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Reken


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: BorkenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 78,74 km²
Einwohner: 14.532 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 185 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48734
Vorwahl: 02864
Kfz-Kennzeichen: BOR, AH, BOH
Gemeindeschlüssel: 05 5 54 044
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 14
48734 Reken
Webpräsenz: www.reken.de
Bürgermeister: Manuel Deitert (CDU)
}

Reken ist eine Gemeinde im westlichen Münsterland im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Borken im Regierungsbezirk Münster. Reken ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Dazu tragen neben der geografischen Lage auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten bei.

Geografie

Geografische Lage

Reken liegt im Westmünsterland im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland zwischen den Höhenzügen Rekener Berge im Norden, Die Berge im Nordwesten und Hohe Mark im Osten, wobei insbesondere letzterer waldreich ist. Am südwestlichen Rand des Ortsteils Groß Reken entspringt der Midlicher Mühlenbach, der auf Rekener Gebiet noch Kusebach heißt, und dann südwärts – vorbei am Ortsteil Bahnhof Reken und durch Klein Reken – durch das Gemeindegebiet fließt.

Nachbargemeinden

Velen Gescher Coesfeld
Heiden Dülmen
Dorsten Haltern am See

Gemeindegliederung

Groß Reken ist die größte Ortschaft in der Gemeinde Reken und liegt im nordwestlichen Teil des Gemeindegebietes. Südlich schließt sich Bahnhof Reken an, der als Ansiedlung um den Bahnhof entstanden ist. Weiter südlich liegt das Dorf Klein Reken. Im Osten der Gemeinde liegen der Ort Maria Veen und die Siedlung Hülsten.

Ortsteile Einwohner
Groß Reken 6200
Maria Veen 2800
Klein Reken 2480
Bahnhof Reken 2250
Hülsten 700

Geschichte

Reken wurde erstmals im Jahre 889 urkundlich erwähnt.

Im 9. und 10. Jahrhundert hieß das heutige Reken Regnum, erwähnt im Werdener Heberegister. Der 1173 erstmals genannte Haupthof Rekene kam im 11. oder anfangs des 12. Jahrhunderts in den Besitz des münsterschen Domkapitels.

1467 war Reken einer der drei Vogteibezirke, welche in dem Gebiet gegründet wurden.

Eingemeindungen

Die Gemeinde Reken wurde am 1. Juli 1969 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Groß Reken, Hülsten und Klein Reken neu gebildet.[2]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner (bis 1969 nur die Gemeinde Groß Reken)
um 1500 160
um 1850 2700
um 1940 4400
6. Juni 1961 8085
um 2004 etwa 14.539
5. Januar 2007 14.529
31. Dezember 2013 14.411
Kommunalwahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 55,1 % (2009: 58,4 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,2 %
10,8 %
14,5 %
11,6 %
3,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,8 %p
-3,1 %p
+2,5 %p
+2,1 %p
-4,3 %p
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Wappen und Banner

Der Gemeinde ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Münster vom 16. Januar 1970 das Recht zur Führung eines Wappens, eines Siegels und eines Banners verliehen worden.

Wappen

Blasonierung: „In gelb (gold) über einem doppelten, mit je 3 Fenstern und Spitzdach versehenen schwarzen Kirchenchor ein sechsblättriger grüner Stechpalmenzweig mit 11 (3:8) roten Beeren.“

Das von Waldemar Mallek ursprünglich entworfene und später weiter verwendete Wappen für die ehemalige Gemeinde Groß Reken zeigt die beiden Kirchenschiffe der Groß Rekener Wehrkirche unter einem Stechpalmenzweig, einem für die Gegend typischen Strauch.[4]

Beschreibung des Banners: „Von Gelb zu Schwarz zu Gelb im Verhältnis 1 : 3 : 1 längsgestreift, in der Mitte der oberen Hälfte der schwarzen Bahn der Wappenschild der Gemeinde.“ Die Hauptsatzung gibt keine Beschreibung des Banners.

Städtepartnerschaften

Reken führt eine Städtepartnerschaft mit Lenzen an der Elbe in Brandenburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Zwei Kilometer weiter nördlich von Groß-Reken befindet sich innerhalb eines Waldgebiets des Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland die Eremitage, ein örtlicher Wallfahrtsort. Die Eremitage besteht aus einer katholischen Kapelle mit einem angebauten Wohnhaus. Die erste Kapelle wurde urkundlich 1742 im Zusammenhang mit einer heilkräftigen Quelle in der Umgebung erwähnt. Sie wurde der schmerzhaften Mutter Gottes geweiht und bot Platz für insgesamt fünf Personen. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder erweitert und umgebaut. Bis 1879 lebte im Wohnhaus ein Eremit, ab diesem Zeitpunkt bewohnt eine Familie das Anwesen. 1986 wurde die Kapelle gründlich renoviert, seither wird die Kapelle von einer wachsenden Anzahl von Pilgern besucht.

Das im Ortsteil Bahnhof Reken liegende und zuvor nicht mehr genutzte Bahnhofsgebäude (am Bahnhof war lediglich ein Fahrkartenautomat aufgestellt) wurde in den Jahren 2005/2006 von Grund auf renoviert. Daneben wurden auch die Außenanlagen komplett neu gestaltet. Das Ziel ist es, eine Art Parklandschaft auf dem Gelände zu gestalten, welche Grillplätze und Ruhebereiche aufweist, jedoch nicht durch das Anlegen befestigter Wege, sondern nur durch Rückschnitt der wilden Vegetation. In der Nähe des Bahnhofs gibt es einen Treffpunkt für Nordic Walking. Von hier aus führen vier ausgeschilderte Strecken unterschiedlicher Länge durch die nähere Umgebung.

Statt weniger Parkplätze existieren nun zahlreiche Parkplätze sowie ein weiträumiger, überdachter Unterstand für Fahrräder. Für dieses Projekt wurden auf dem Gelände befindliche Lagerhallen abgerissen und an anderer Stelle außerhalb des Bahnhofsgeländes neu errichtet.

Auf dem direkt nördlich von Groß Reken gelegenen Melchenberg (133,8 m ü. NN ) befinden sich zwei Sendeanlagen: der 60 m hohe Funkturm Groß Reken Melchenberg (Stahlfachwerkturm für Mobilfunk) mit Aussichtsplattform und ein 70 m hoher Stahlbetonturm.

Parks

Am Ortsrand von Bahnhof Reken findet man den Wildpark Frankenhof.

Sport

  • Hallen- und Freibad
  • zahlreiche Tennisplätze
  • 18-Loch-Golfanlage
  • Sportplätze
  • ausgiebige Rad- und Wanderwege, die ins Herz des Münsterlandes führen
  • Nordic-Walking-Park, sechs Strecken mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad
  • zahlreiche Reitställe, bei denen sich geeignete Personen Pferde und Ponys ausleihen können
  • Skatepark

Schulen

  • Antonius-Grundschule Klein Reken
  • Ellering-Grundschule Maria Veen
  • Michael-Grundschule Groß Reken
  • Gymnasium der Mariannhiller Missionare Maria Veen
  • Elisabeth-von-Thüringen-Realschule Bahnhof Reken
  • Overberg-Hauptschule Groß Reken
  • Sekundarschule Hohe Mark
  • Brückenschule Maria Veen, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

Die Elisabeth-von-Thüringen-Realschule und die Overberg-Hauptschule nehmen ab dem Schuljahr 2013/14 keine neuen Schüler mehr auf und werden durch die Sekundarschule Hohe Mark, die in Teilen des Gebäudes der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule gegründet wurde, ersetzt[5][6].

Regelmäßige Veranstaltungen

Regelmäßige Veranstaltungen, die jährlich stattfinden sind das Schützenfest, der Karnevalsumzug in Groß Reken. Zudem findet in den Freizeitanlagen das NuNoise-Festival statt, wo Nachwuchsbands eine öffentliche Plattform geboten wird.

An vielen Wochenenden finden im Rekenforum Veranstaltungen statt, unter anderem Theaterstücke, Comedy- und Musikauftritte.

Außerdem findet jährlich im Frühjahr der Rekener Volkslauf statt. Veranstalter ist der Verein Sportfreunde Klein-Reken.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Reken hat an der Bahnstrecke Duisburg–Quakenbrück zwei Bahnhöfe: Reken und Maria Veen. Die Strecke wurde von der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft als Fernverbindung von Duisburg nach Wilhelmshaven um 1877 erbaut.

Der Abschnitt DorstenCoesfeld wird von der Regionalbahn 45 Der Coesfelder bedient.

Die Schnellbus-Linie S75 (Sprinterbus) verbindet Maria Veen mit Münster und Bocholt. Die Fahrzeuge stammen von SWK Mobil, die Haltestelle befindet sich aber nicht an der Bahnstation Maria Veen, sondern außerhalb des Ortes im Verlauf der B 67.

Reken ist über die südlich gelegene Stadt Dorsten mit dem Ruhrgebiet verbunden. Wichtige Verkehrsanbindungen sind die A 31 (im Volksmund (Ost-)Friesenspieß genannt), sowie die A 43, die durch den Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland in die B 58 oder die B 67 übergeht.

Ansässige Unternehmen

In Reken fertigt die Firma Iglo einen Teil ihrer Produktion in einer Randlage des Ortes. Die Produktions- und Lagereinheit in Reken gehört heute (Stand: 30. Juni 2007) zu dem Finanzinvestor Permira. In den letzten zehn Jahren wurden an diesem Standort etwa 1.000 Arbeitsplätze abgebaut.

In Maria Veen befindet sich der Benediktushof, eine caritativ-gemeinnützige Einrichtung der Josefs-Gesellschaft. Sie zählt mit über 600 Plätzen zu den größten dieser Art in Deutschland. Hier können sich körper- und mehrfachbehinderte Menschen schulisch, beruflich und sozial rehabilitieren. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Arbeiterkolonie Haus Maria-Veen, eine Einrichtung für wohnungslose Menschen.

Die sonstige Wirtschaft Rekens ist von der Landwirtschaft und von kleinen Handwerksbetrieben geprägt.

Persönlichkeiten

in Reken geboren

mit Reken verbunden

  • Ursula Bruns (1922–2016), Autorin und Pferdesachverständige, leitete in Reken eine Reitschule

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Reken  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 95.
  3. https://www.kreis-borken.de/fileadmin/internet/downloads/fe15/wahlen/2014_Kommunalwahlen_endgueltigeErgebnisseKreisBorken.pdf
  4. Hauptsatzung der Gemeinde Reken, § 2. Abgerufen am 11. Februar 2013.
  5. http://sk-reken.de/
  6. http://www.reken.de/index.phtml?object=tx%7C1935.1&ModID=255&FID=1935.866.1

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Reken (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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