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Rechberghausen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: GöppingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 339 m ü. NHN
Fläche: 6,4 km²
Einwohner: 5389 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 842 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73098
Vorwahl: 07161
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 038
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amtsgasse 4
73098 Rechberghausen
Webpräsenz: www.rechberghausen.de
Bürgermeister: Claudia Dörner
}

Rechberghausen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Göppingen in Baden-Württemberg. Der Ort gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Geographie

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb und am Rande des östlichen Schurwaldes auf etwa 320 bis 400 m ü. NN am Marbach, einem rechten Nebengewässer der Fils. Am Eintritt in den auf beiden Ufern und Hängen des Baches liegenden Hauptortes fließt ihm sein großer rechter Oberlauf Herrenbach zu.

Nachbargemeinden

Im Nordwesten grenzt die Gemeinde Börtlingen an, im Nordosten Birenbach. Östlicher und südöstlicher Nachbar ist die Kreisstadt Göppingen, mit dessen Stadtteil Bartenbach Rechberghausen zusammengewachsen ist, der westliche ist die Gemeinde Wangen. Alle liegen im Landkreis Göppingen.

Gliederung

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Rechberghausen und dem sehr viel kleineren Weiler Oberhausen nordöstlich davon.

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[2]

Geschichte

Der Ort wurde 1245 erstmals urkundlich erwähnt. Er gehörte damals den Herzögen von Teck, nachdem die dortige Burg zuvor wohl den Herren von Rechberg gehört hatte. 1366 kamen Ort und Burg an Österreich. 1374 verkaufte Österreich beide an die Herren von Rechberg zu Hohenrechberg. Über die Grafen von Preysing und die Grafen von Degenfeld-Schonburg kam Rechberghausen Ende 1805 an das Haus Württemberg.

Religionen

Bis zur Reformation war Rechberghausen nach Göppingen eingepfarrt, da die Rechberger Herren jedoch römisch-katholisch blieben, wurde dort eine eigene Pfarrgemeinde eingerichtet.

Konfessionell waren bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Katholiken in großer Überzahl. Heute gibt es eine sehr aktive evangelische Gemeinde. Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1912, die evangelische Jesus-Christus-Kirche 1961 geweiht.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 737
1907 1.335
17. Mai 1939 1.726
13. September 1950 2.514
27. Mai 1970 4.629
31. Dezember 1983 4.916
31. Dezember 2000 5.490
31. Dezember 2005 5.532
31. Dezember 2010 5.366

Politik

Die Gemeinde gehört mit den Nachbargemeinden Adelberg, Birenbach und Börtlingen dem Gemeindeverwaltungsverband „Östlicher Schurwald“ an, der seinen Sitz in Rechberghausen hat.

Wappen

Blasonierung: In Silber auf grünem Dreiberg ein aufgerichteter roter Rehbock.

Ursprünglich führte die Gemeinde einen Steinbock auf ihrem Schultheißenamtssiegel, tauschte ihn aber am 16. Oktober 1932 gegen das „redende“ Wappen mit dem Rehbock aus. Dieser steht sowohl für die Rehberge, in Verbindung mit dem Dreiberg auch für die Familie von Rechberg, zu deren Herrschaft der Ort bis 1789 gehörte.

Die Flaggenfarben Grün-Weiß wurden vom Innenministerium am 18. Februar 1959 verliehen.[3]

Bürgermeister

Bürgermeister war vom 1. Dezember 1977 bis zum 30. Juni 2015 Reiner Johannes Ruf. Seit dem 1. Juli 2015 ist Claudia Dörner Bürgermeisterin in Rechberghausen.

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Rechberghausen hat 18 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[4]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 50,26 %
 %
40
30
20
10
0
27,15 %
36,12 %
20,74 %
15,99 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,15 %p
+5,62 %p
+0,84 %p
+0,69 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,15 5 34,3 6
UB Unabhängige Bürger Rechberghausen 36,12 6 26,2 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,74 4 19,9 3
Grüne Die Grünen 15,99 3 15,3 3
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 50,26 % 54,4 %

Partnerstädte

Partnergemeinde von Rechberghausen ist seit 1991 die Gemeinde Bad Schlema in Sachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 297 (TübingenLorch). Bis 1984 war sie durch die Hohenstaufenbahn (Schwäbisch GmündGöppingen) auch an das Schienennetz angebunden.

Bildung

In Rechberghausen befindet sich die Schurwald-Haupt- und Realschule. Außerdem existieren eine zweizügige Grundschule, ein kommunaler, ein römisch-katholischer und ein evangelischer Kindergarten. Außerdem existiert in Rechberghausen eine Außenstelle der Schurwald-Volkshochschule und der Schurwald-Musikschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Im ehemaligen Bahnhof der Hohenstaufenbahn befindet sich ein Amateurtheater, das Theater im Bahnhof, mit regelmäßigem Spielplan.

Grünprojekt 2009

Am 29. Mai 2009 wurde das Grünprojekt Rechberghausen eröffnet, eine kleine Landesgartenschau in Baden-Württemberg. Dazu entstand unter anderem ein Landschaftspark mit See und Aussichtsturm.

Die erhoffte Besucherzahl von 120.000 war am Ende der viermonatigen Veranstaltung mit über 240.000 Gästen weit übertroffen.[5]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Konrad Plieninger (1928–2008), Gymnasialprofessor, Historiker, Romanist und Germanist

Weblinks

 Commons: Rechberghausen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Rechberghausen in der Beschreibung des Oberamts Göppingen von 1844 – Quellen und Volltexte

Quellen

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Rechberghausen.
  3. Eberhard Gönner und Heinz Baruda: „Wappenbuch des Landkreises Göppingen“, Herausgegeben vom Landkreis Göppingen und der Archivdirektion Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1966
  4. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  5. Informationen der Gemeinde zur Gartenschau

Kategorien: Ort im Landkreis Göppingen | Rechberghausen | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rechberghausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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