Rechtsfähigkeit - LinkFang.de





Rechtsfähigkeit


"Rechtsfähig" ist, wer Rechtspflichten und Rechte haben und rechtsgestaltende Handlungen vornehmen kann. Diese Fähigkeit haben von Natur aus nur Menschen; denn nur sie "verstehen den Sinn rechtlicher Gebote und können sich nach ihnen richten. Auch ... zu rechtsgestaltenden Handlungen ... sind nur Menschen fähig".[1] Nun können aber auch Juristische Personen, insbesondere private Vereinigungen und öffentliche Körperschaften, Rechtspflichten und Rechte (z.B. als Eigentümer) haben. Versteht man unter dem "Recht" eine Ordnung menschlichen Verhaltens,[2] dann sind die Pflichten und Befugnisse einer "Juristischen Person" den Menschen zuzurechnen, die in dem Verband organisiert sind, wobei die Verbandsverfassung näher bestimmt, wer welche Pflichten des Verbandes zu erfüllen hat und wer "zuständig" ist (die Kompetenz hat), bestimmte Befugnisse des Verbandes auszuüben.[3]

Wer oder was rechtsfähig und damit Rechtssubjekt ist, legt die jeweilige Rechtsordnung fest. Ob eine Rechtsordnung einem Menschen die Rechtssubjektivität absprechen kann, ist eine Frage der Menschenrechte.

Im römischen Recht zum Beispiel waren die Sklaven Rechtsobjekt, nicht Rechtssubjekt. Für den Rechtspositivismus war dies geltendes Recht.[4]

In gewissem Sinn sind in einer Rechtsordnung alle Rechtssubjekte „juristische Personen“ (Kelsen). Üblicherweise wird jedoch zwischen natürlichen Personen und juristischen Personen unterschieden. In einem weiten Sinn sind juristische Personen alle Rechtssubjekte einer Rechtsordnung, die nicht natürliche Personen sind. In einem engeren Sinn sind juristische Personen nur solche Rechtssubjekte, die nicht natürliche Personen sind, deren Rechtsfähigkeit von der jeweiligen Rechtsordnung ausdrücklich anerkannt ist.

Beispiel: Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts wird in Deutschland nicht als juristische Person (im engeren Sinn) angesehen. Auf Grund ihrer Rechtsfähigkeit (in der Rechtsprechung seit 2001) ist sie gleichwohl Rechtssubjekt wie auch sonstige Gesamthandsgemeinschaften.[5]

Einzeldarstellungen

Die Rechtsfähigkeit in einzelnen Rechtsordnungen:

Einzelnachweise

  1. Reinhold Zippelius, Das Wesen des Rechts, 6. Aufl. Kap. 2 g
  2. Zippelius, a.a.O; ders., Rechtsphilosophie, 6. Aufl., § 3 I
  3. Zippelius, Das Wesen des Rechts, 6. Aufl. Kap. 2 g; ders., Allgemeine Staatslehre, 16. Aufl., §§ 13 II, 14 I
  4. vgl. Adomeit, Rechtstheorie
  5. Siehe statt vieler Creifelds Rechtswörterbuch in jeder beliebigen Auflage.
Beachten Sie unsere <a href="/wiki/Rechtshinweise">Rechtshinweise</a>
nl:Rechtssubject

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsfähigkeit (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.