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Raisting


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-SchongauVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 553 m ü. NHN
Fläche: 21,98 km²
Einwohner: 2298 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82399
Vorwahl: 08807
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 144
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Raisting
Kirchenweg 12
82399 Raisting
Webpräsenz: www.raisting.eu
Bürgermeister: Martin Höck (Freie Wählergr.)
}

Raisting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.

Überregional bekannt ist die Gemeinde durch die Erdfunkstelle Raisting.

Geographie

Raisting liegt in der Region Oberland, 5 km südlich des Ammersees und 14 km westlich des Starnberger Sees. Die Rott, ein Zufluss des Ammersees, durchfließt den Ort im Westen.

Es existieren die Ortsteile und gleichzeitig Gemarkungen Raisting, Sölb, Stillern, Ertelmühle und Rothbad.

Geschichte

Der Ort wurde schon 776 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und gehörte lange zum Kloster Dießen. Er war Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark, deren Sitz das Kloster war. Zusammen mit dem Kloster wurde durch die Säkularisation die Hofmark 1803 aufgehoben. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Raisting gehörte zunächst zum Bezirksamt Landsberg am Lech, das die Gemeinde schließlich 1881 dem Bezirksamt Weilheim i. Ob. abtreten musste.

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform der Ortsteil Stillern der aufgelösten Gemeinde Haid eingegliedert.[2] Die im selben Jahr entstandene Verwaltungsgemeinschaft Pähl-Raisting wurde am 1. Januar 2007 aufgelöst.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2005 2011 2014
Anzahl der Einwohner[3] 675 632 699 841 763 1256 1172 1304 1541 2071 2196 2215 2229

Politik

Bürgermeister ist Martin Höck (Neutrale Bürgerinnen- und Bürgerliste). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Maximilian Wagner.

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 945.000 Euro, davon waren umgerechnet 29.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es im Jahr 1998 insgesamt 608. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1353 ha. Davon waren 171 ha Ackerfläche und 1180 ha Dauergrünfläche.

Verkehr

Durch den Hauptort verläuft die Kreisstraße WM 9, die zur sechs Kilometer östlich liegenden Bundesstraße 2 führt.

Auch die eingleisige Ammerseebahn von Mering über Geltendorf und Dießen nach Weilheim verläuft durch das Gemeindegebiet. Sie wird von der Deutschen Bahn als Kursbuchstrecke 985 geführt. An der Ammerseebahn befindet sich zwischen den zusammengewachsenen Ortsteilen Raisting im Westen und Sölb im Osten der Bahnhof Raisting, der heute nur noch ein Haltepunkt ist. Er besteht aus einem Seitenbahnsteig mit Unterstand am durchgehenden Hauptgleis.

Die Ammerseebahn wurde am 30. Juni 1898 durch die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen eröffnet.[4] An ihr entstand der Zugkreuzungsbahnhof Raisting. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs war ein einstöckiger gemauerter Bau mit Satteldach im Lokalbahnstil, das Schalter- und Dienstraum beinhaltete. Die Gleisanlagen des Bahnhofs bestanden aus dem durchgehenden Hauptgleis an einem Mittelbahnsteig, einem Überholgleis am Hausbahnsteig und einem beidseitig angebundenen Ladegleis mit Güterschuppen, an dem hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte verladen wurden. 1987 wurden das Empfangsgebäude und der Güterschuppen abgerissen, Überholgleis und Ladegleis wurden abgebaut. Der Bahnhof wurde zum Haltepunkt, mit einer Länge von 12 Kilometern entstand zwischen Dießen und Weilheim der größte Kreuzungsabstand auf der Ammerseebahn.[5][6]

Der Bahnhof wird seit 2008 im Stundentakt durch die Züge der Bayerischen Regiobahn (BRB) von Augsburg-Oberhausen nach Schongau bedient. In der Hauptverkehrszeit stellen Verstärkerzüge zwischen Geltendorf und Peißenberg einen Halbstundentakt her. Alle Züge, die auf der Strecke fahren, bedienen den Bahnhof. Seit 1991 fahren keine Fernverkehrszüge mehr auf der Ammerseebahn.[7] Die Landeshauptstadt München ist mit dem Zug in etwas über einer Stunde zu erreichen.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Zwei Kindergärten mit 100 Plätzen und 74 Kindern
  • Eine Grundschule mit zwölf Lehrern und 279 Schülern

Erdfunkstelle

Hauptartikel: Erdfunkstelle Raisting

Die Anlage wurde 1964 in Betrieb genommen. Der größte Antennenspiegel hat 25 m Durchmesser. Inzwischen wird die Anlage von einem Förderverein betrieben.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
  3. Kommunalstatistik von Raisting , abgerufen am 3. Januar 2011
  4. Andreas Janikowski: Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71033-8, S. 13–14.
  5. Andreas Janikowski: Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71033-8, S. 62–63.
  6. Beschreibung des Bahnhofs Raisting auf Ammerseebahn.de
  7. Andreas Janikowski: Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71033-8, S. 94.

Weblinks

 Commons: Raisting  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Raisting – Reiseführer

Kategorien: Ort im Landkreis Weilheim-Schongau | Raisting | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Raisting (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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