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Reckenfeld


Reckenfeld
Stadt Greven
Höhe: 46 m ü. NHN
Einwohner: 8083 (31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 48268
Vorwahl: 02575

Reckenfeld (plattdeutsch Riäkenfeld) ist ein Ortsteil der Stadt Greven im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen. In Reckenfeld leben rund 23 % aller Einwohner von Greven. Reckenfeld liegt am Münsterländer Kiessandzug, einer eiszeitlichen Geländeformation.

Geschichte

Reckenfeld ist aus dem im Ersten Weltkrieg gebauten „Nahkampfmitteldepot Hembergen“ entstanden. Das Munitionsdepot bestand aus über 200 Munitionsschuppen, mehreren Verwaltungsgebäuden und einigen sonstigen Einrichtungen. Das Depot wurde durch einen Gleisanschluss mit der Staatsbahn Münster–Rheine angebunden; im Depot lagen 22,6 Kilometer Normalspurgleise, die bis zu den Schuppen führten. Noch während des Krieges rollten Munitionszüge mit Nahkampfmitteln an. Nach Ende des Krieges wurden große Mengen Sprengstoffe eingelagert, die zum Teil im Depot vernichtet werden mussten. Auf Grund der Bestimmungen des Versailler Vertrages sollte das Depot vernichtet werden. Die Reichsbehörden in Berlin handelten zwar nicht wirtschaftlich, jedoch effektiv: sie verkauften das Depot an eine (wahrscheinlich) für diesen Zweck gegründete Eisenhandelsgesellschaft Ost. Danach leitete die neue Besitzerin die Besiedlung ein. Ab Mitte der 1920er Jahre wurden die ehemaligen Schuppen von den Eigentümern zu Wohnhäusern um- und ausgebaut, und aus den Schienentrassen entstanden Wege und Straßen. Noch heute sind viele der Schuppen als solche zu erkennen; die Laderampen der Schuppen wurden zu Hauseingängen oder Erkern ausgebaut. Bei Sicht aus der Vogelperspektive fällt die Gliederung Reckenfelds in vier größere Wohneinheiten auf, die noch aus den Einzeldepots A, B, C und D stammen. Reckenfeld hat sich in den letzten Jahrzehnten durch weitere Wohngebiete erheblich vergrößert, doch die Struktur eines gegliederten Munitionsdepots ist immer noch zu erkennen.

In Reckenfeld steht seit dem 2. Juni 2007 auf dem ersten gebauten Kreisel eine von Dieter Heilers geschaffene Skulptur. Diese Skulptur ist eng mit der Entstehungsgeschichte Reckenfelds verbunden.

Am 13. September 2009 wurde auf dem zweiten Kreisel in der Ortsmitte eine weitere Skulptur in Reckenfeld aufgestellt, die ebenfalls einen geschichtlichen Hintergrund hat.

Vereine

  • ReBüVe Reckenfelder Bürgerverein e.V.
  • Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e.V.
  • SC Reckenfeld 1928 e.V. (u.a. Fußball, Handball, Volleyball, Tischtennis, Indiaca und Kegeln)
  • Tennisclub Grün-Weiß Reckenfeld e.V.
  • Schachfreunde Reckenfeld e.V.
  • RE-KA-GE Reckenfelder Karnevalsgesellschaft e.V.
  • Ka-Ki-V Karneval Kirchlicher Vereine
  • Kolpingfamilie Reckenfeld
  • Reckenfelder Blasorchester e.V.
  • Schützenverein Eintracht 1926 Reckenfeld e.V.
  • Schützenbruderschaft Sankt Hubertus Reckenfeld 1951 e.V.

Historische Radtour

Die Stadt Greven (Stadtarchiv) hat im Jahr 2000, auf Grund des 75-jährigen Bestehens des Ortes, eine Radtour durch Reckenfeld erarbeitet, die an historischen Punkten vorbeiführt. Sie hat eine Länge von etwa 10 Kilometern.

Verkehr

Reckenfeld liegt im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Münsterland.

Schienenverkehr

Der Bahnhof Reckenfeld liegt an der Bahnstrecke Münster–Rheine, etwa einen Kilometer östlich von der Ortsmitte (Kirchplatz) entfernt. Dort halten werktags Züge im angenäherten Halbstundentakt. An Samstagen und an Sonn- und Feiertagen gilt am Bahnhof Reckenfeld der Stundenrhythmus.

Busverkehr

Die Stadtbuslinie 250 verbindet Reckenfeld mit Greven (Montag - Freitag und bis Samstagmittag). Am Samstagnachmittag und an Sonn- und Feiertagen werden keine Busfahrten angeboten.

Im Schülerverkehr verkehren Busse Richtung Saerbeck (169), Emsdetten ~ Nordwalde (176) und Emsdetten ~ Burgsteinfurt (R 75).

Bildergalerie

Weblinks

 Commons: Reckenfeld  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Stadt Greven: Zahlenspiegel 2014

Kategorien: Ort im Kreis Steinfurt | Greven

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Reckenfeld (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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