Regionalbus - LinkFang.de





Regionalbus


Dieser Artikel behandelt Regionalbusse als Fahrzeugbauart. Das Linien- bzw. Bedienkonzept wird unter Regionalbusverkehr behandelt.

Regionalbusse sind spezielle Omnibus-Typen für den Regionalbusverkehr. Sie sind für den Einsatz auf längeren Strecken außerhalb von Städten ausgelegt. Sie weisen gegenüber den im innerstädtischen Bereich eingesetzten Stadtbussen üblicherweise einen höheren Sitzplatzanteil mit zumeist in Fahrtrichtung ausgerichteten Sitzen und eine stärkere Motorisierung auf. Die Entwicklung der letzten Jahre hat vielerorts zu einer Anpassung an Stadtbusse geführt. Eingesetzt werden daher heute neben Hochflur- überwiegend Niederflurbusse. Es wird zunehmend auf größere Ablagemöglichkeiten für Gepäck (und Skier in Wintersportgebieten) geachtet sowie Stellplatz für Kinderwagen bzw. Rollstuhl (dazu eine ausfahr- oder ausklappbare Rampe) geschaffen. Hinzu kommen im Freizeitverkehr Angebote mit zusätzlichem Fahrradanhänger.

Fahrzeugtypen

Die im Regionalverkehr eingesetzten Busse lassen sich in drei Gruppen einteilen:

Klassischer Regionalbus

Es gibt die aus den Stadtbussen abgeleiteten Überland-Modelle, die sich von diesen oft nur gering durch eine bequemere Bestuhlung, veränderte Türen (Einfachtür vorn beim Regionalbus) und geringe Änderungen im Design unterscheiden (Beispiele: Mercedes-Benz Citaro Ü, MAN Lion’s City Ü). Konstruktiv wird hier mittlerweile auf eine gemeinsame Fahrzeugbasis zurückgegriffen. Bis zum Standard-Überlandlinienbus 2. Generation wiesen die Fahrzeuge trotz optischer Gemeinsamkeiten zur Stadtbusverwandtschaft unterschiedliche Fahrzeuglängen und Bodenhöhen auf, so dass es sich bei den damaligen Überlandbussen um eigenständig konstruierte Fahrzeuge handelte. Seit Mitte der 1990er Jahre werden die aus den Standard-Überlandbussen hervorgegangenen und nunmehr nicht mehr standardisierten Fahrzeuge fast ausschließlich in Niederflur- oder Low-Entry-Ausführung angeboten. Ältere Hochbodenfahrzeuge laufen dagegen im Regionalverkehr noch vielfach im Schulbus- oder Verstärkereinsatz, im regulären Liniendienst dürfen sie aufgrund von Bestellervorgaben an Fahrzeug-Höchstalter, Niederflurigkeit und Ausstattung oft nicht mehr eingesetzt werden.

Heute verwendet man aus Gründen der vereinfachten Fertigung einen gemeinsamen Fahrzeugtyp, der wahlweise mit Stadtbus-Doppeltüren für die Zweispurabfertigung als auch einer einflügeligen Schwenktür (Einfachtür) im Einstieg versehen werden kann, wobei auf nachfragestarken Verbindungen im Regionalverkehr zunehmend Fahrzeuge mit Zweispurabfertigung eingesetzt werden, um lange Haltestellenaufenthalte zu vermeiden. Alle weiteren Ausstattungsmerkmale wie Antriebskomponenten, Innenausstattung etc. sind sowohl für Stadt- als auch Überlandversion gleichermaßen erhältlich und untereinander kombinierbar. Überwiegend verfügen Niederflurbusse im Regional- wie im Stadtverkehr auch, heute über Automatikgetriebe, lediglich Achsübersetzungen sind meist für die höheren Geschwindigkeiten (bei 100-km/h-Zulassung) ausgelegt. Bei den Hochbodenfahrzeugen waren bis in die 1990er Jahre manuelle Schaltgetriebe mit fünf oder sechs Gängen üblich.

Kombibus

Den Übergang zwischen klassischem Regional- und Fernreisebus bilden sogenannte Kombibusse. Der Begriff ergibt sich aus der kombinierten Einsatzfähigkeit im Linien- als auch Reise- und Ausflugsverkehr (Gelegenheitsverkehr). Teilweise handelt es sich bei den Kombibussen um Fahrzeuge, die sich aus den Reisebusvarianten der jeweiligen Hersteller ableiten oder um eigenständig entwickelte Typen. Diese Fahrzeuge sind im Gegensatz zu den Stadt- und Überlandbussen auch heute noch überwiegend hochflurig (Beispiele: Setra MultiClass, Mercedes-Benz Integro, MAN Lion’s Regio), die Hochflurigkeit ergibt sich aus den vorhandenen Kofferräumen unterhalb des Fahrgastbodens für die Gepäckmitnahme im Gelegenheitsverkehr. Damit ist diese Gruppe der Fahrzeuge jedoch nicht barrierefrei. Für den Rollstuhltransport bedarf es hier aufwendigerer Lösungen wie hydraulischer Hublifte. Die Sitze gegenüber der Mitteltür sind in der Regel nur mit Schnellverschlüssen befestigt und können zur Schaffung einer Kinderwagen- oder Rollstuhlstellfläche herausgenommen werden. Sofern Unternehmer diese Fahrzeuge kombiniert sowohl im Reise- als auch Linienverkehr einsetzen, weisen diese Fahrzeuge auch die Merkmale beider Einsatzarten auf: Für den Linienverkehr sind die Fahrzeuge mit Zieltextanzeigen, Fahrscheindrucker und Entwerter, Zahltisch, Haltewunschtastern, Fahrgastinformations- und Betriebsleitsystemen ausgerüstet. Ferner ist das Fahrzeug im Linienverkehr meist auch für Stehplätze zugelassen, die im Gelegenheits- und Fernlinienverkehr nicht belegt werden dürfen. Eine doppeltbreite Mitteltür sowie eine Kinderwagenstellfläche ermöglicht eine Mitnahme ebendieser, für reine Ausflugsverkehre bieten die Omnibushersteller aber auch einfachbreite Hecktüren und Vollbestuhlung an. Für die längere Einsatzdauer im Gelegenheits- und Reiseverkehr werden komfortablere, verstellbare Sessel gewählt, Vorhänge, Düsenbelüftung und Leselicht; in der Regel verfügt der Einstieg über einen Reiseleitersitz und eine Kühlbox, teilweise sind die Fahrzeuge auch mit Bordküche und WC ausgestattet. Klimaanlagen sind dagegen heutzutage kein Alleinstellungsmerkmal des Reiseverkehrs, aufgrund der Vorgaben von Auftraggebern werden auch zunehmend Linienbusse damit ausgerüstet.

Reisebus

Die dritte Gruppe sind die auf Fernbuslinien und manchmal auch Städteschnellbuslinien eingesetzten Reisebusse. Hier kann nicht mehr von einer speziellen Bauart eines Regionalbusses gesprochen werden. In der Regel kommen hier klassische Reisebusse zum Einsatz, die teils mit Linienzielanzeigen, Fahrkartendruckern und gegebenenfalls Entwertern nachgerüstet werden. Problem aufgrund der Unterflur-Kofferräume ist ebenfalls die mangelnde Barrierefreiheit, die beim Reisebus aufgrund der schmalen Türen nur durch den Einbau einer dritten zusätzlichen, breiten Schlagtür und einen Hydrauliklift realisiert werden kann. Rollstuhlfahrgäste können bei diesen speziell umgebauten Fahrzeugen entweder im Rollstuhl sitzen bleiben, wobei der Rollstuhl mit Gurten an Lochschienen im Fußboden fixiert wird, oder die Fahrgäste werden mit einem im Mittelgang fahrbaren, lift-artigen Schwebesitz im Fahrzeug umgesetzt, wobei der Rollstuhl dann im Kofferraum befördert werden kann.

Gängige Fahrzeugmodelle in Deutschland

  • Standard-Linienbus der 1. Generation (gebaut von 1967 bis Anfang der 1980er Jahre; meistens noch als Bahnbus angeschafft, heute eher selten noch im Einsatz): MAN SÜ 240, Mercedes-Benz O 307, Magirus-Deutz L 117
  • Standard-Linienbus der 2. Generation (gebaut von Anfang der 1980er Jahre bis 2000): MAN SÜ 242, Mercedes-Benz O 407, Neoplan Ü 80, sowie die „Nicht-Standard-Modelle“ dieser Zeit: MAN ÜL 272/292, Mercedes-Benz O 408, Auwärter Neoplan Transliner Ü und Regioliner (Niederflur), Kässbohrer Setra S 215 UL und S 215 NR (Niederflur)
  • Neueste Generation (ab ca. 1997/98 gebaut): MAN Lions's City Ü (Niederflur), Lion's City TÜ und Lion's Regio, Mercedes-Benz O 530 Ü (Citaro Ü – Niederflur), O 345 H (Conecto H) und O 550 (Integro), Neoplan Centroliner Ü und Trendliner, Setra MultiClass S 415 NF/S 416 NF (Niederflur) sowie S 412 UL bis S 419 UL. Die meisten Fahrzeuge der aktuellen Generation werden auch in 15-m-Versionen (Dreiachser, z.B. MAN A26, Setra S 419 UL) und 18-m-Versionen (Gelenkbus, z.B. Mercedes-Benz Citaro GÜ) angeboten.

Siehe auch

Weblinks

 Wikivoyage: Mit dem Linienbus durch Deutschland – Reiseführer

Kategorien: Omnibustyp

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Regionalbus (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.