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Reinberg (Sundhagen)


Reinberg
Gemeinde Sundhagen
Höhe: 12 m
Fläche: 25,14 km²
Einwohner: 1153 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner/km²
Eingemeindung: 7. Juni 2009
Postleitzahl: 18519
Vorwahl: 038328

Lage von Reinberg in

Reinberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Sundhagen, die zum Landkreis Vorpommern-Rügen im Land Mecklenburg-Vorpommern gehört.

Geografie

Reinberg liegt zwischen Stralsund (16,8 Kilometer) und Greifswald (17,7 Kilometer) direkt an der jetzigen Bundesstraße 105, der ehemaligen B 96. Der Ort und seine Umgebung liegen auf einem leicht welligen Gelände mit 5,7 bis 17,6 Meter über NHN.

Geschichte

Zwar ist die westlich des Ortes gelegene Turmhügelburg der frühdeutschen Zeit (1200 bis 1350) zuzuordnen, aber Funde belegen auch ein Vorhandensein einer Siedlung oder eines Burgwalls aus der spätslawischen Zeit (Vipperower Keramik von 1000 bis 1200) an diesem Ort.

Im Jahre 1220 wurde bereits mit dem Bau der Kirche begonnen und erst im Jahre 1325 wurde Reinberg urkundlich erwähnt. Diese Kirche liegt im Zentrum des Ortes auf einer Anhöhe, die von einer Feldsteinmauer begrenzt wird.

Nach dem Aussterben des Herrschergeschlechts im Fürstentum Rügen im Jahr 1325 kam der Ort mit dem Fürstentum und dem Festlandteil als Erbschaft zum Herzogtum Pommern.

Bis nach 1920 gehörte zu Reinberg der Wohnplatz „Nieder Hinrichshagen“, der dann nach Reinberg eingemeindet wurde. In diesem Wohnplatz gab es eine Gutswirtschaft, wobei sonst in Reinberg größere Bauernhöfe vorherrschten.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis zum Jahr 1815 gehörte Reinberg zu Schwedisch-Pommern und danach zur preußischen Provinz Pommern.

Östlich der Kirche liegt ein relativ kompakter Pfarrhof (Pfarrgehöft), der noch heute bewirtschaftet wird. Reinberg war bis 1952 Teil des Landkreises Grimmen und gehörte danach bis 1994 zum Kreis Grimmen im Bezirk Rostock. Seit 1990 gehört der Ort zum Land Mecklenburg-Vorpommern.

Am 7. Juni 2009 schloss sich die zuvor selbstständige Gemeinde Reinberg mit den Gemeinden Behnkendorf, Brandshagen, Horst, Kirchdorf, Miltzow und Wilmshagen zur neuen Gemeinde Sundhagen zusammen.[1] Die Gemeinde bestand aus den Ortsteilen Oberhinrichshagen, Falkenhagen, Dömitzow und Stahlbrode.

Sehenswürdigkeiten

  • Zu den Sehenswürdigkeiten Reinbergs gehören die gotische Dorfkirche Reinberg, der aus dem 15. Jahrhundert stammende Sühnestein an der Friedhofsmauer und die Reinberger Linde, die im 19. Jahrhundert als der größte Baum Deutschlands galt. Das Alter des Baumes beträgt rund 1000 Jahre. Möglicherweise ist die Linde bereits vor der Gründung und Einweihung der Kirche gepflanzt worden. In der Nähe des Baumes befindet sich das Grab des Vaters des Chirurgen Theodor Billroth. Einem Denkmal für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen fehlt die Schriftplatte.
  • Der Sühnestein trägt eine kniende Gestalt, die Hände gefaltet neben Christus am Kreuz. Über dem Kreuz, zwischen zwei Rosen, die Initialen "J.N.R.J." sowie die Worte: "domini miserere mei". Die verwitterte Inschrift oberhalb des Gekreuzigten lautete wohl ursprünglich: "orate pro ravno van barneko".[2] Es findet sich auch die Lesart "orate pro heyno van der beken", jedoch ist eine Familie van der Beken nicht belegt. Der fürstlichen Rat und Landvogt Raven Barnekow dagegen schon, welcher nach falschen Anschuldigungen 1453 in Stralsund zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.[3] Daher heißt es, dieses Sühnekreuz wurde für ihn errichtet.
  • Turmhügel Reinberg

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch den Ort verlief bis in die 1970er Jahre die Bundesstraße 96, die dann mit der Ortsumgehung nach westlich des Ortes verlegt wurde und nach 2000 in die Bundesstraße 105 umbenannt wurde. Vom ehemaligen Ortsteil Stahlbrode verkehrt saisonbedingt eine Autofähre zur Insel Rügen nach Glewitz auf der (Halbinsel Zudar), dazu wurde die Landesstraße 30 zur Fährstelle modern ausgebaut.

Einzelnachweise

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  2. Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde (Hrsg.): Die Baudenkmäler der Provinz Pommern. Theil 1: Ernst von Haselberg: Die Baudenkmäler des Regierungs-Bezirks Stralsund. Heft 1: Der Kreis Franzburg. Paul Saunier, Stettin 1881, S. 238.
  3. Julius von Bohlen-Bohlendorf: Der Bischofs-Roggen und die Güter des Bisthums Roeskild auf Rügen im erblichen Besitz der Barnekow und Umriß der Geschichte dieses adlichen, freiherrlichen und gräflichen Geschlechts. E. Hingst, Stralsund 1850, S. 175 ff.

Weblinks

 Commons: Reinberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Vorpommern-Rügen | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Vorpommern-Rügen) | Sundhagen | Ort in Pommern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Reinberg (Sundhagen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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