Reinhard Kaiser - LinkFang.de





Reinhard Kaiser


Dieser Artikel behandelt den Schriftsteller, für den Komponisten siehe Reinhard Keiser.

Reinhard Kaiser (* 7. März 1950 in Viersen) ist ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer, der in Frankfurt-Seckbach lebt.

Leben

Reinhard Kaiser ist der Sohn des Malers Johannes Josef Kaiser (* 29. Dezember 1920 in Dülken) und der Fotografin Ruth Kaiser, geborene Braun (1921–2000), sein Bruder ist der Künstler Stefan Kaiser.

Reinhard Kaiser besuchte das Viersener Humanistische Gymnasium (heute: Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium Viersen), wo er 1968 sein Abitur machte. Von 1968 bis 1975 studierte er Germanistik, Romanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie in Berlin, Paris, Köln und Frankfurt am Main. 1974 legte er an der Universität zu Köln das erste Staatsexamen in den Fächern Germanistik und Sozialwissenschaften ab.

Nach der Übersiedlung nach Frankfurt am Main im selben Jahr begann er, für den Suhrkamp Verlag Übersetzungen sozialwissenschaftlicher Texte anzufertigen und als Außenlektor zu arbeiten. Von 1976 bis 1980 war er Lektor im Frankfurter Syndikat Verlag. Seit 1980 war er als freier Lektor und Übersetzer für verschiedene Verlage tätig, u. a. von 1985 bis 1990 als Lektor der Anderen Bibliothek des Greno-Verlags. 1989 erschien Kaisers erstes eigenes Buch; seither ist er als freier Autor, aber auch weiter als Übersetzer, zunehmend von belletristischen Texten, tätig. Er hat zahlreiche belletristische Bücher und Sachbücher übersetzt.

Reinhard Kaiser ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland sowie des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke im Verband deutscher Schriftsteller.

Seit 2005 beschäftigt sich Kaiser zusätzlich intensiv mit Fotografie. Foto-Ausstellungen fanden in Offenbach und Frankfurt statt, z. B. 2008 in der Frankfurter Zentralbibliothek.[1]

Ehrungen

Kaiser erhielt u. a. folgende Auszeichnungen: 1992 den Dormagener Federkiel, 1993 den Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis, 1997 den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendsachbuch, 1998 den Deutschen Jugendliteraturpreis als Übersetzer in der Sparte Kinderbuch, 2000 den Geschwister-Scholl-Preis und 2003 den Niederrheinischen Literaturpreis. Für seine Neuübertragung des Simplicissimus erhielt Kaiser 2009 einen Sonderpreis zum Grimmelshausen-Preis und 2011 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau.

Werke

Editionen

  • Das Pfennig-Magazin der Gesellschaft zur Verbreitung Gemeinnütziger Kenntnisse, Nördlingen 1985
  • Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802, Nördlingen 1985
  • Wir sind jetzt Bürger des Himmels!, Nördlingen 1986
  • Vivant Denon: Nur diese Nacht, Frankfurt am Main 1997
  • Helene Holzman: "Dies Kind soll leben", Frankfurt am Main 2000
  • Warum der Schnee weiß ist. Märchenhafte Welterklärungen, Frankfurt am Main 2005 (zus. mit Elena Balzamo)
  • Olaus Magnus: Die Wunder des Nordens, Frankfurt am Main 2006 (zus. mit Elena Balzamo)
  • Edwin Geist: Stündlich zähle ich die Tage... Tagebuch für Lyda. März - August 1942, Berlin, Die Andere Bibliothek, 2012.

Übersetzungen

Literatur und Sachbücher aus dem Englischen, gelegentlich aus dem Französischen, zuletzt auch aus dem Deutschen (des 17. Jahrhunderts): Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen - Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch, Irene Dische, Susan Sontag, Sybille Bedford, Isaiah Berlin, Richard Sennett, Michel Serres, Georges Duby, Sylvia Plath, Robert K. Merton, Nancy Mitford, Lee Strasberg, Neil Postman, Ernst Cassirer, Anne Tyler, Richard Rorty, John Polidori und andere.

Medien

Einzelnachweise

  1. Reinhard und Stefan Kaiser, Albert Pauly: Viermal Kaiser. Ruth • Hanns-Josef • Reinhard • Stefan. Begleitbuch zur Ausstellung in der Städtischen Galerie im Park Viersen. Viersen 2009, ISBN 978-3-9808779-8-5
  2. Jutta Lambrecht auf info-netz-musik ; abgerufen am 12. Oktober 2014
  3. Mit Raubkunst kann man ein Spitzenmuseum füllen in FAZ vom 12. März 2016, Seite 10

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard Kaiser (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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