Rainer Arnold - LinkFang.de





Rainer Arnold


Rainer Arnold (* 21. Juni 1950 in Stuttgart) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit 2002 verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Leben und Beruf

Nach der Mittleren Reife 1967 an der Realschule Bernhausen absolvierte Arnold bis 1970 eine Lehre zum Fernmeldemonteur und war anschließend bis 1973 als Fernmelderevisor tätig. Nachdem er schon 1971 die Fachhochschulreife erlangt hatte, bestand er 1973 auch die Aufnahmeprüfung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg für ein Studium ohne Abitur, wo er dann von 1974 bis 1978 studierte. Von 1980 bis 1998 war Arnold schließlich EDV-Fachbereichsleiter und Leiter der Organisationsabteilung der Volkshochschule Stuttgart. 1983 hat er außerdem ein Kontaktstudium „Erwachsenbildung“ an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg absolviert.

Arnold ist verheiratet und hat einen Sohn.

Partei

Seit 1972 ist er Mitglied der SPD. Von 1981 bis 1995 war er Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Esslingen und von 1996 bis 1997 Mitglied im Landesvorstand der SPD in Baden-Württemberg.

Abgeordneter

Arnold gehörte von 1980 bis 1992 dem Stadtrat von Filderstadt und von 1989 bis 1994 dem Kreistag des Landkreises Esslingen an. Von 1994 bis 1998 war er außerdem Mitglied in der Regionalversammlung der Region Stuttgart.

Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier ist er seit Oktober 2002 Sprecher der Fraktionsarbeitsgruppe für Sicherheitsfragen und seit November 2004 auch Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion. Er ist stets über die Landesliste Baden-Württemberg in den Bundestag eingezogen. Seit 2009 gehört er dem Verteidigungsausschuss[1] des Bundestages an. Damals gab er in dieser Funktion nicht an, Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik zu sein, wozu er verpflichtet gewesen wäre.

Seit 2014 ist Arnold Vorsitzender der Deutsch-Rumänischen Parlamentariergruppe.

Mitgliedschaften

Arnold ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.

Politische Standpunkte

Den Einsatz von deutschen Soldaten in Afghanistan befürwortet Arnold. Dabei bekennt er, dass es „keinen deutschen Politiker drängt (...), Soldaten in Kampfeinsätze zu senden.“ Seiner Auffassung nach „steht die humanitäre Hilfe stets an erster Stelle.“ Notwendig wird der Einsatz von Streitkräften, damit die Lebensbedingungen der Menschen in Afghanistan verbessert werden können. Eine weitere Aufgabe des deutschen Militärs sei es, die afghanischen Sicherheitskräfte so auszubilden, dass diese die entstandenen Sicherheitsstrukturen aufrechterhalten können. Denn stabile Sicherheitsstrukturen, so Arnold, seien die Voraussetzung für eine Verkleinerung und letztendlich für einen Abzug der deutschen Soldaten.[2]

Den von den Grünen-Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele und Winfried Nachtwei als Verfassungsbruch kritisierten Einsatz von Tornado-Aufklärungsflugzeugen zum Ausspähen der Gegner des G8-Gipfels in Heiligendamm im Mai und Juni 2007 wertete Arnold als einen klassischen Fall von Amtshilfe nach Artikel 35 des Grundgesetzes: „Entscheidend ist, dass die Bundeswehr keine polizei-hoheitlichen Aufgaben übernimmt, wie Absperrungen vornehmen, Menschen kontrollieren oder Häuser durchsuchen.“[3]

Rainer Arnold hält den Einsatz deutscher Tornados in Syrien ab Dezember 2015 für verfassungsrechtlich und völkerrechtlich abgesichert. Außerdem betont er, dass Aufklärungsflieger keinen Beitrag zum achtlosen Bombenkrieg leisten.[4]

Weblinks

 Commons: Rainer Arnold  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mitglieder des Verteidigungsausschusses bundestag.de, online, abgerufen am 18. September 2014
  2. „Humanitäre Hilfe steht an erster Stelle“ (jpg) Teckbote. 24. Februar 2009. Abgerufen am 14. Mai 2009.
  3. SPD kritisiert Tornadoeinsatz bei G8-Gipfel . Stern. 13. Juni 2007. Abgerufen am 14. Mai 2009.
  4. Bundestag entscheidet über Syrien-Einsatz: "Aufklärungsflieger sind kein Beitrag zum Bombenkrieg" . Spiegel. 4. Dezember 2015. Abgerufen am 5. Dezember 2015.


Kategorien: Mitglied des Verteidigungsausschusses (Deutscher Bundestag) | Kommunalpolitiker (Landkreis Esslingen) | Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg) | Geboren 1950 | SPD-Mitglied | Politiker (21. Jahrhundert) | Politiker (20. Jahrhundert) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer Arnold (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.