erfolgreich gegen den Spanischen Meister José Antonio García (31-7), den späteren WBO-Weltmeister Daniel Londas (26-3), den Britischen Meister George Feeney (19-9) und den Französischen Meister Frederic Geoffroy (21-1).

In seiner fünften Titelverteidigung am 10. Januar 1986 verlor er verletzungsbedingt in der achten Runde gegen den späteren WBO-Weltmeister Gert Bo Jacobsen (15-0). Dies blieb die einzige Niederlage seiner Profikarriere. Am 12. Mai 1986 wurde er mit einem Punktesieg gegen Konrad Mittermeier erneut Deutscher Meister im Leichtgewicht und verteidigte den Titel im Rückkampf gegen Mittermeier und durch K.o. gegen Georg Vlachos.

Am 5. März 1988 wurde er in Karlsruhe mit einem Punktesieg gegen José Maillot (23-10) erneut Europameister der EBU im Leichtgewicht. Bis zu seinem Karriereende im Mai 1993 boxte er noch neunmal, darunter war ein Unentschieden gegen den Rumänen Stefan Ilie.

Neben und nach dem Boxsport

Wellers playboyhaftes Auftreten brachte ihm Anfang der 1980er Jahre den Beinamen „der schöne René“ ein. 1985 spielte er die Hauptrolle in dem Kinofilm Macho Man sowie 1993 eine Rolle in Ebbies Bluff von Claude-Oliver Rudolph. Im Jahre 1991 erwirkte Weller eine Unterlassungsklage gegen die Produktionsfirma des Films Macho Man, die daraufhin alle Sexszenen mit ihm aus dem Film entfernen musste. Ab 1996 vertrieb er eine Gürtel- und Goldschmuckkollektion unter dem Label „Rewell“.

Am 16. Juli 1999 wurde Weller wegen Kokainhandels, Hehlerei, Anstiftung zur Urkundenfälschung und unerlaubten Waffenbesitzes zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Am 31. Januar 2003 wurde er wegen guter Führung vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.

2002 spielte er in dem Musikvideo zu „Hell In Hell“ der Berliner Musikband Surrogat mit. Im Juli 2004 sah man ihn in der vom Privatsender ProSieben ausgestrahlten Reality-Show Die Alm. Am 21. Januar 2005 eröffnete er seine neue Action-Show in einer Karlsruher Diskothek. Unter dem plakativen Titel Die Rückkehr der harten Jungs wurde eine Unterhaltungsshow rund um Kampfsport und Nervenkitzel geboten. Weller trat gemeinsam mit dem Aktionskünstler Marko König und dem zehnfachen Weltmeister der Fakire Benji le Fakir auf.

Vom 18. September bis zum 25. September 2005 verbrachte er eine Woche im Big-Brother-Dorf, musste es aber wegen einiger Differenzen und Eklats verlassen. Unter anderem entledigte er sich nach übermäßigem Alkoholgenuss seiner Hose und präsentierte den Bewohnern seinen nackten Hintern.

Weller hat sich auch als Sänger versucht. 1985 sang er eine deutsche Coverversion des Hitler Rap von Mel Brooks aus dem Film Sein oder Nichtsein unter dem Titel René Weller Rap (To be or not to be). Im Januar 2003 erschien seine CD Ich bin wieder hier, und am 10. Mai 2006 stellte er seine zweite CD Wach auf im Online-Bordell Big Sister vor.[1]

Am 24. Mai 2006 gewann er in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz einen Kampf gegen den 9Live-Moderator Jürgen Milski. Eine im März 2006 angekündigte Klage auf Schadensersatz und Schmerzensgeld gegen Günther Jauch begann am 7. September in Potsdam. Jauch hatte in der Sendung Wer wird Millionär? im Zusammenhang mit einer Frage zum Boxsport über Weller gesagt: „Der sitzt ja dauernd im Knast“. Das Landgericht Potsdam hat die Klage abgewiesen.[2] Weller ging daraufhin in Berufung, doch auch das Oberlandesgericht Brandenburg wies die Klage Wellers ab.

2007 lud er den Fernsehsender ProSieben unter dem Motto We are Family! So lebt Deutschland – Das Promi Spezial zu sich nach Hause in Dillweißenstein ein. Im November 2008 und im März 2010 war Weller in der Sendung Das perfekte Promi-Dinner des Privatsenders VOX zu sehen. Im Jahr 2010 wurde er zusammen mit seiner Verlobten Maria Dörk in der Pseudo-Doku-Soap mieten, kaufen, wohnen des Senders VOX zwei Folgen lang bei der Wohnungssuche begleitet.

2013 nahm er an der Doku-Soap Promi Frauentausch teil. Er wechselte seinen Alltag mit dem von Mathieu Carrière.

Im April 2016 war er Teilnehmer der großen ProSieben Völkerball Meisterschaft.[3] Seit dem 13. Juli 2016 beteiligt er sich zusammen mit seiner Frau an der RTL-Reality-Show Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare.

Weller hat eine Tochter und einen Sohn. Er ist seit November 2013 mit Maria Dörk verheiratet, lebt in Pforzheim und betreibt eine Boxschule.[4][5]

Schriften

  • René Weller und Max Herfert: Boxen mit René Weller – In drei Runden zum Sieg. Motorbuch Verlag Pietsch, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-50435-9.

Weblinks

  Wikiquote: René Weller – Zitate

Einzelnachweise

  1. Artikel von radio.cz
  2. Urteil des LG Brandenburg
  3. Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft 2016 – Team Hardcore (prosieben.de, abgerufen am 17. April 2016)
  4. Das ist René Weller
  5. Das Sommerhaus der Stars 2016: Promipaar René und Maria Weller bei rtl.de. Abgerufen am 15. Juli 2016.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/René Weller (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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