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Siemens Mobility

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Mobility ist seit dem 1. Oktober 2014 eine Division des Siemens-Konzerns. Sie vereint die einstigen Divisionen Mobility and Logistics, Rail Systems sowie die Business Unit Rail Electrification.[1]

Geschäftsbereiche

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Innerhalb der Division gibt es vier Business Units:

  • High Speed and Commuter Rail (Schienenfahrzeuge im Nah-, Regional- und Fernverkehr; Hochgeschwindigkeitstriebzüge; Hauptsitz ist Krefeld-Uerdingen)
  • Metro, Coaches and Light Rail (schienengebundene Fahrzeuge für den Personennahverkehr in Städten, Passenger Coaches; Hauptsitz ist Wien)
  • Locomotives and Components (Mehrsystemlokomotiven und schnell fahrende Lokomotiven, Komponenten wie Antriebssysteme, Fahrwerke und Bordnetzversorgung; Hauptsitz ist München-Allach)
  • Customer Service and Transportation Solutions (Service- und Gesamtanlagen über den gesamten Lebenszyklus eines Bahnsystems, Service für die Bahnautomatisierung; Hauptsitz ist Berlin)

Größte Standorte für Vertrieb, Konstruktion und Fertigung:

Geschichte

Im Geschäftsjahr 1996/97 erwirtschaftete der Unternehmensbereich Verkehrstechnik (VT) einen Verlust von 177 Millionen DM. Der Umsatz war auf 4,1 Milliarden zurückgegangen, der Auftragseingang auf einen Rekordwert von 7,1 Milliarden DM angestiegen.[2]

Ab Ende 2000 / Anfang 2001 trat das Unternehmen nur noch unter der Bezeichnung Transportation Systems auf, um die internationale Verständlichkeit zu verbessern. Die Geschäftsgebiete erhielten dabei die Bezeichnungen Automation Railways (Betriebsführungssysteme Fernverkehr), Automation Mass Transit (Betriebsführungssysteme Nahverkehr), Electrification (Bahnelektrifizierung), Turnkey Systems (Gesamtanlagen), Locomotives (Lokomotiven) und Trains (Triebzüge).[3]

Im Geschäftsjahr 2002 erzielte das Unternehmen mit 17.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,367 Milliarden Euro. Das EBIT lag bei 247 Millionen Euro. Der Auftragseingang lag bei 5,247 Milliarden Euro einschließlich eines Rekordauftrags für die Lieferung von 1.200 Desiro-UK-Regionaltriebzügen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro[4].

Infolge von Garantieansprüchen aus den Combino-Straßenbahn-Fahrzeugen verbuchte die Sparte im zweiten Quartal 2004 einen operativen Verlust von 289 Millionen Euro; die Sonderbelastungen wurden auf insgesamt 364 Millionen Euro beziffert[5].

Vom 1. Januar 2008 bis zum 30. September 2011 war Transportation Systems (TS) ein Teil des Siemens Sektor Industry. Ab dem 1. Oktober 2011 lautete der Name Rail Systems (RL). Die Verkehrstechniksparte war seitdem Teil des neu gegründeten Siemens-Sektors Infrastructure & Cities. RL hatte seinen Sitz in Berlin und bündelte das Schienenfahrzeuggeschäft von Siemens. Seit dem 1. Oktober 2014 tritt der Unternehmensbereich unterm dem Namen Mobility auf, die übergeordnete Sektor-Ebene ist damit entfallen.

Im November 2012 erwarb Siemens für 1,7 Milliarden Britische Pfund Invensys Rail.[6] Siemens erwarb damit auch Kompetenzen zum Bau von ETCS-Streckenausrüstung.[7]

Das Unternehmen wird seit November 2015 von Sabrina Soussan geleitet.[8]

Schienenfahrzeuge

Bereits 1879 präsentierte Werner Siemens auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste elektrische Lokomotive. 1881 wurde die von Siemens gebaute, erste elektrische Straßenbahn in Berlin-Lichterfelde eröffnet, bevor 1882 mit dem Elektromote der erste Vorläufer des Oberleitungsbusses folgte. Aus diesen Anfängen kristallisierte sich ein selbstständiger Geschäftsbereich heraus.

Siemens & Halske baute unter anderem den elektrischen Antrieb der ersten kommerziell betriebenen Straßenbahn-Triebwagen der Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl (SB Tw 1–15) und der Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft (FOTG) sowie die elektrischen Bestandteile der Streckentechnik. Der mechanische Teil und die Wagenkästen der Triebwagen und Beiwagen der FOTG wurde von der Waggonfabrik P. Herbrand & Cie in Köln-Ehrenfeld hergestellt.

Nahverkehr

Im Bereich Mass Transit werden Stadtbahn- und Straßenbahnzüge (wie CitySprinter, VAL, Combino, Avanto, Avenio und ULF) sowie Fahrzeuge für S-Bahnen und U-Bahnen angeboten. Auch Großkabinen für verschiedene H-Bahn-Systeme gehören zum Produktportfolio.

Lokomotiven

Der Bereich Locomotives stellte beispielsweise Lokomotiven der Baureihen 152 und 189 der DB AG her. Heute werden in Europa vor allem die zwei Lokfamilien VECTRON und VECTRON DE angeboten.

Triebzüge

Der Bereich Trains bietet eine Palette von Triebzügen für den Regional- und Hochgeschwindigkeitsbereich an.

Siemens TS war am Bau der Hochgeschwindigkeitszüge InterCityExpress (ICE 1 und ICE 2) für die Deutsche Bahn AG beteiligt. Seit 2007 verbindet der im Werk in Krefeld-Uerdingen produzierte Velaro E die spanischen Städte Barcelona und Madrid. Im November 2005 wurde ein Vertrag über die Lieferung von 60 Hochgeschwindigkeitszügen für China unterschrieben. Diese Züge basieren auf der Velaro-Platform und werden ab dem vierten Zug größtenteils in China produziert. Des Weiteren wird seit 2008 eine an die lokalen Gegebenheiten (z. B. Außentemperatur bis −50 °C, Breitspur, höherer Führerstand) angepasste Variante als Siemens Velaro RUS in Russland auf der Bahnstrecke Sankt Petersburg–Moskau sowie zwischen Moskau und Nishnij Nowgorod eingesetzt.

Ein weiteres eingetragenes Warenzeichen ist der Desiro, der bei verschiedenen britischen Bahngesellschaften wie z. B. bei South West Trains im Einsatz ist. Im Jahr 2006/2007 wurden auch Züge für Suvarnabhumi Airport Rail Link in Bangkok gebaut. In Deutschland verkehrt der Desiro Classic als Baureihe 642 (Dieselversion) bei verschiedenen Bahnverkehrsunternehmen sowie als Desiro Mainline - ein elektrischer Triebzug für den Regionalverkehr. Diese Classic-Version wurde und wird in für die Länder angepassten Versionen hergestellt, z. B. für Österreich, Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Griechenland.

Bahninfrastruktursysteme

Bei den Bahninfrastruktursystemen bietet Siemens Mobility als ein führendes Unternehmen ein breites Spektrum an.

Elektrifizierung

Für den Betrieb der Elektrolokomotiven und Straßenbahnen fertigt Siemens Mobility Bahnstromsysteme, liefert Komponenten für Fahrleitungen und bietet deren Montage an.

Bahnautomatisierung

Das Stammhaus (Sitz der Leitung) des Bereichs/der Business Unit Mobility Management (vormalig: Rail Automation) ist das Siemens-Werk Braunschweig, das auf die 1873 gegründete Eisenbahnsignal-Bauanstalt Max Jüdel & Co. zurückgeht. Heute gehören folgende Produkte zu diesem Bereich:

Neben konventioneller Verkehrstechnik gibt es folgende Produkte:

  • Im Konsortium mit ThyssenKrupp: Infrastruktursysteme und Fahrzeuge für die Magnetschwebebahn Transrapid
  • Fahrerlose Züge im öffentlichen Personennahverkehr, z. B. das Produkt „VAL“ (Véhicule automatique léger) von Siemens Mobility Frankreich, oder das U-Bahn-Projekt RUBIN

Infrastruktur Logistik

Dieses Geschäftsgebiet (vormals unter anderem Industry Solutions, Postal Automation, Airport Logistics) bietet Systeme und Maschinen für Postautomatisierung, Flughafen- und Transportlogistik, sowie die damit verbundenen Dienstleistungen an. In der Postautomatisierung umfasst dies Maschinen für Standard-, Großbrief-(Flats-) und Paket-Sortierung, Systeme für automatisches Lesen und Video- und anderes Codieren, sowie die dazugehörigen Software-Lösungen. In der Flughafen-Logistik sind dies vor Allem die Gepäcksysteme vom Check-In bis zur Gepäckausgabe, für die Fracht-Logistik, sowie die Softwaresysteme im Flughafen-Bereich. Außerdem umfasst es den Service (Ersatzteile, Wartung etc.) für diese Produktlinien.

Dienstleistungen

Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören Wartungsverträge. Der Bereich Lokvermietung (Dispolok) wurde 2006 an Mitsui & Co. Ltd. verkauft und mit dem Leasinggeschäft von Mitsui Rail Capital Europe zu MRCE Dispolok zusammengelegt. Weiterhin führt Siemens Mobility die Planung und Integration schlüsselfertiger Neubaustrecken durch. Auch Finanzierungen größerer Eisenbahnprojekte können direkt beigesteuert werden. Für Schulungen im Bereich Verkehrstechnik gibt es eine „Rail Automation Academy“ (früher „Schule für Verkehrstechnik“) in Braunschweig und Berlin, so wie und eine „Rolling Stock Academy“, die zusammen als „TS Academy“ interne und teilweise externe Schulungen anbieten. Ersatzteile für das gesamte Produktspektrum werden auf dem Internetmarktplatz Rail Mall angeboten.

Straßenverkehrstechnik

Das Segment Intelligent Traffic Systems (ITS) bietet Produkte und Systeme für den straßengebundenen Verkehr. In den drei Subsegmenten Urban und Interurban und „Electronic Tolling“ bietet Siemens Lösungen für die Verkehrssteuerung und das Verkehrsmanagement von ruhendem und fließendem Verkehr. Dazu gehören z. B. Lichtsignalanlagen (Ampelanlagen), Parkhaustechnik, Parkscheinautomaten, inner- und außerstädtische Steuer- und Leitzentralen (Verkehrsrechner, Netz-, Autobahn-, und Tunnelsteuerung), sowie inner- und außerstädtische Mautlösungen, Umweltmanagement und Detektion. Als Dienstleistungen bietet ITS z. B. Verkehrsplanung, -umsetzung, Wartungsservice und Training an.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Siemens Mobility
  2. Meldung Rote Zahlen bei Siemens Verkehrstechnik. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 4/1998, S. 103, ISSN 1421-2811
  3. Meldung Siemens: Internationale Firmierung. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 2/2001, S. 57, ISSN 1421-2811
  4. Meldung Jahrespressekonferenz von Siemens Transportation Systems. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 1/2003, S. 36, ISSN 1421-2811
  5. Meldung Siemens spürt Combino-Problem. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 7/2004, S. 324, ISSN 1421-2811
  6. Proposed disposal of Invensys’s Rail Division for £1,742 million, agreement with Trustee of Invensys’s UK Pension Scheme, proposed £625 million return of capital and strategy for the more focused continuing Group. Pressemitteiling. Invensys, 28. November 2012, archiviert vom Original am 6. Februar 2013, abgerufen am 10. Juni 2014 (PDF, english).
  7. Auch Deutschland mit ETCS Level 2. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 2, 2016, ISSN 1421-2811 , S. 76–78.
  8. Siemens: Wilder abgelöst. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 1, 2016, ISSN 1022-7113 , S. 34.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Siemens Mobility (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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