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Radmer


Radmer
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leoben
Kfz-Kennzeichen: LN
Hauptort: Radmer an der Stube
Fläche: 82,42 km²
 :
Höhe: 729 m ü. A.
Einwohner: 590 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 8795
Vorwahl: 03635
Gemeindekennziffer: 6 11 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Radmer 3
8795 Radmer
Website: www.radmer.at
Politik
Bürgermeister: Ludwig Gottsbacher
Gemeinderat: (2015)
(9 Mitglieder)
5
4
Lage der Gemeinde Radmer im Bezirk Leoben
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Radmer ist eine Gemeinde mit 590 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) in der Steiermark, im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Leoben in Österreich.

Geografie

Geografische Lage

Die Radmer liegt mitten in den Bergen der Obersteiermark, zwischen Eisenerz, Hieflau und Johnsbach.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Die Gemeinde dehnt sich über das Gebiet des Radmertals aus, das von Bergen Lugauer, Kaiserschild und Zeiritzkampel umgeben ist.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften und gleichnamige Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

Nachbargemeinden

Landl
Admont Eisenerz
Wald am Schoberpaß Kalwang

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung in Radmer
Daten laut Statistik Austria [1] (PDF-Datei; 34 kB), [2] (PDF-Datei; 34 kB)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Radmer

Paradeisstollen

Der Paradeisstollen ist ein Kupferschaubergwerk. Mit einer Stollenbahn können Besucher das spätmittelalterliche Kupferbergwerk befahren. Der Radmerer Kupferbergbau zählte in seiner Blütezeit zu den vier bedeutendsten Kupferabbaustätten in Mitteleuropa und bestand aus etwa 60 Stollen. Die höchste Fördermenge wurde im Jahre 1596 mit 480 Tonnen Rohkupfer erreicht. 1634 fand in diesem Bergbau eine der ersten Sprengungen mit Schwarzpulver in den Alpenländern statt. Im 16. und 17. Jahrhundert war das Kupferbergwerk im Besitz der Äbte des Stiftes Seitenstetten in Niederösterreich. Im Betriebsgebäude des Schaubergwerkes befindet sich ein Schauraum, in dem Funde aus dem Bergwerk sowie Mineralien und andere Exponate ausgestellt sind.

Wallfahrtskirche zum heiligen Antonius von Padua

Die Wallfahrtskirche zum heiligen Antonius von Padua, die am 10. August 1602 eingeweiht wurde, befindet sich im Ortsteil Radmer an der Stube. Entworfen wurde die Kirche vom Hofbaumeister Giovanni Pietro de Pomis, die Umsetzung der Pläne erfolgte durch den Baumeister Hans Reßl. Diese Kirche galt als Patronatskirche des Kaisers Franz Joseph.

  • Der Hochaltar aus der Zeit um 1727 mit seiner Säulenarchitektur und Umgangsportalen nimmt den gesamten Chorschluss ein. Kernstück ist das Altarblatt aus dem Jahr 1602. Es zeigt den Heiligen Antonius von Padua mit dem Jesuskind am Arm.
  • Zwei gleich große Seitenaltäre aus dem Jahr 1681 schmücken den Triumphbogen am Eingang zum Hochaltar. Ein Bild der Immakulata beherrscht den evangelienseitigen Marienaltar. Epistelseitig zeigt das große Altarblatt die "heiligen drei Madln" (Die Heiligen Barbara, Katharina und Margaretha).
  • Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1714 und wird Josef Claudius Zeller zugeschrieben.
  • Auf der ursprünglich doppelten Empore wurde 1737 eine neue Orgel vom Grazer Orgelbauer Johann Georg Mitterreither aufgestellt.
  • Im Hinblick auf die Dreihundertjahrfeier 1902 wurden die Fresken des Gotteshauses 1899/1900 neu ausgemalt. Hierzu waren die Wiener Maler Hermann Ulrich und Carl Otto Czeschka beauftragt. Nach einem Brand 1951 musste die Kirche erneut renoviert werden. Eine weitere Renovierung außen fand 1990 und für den Innenraum 1992–1993 statt. Außerdem erhielt die Gemeinde durch einen Münchner Stifter namens "Radmer" zwei neue Kristallluster geschenkt. [2]

Schloss Greifenberg

Das einstige kaiserlich-österreichische Jagdschloss Greifenberg (Greifenstein) im oberen Radmertal mit viergeschossigen runden Ecktürmen geht auf einen Schlossbau aus dem Jahr 1600 zurück. Es wurde im 18. Jahrhundert unter einem Baron von Greifenberg der Sitz eines Gewerke (Bergbau) und erhielt baulich die heutige Erscheinungsform. Es gehörte im 19. Jahrhundert dem Stift Seitenstetten in Niederösterreich, wurde Ende des Jahrhunderts ein Jagdschloss des österreichischen Kaisers Franz Joseph. Als Erbteil des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand von Habsburg-Este kam es nach dessen Ermordung im Jahr 1914 in Sarajewo an seine morganatischen Nachkommen, die Fürsten und Herzöge von Hohenberg (österreichisches Adelsgeschlecht).

Herrschaftshaus in Radmer Nr. 19

Das Bauwerk war schon zu Zeiten des Kaiser Maximilian I. von Habsburg (1459–1519) ein Jagdhaus „in Redmeregg“, wurde im Jahr 1602 zu einem Schloss ausgebaut und war später ein Verwaltungsgebäude für den Bergbau. Heute zeugen das Portal, die vermauerten Doppelfenster, mächtige Gewölbe und Türleibungen von dem Alter und der Bedeutung des Gebäudes.

Jagdschloss in Radmer

In den Jahren 1872/1873 wurde das einstöckige ehemalige kaiserlich-österreichische Jagdschloss östlich der Sankt Antoniuskirche im Ortsteil Radmer an der Stube im Aussehen eines Berghauses in der Schweiz erbaut.

Sport

Die Berge rund um die Radmer werden häufig für Wanderungen und Schitouren genutzt. Bekannt ist vor allem der steile Aufstieg auf den Lugauer. In der Umgebung befinden sich mehrere Almen wie z. B. die Seekaralm, die Kammerlalm, die Neuburgalm oder die Schafbödnalm wobei auch die Brunnkaralm am Fusse des Zeiritzkampel sehenswert ist. Das Wandergebiet um Radmer zeichnet sich auch dadurch aus, dass es im Herbst meist nebelfrei ist.

Regelmäßige Veranstaltungen

Der Almabtrieb findet jeden Herbst in der Hinterradmer statt.

In der Vorderradmer findet jedes Jahr zu Antoni (Mitte Juni) am Samstag ein Fest statt, am darauffolgenden Sonntag ist ein Kirtag.

Zu Pfingsten gibt es jedes Jahr ein Pfingstfußballturnier, wo gerne neue Mannschaften gesehen werden.

Ansässige Unternehmen

  • Freiherrlich von und zu Guttenberg'sche Privatstiftung

Literatur

  • Karl A. Redlich: Der Kupferbergbau Radmer an der Hasel, 1905
  • Susanne Gröbl: Der Kupfererzbergbau in der Radmer von den Anfängen bis 1650, Dissertation der Karl-Franzens-Universität, Graz 1986
  • Benedikt Wagner: Quellen zum steierischen Bergbau im Benediktinerstift Seitenstetten, Berichte des Geologischen Bundesarchiv, Wien 1986, online verfügbar.

Weblinks

 Commons: Radmer  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. http://www.radmer.at/index.php/tourismus/sehenswertes/wallfahrtskirche

Kategorien: Ennstaler Alpen | Ort im Bezirk Leoben | Katholischer Wallfahrtsort in der Steiermark | Radmer | Gemeinde in der Steiermark

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Radmer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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