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Reinhold Andert


Reinhold Andert (* 26. März 1944 in Teplitz-Schönau) ist ein deutscher Liedermacher, Autor und Historiker.

Leben

Andert besuchte von 1958 bis 1962 das Bischöfliche Vorseminar in Schöneiche bei Berlin und absolvierte bis 1964 in Gotha eine Orgelbauerlehre. 1963 trat er der SED bei. Von 1964 bis 1969 studierte er Philosophie und Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin und war bis 1972 Assistent für Philosophie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, seitdem ist er freischaffend.

Von 1966 bis 1973 war er Mitglied des Oktoberklubs. Bis 1980 trat er beim Berliner Festival des politischen Liedes auf und war Teilnehmer der DDR-offenen Chansontage im Kloster Michaelsstein. In der Auseinandersetzung mit phrasenhaften politischen Texten prägte er das Motto: „DDR konkret“. Nachdem er 1980 aus der SED ausgeschlossen worden war, wurden seine Texte kritischer und seine Auftrittsmöglichkeiten wurden eingeschränkt. Er trat mit Nachdichtungen des russischen Liedermachers Wladimir Wyssozki hervor. Nebenbei vertiefte er seine Geschichtskenntnisse und spezialisierte sich auf mitteldeutsche Ur- und Frühgeschichte. Die Ergebnisse dieser Zeit waren die beiden Bücher Der Thüringer Königshort und Der Fränkische Reiter. Nach der Wende besuchte Reinhold Andert, begleitet von der Fotografin Christina Kurby, Erich Honecker in seinem Asyl in Lobetal und führte mit ihm mehrere Gespräche, die er später auch veröffentlichte.[1][2] Seit Beginn der 1990er Jahre ist er verstärkt als Autor satirischer Texte tätig.

Reinhold Andert ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Werke

  • Reinhold Andert, LP, Amiga 8 55 313, Live, 1973
  • Blumen für die Hausgemeinschaft, Live, 1973
  • Ewald der Vertrauensmann, LP, Amiga 8 45 157, Live, 1978
  • Lieder aus dem Fahrenden Zug, Liedtexte, 1978
  • Von ihm lerne singen und schweigen, Berlin 1989
  • R. Andert, Wolfgang Herzberg: Der Sturz – Erich Honecker im Kreuzverhör, Berlin 1990, ISBN 3-351-02060-0
  • Fürsten in Lumpen und Loden, LP, 1992
  • Unsere Besten'. Die VIPs der Wendezeit, Berlin 1993, ISBN 3-88520-464-9
  • Der Thüringer Königshort, Dingsda Verlag Querfurt 1995, ISBN 3-928498-45-2
  • R. Andert, Matthias Wedel: Land unter. Selten ein Schaden ohne Nutzen, edition ost, Berlin 1995, ISBN 3-929161-47-8
  • Rügen oder Der Ende der PDS, Eulenspiegel 1998, ISBN 3-359-00913-4
  • Vom Saul zum Paul, Espresso 1998, ISBN 3-88520-603-X
  • Nach dem Sturz. Gespräche mit Erich Honecker, Faber und Faber, Leipzig 2001, ISBN 3-932545-80-X[3]
  • Rote Wende, Espresso Verlag 2002, ISBN 3-88520-525-4
  • Reinhold Andert Alte und Neue Nummern, 2004
  • Wir sind überall – Auskünfte Erich Honeckers, 2004
  • Der fränkische Reiter, Dingsda-Verlag Querfurt 2006, ISBN 3-928498-92-4
  • Lutz Kirchenwitz: Andert, Reinhold . In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  • Heilige Lanzen, Dingsda-Verlag Querfurt 2013, ISBN 978-3-928498-27-2

Filmografie

Quellen

  1. Nach dem Sturz. Gespräche mit Erich Honecker, Faber und Faber, Leipzig 2001.
  2. Stefan Locke, Berlin: Der letzte Vertraute Erich Honeckers. In: FAZ.net. 9. November 2014, abgerufen am 13. Dezember 2014.
  3. Altersschwach. In: FAZ.net. 10. Oktober 2001, abgerufen am 13. Dezember 2014.

Weblinks


Kategorien: Geboren 1944 | SED-Mitglied | Liedermacher | Satire | DDR-Bürger | Deutscher | Mann | Autor | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhold Andert (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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