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Radio China International


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Radio China International (CRI; chinesisch 中国国际广播电台, Pinyin Zhōngguó guójì guǎngbō diàntái, kurz 国际台, Guójì tái), vormals Radio Peking, ist der staatliche Auslandsrundfunk der Volksrepublik China. Die Abkürzung CRI stammt von der englischen Bezeichnung China Radio International. CRI betreibt den umfangreichsten Auslandsdienst Asiens. Dies betrifft sowohl die Anzahl der Sendestunden als auch die Anzahl der Sprachen in denen gesendet wird. Der Landeskenner der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) für die Volksrepublik China lautet CHN.

Geschichte

Radio China International begann seinen Sendebetrieb am 3. Dezember 1941. Inlandsereignisse, Beurteilung der Weltpolitik aus chinesischer Sicht, Sprachkurse und interkulturelles Verständnis bilden die Schwerpunkte der Sendungen. Sein Programm strahlt der Sender in Hochchinesisch (Putonghua), vier chinesischen Dialekten und 56 Fremdsprachen aus, darunter Englisch und Deutsch (seit 15. April 1960).

Einige Monate, nachdem der Sendebetrieb in deutscher Sprache aufgenommen worden war, erhielt der Sender Unterstützung durch ein Team mehrerer Experten aus der DDR. Schon nach wenigen Monaten jedoch kam es vor dem Hintergrund der Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Sowjetunion, zu deren Verbündeten die DDR gehörte, und der Volksrepublik China. Den Deutschen wurde bei der Überarbeitung des Artikels „Es lebe der Leninismus“ aus der Zeitschrift Hongqi (Die Rote Fahne) und zwei weiteren Artikeln (von Lu Dingyi bzw. von der Redaktion der Volkszeitung) vom April 1960 vorgeworfen, diese bewusst verfälscht zu haben. Kurz darauf zog die Sowjetunion sämtliche Berater aus China ab, und bis auf eine Person verließen auch die Deutschen China. Später wurde ein deutscher Arzt, der die chinesische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, danach ein Österreicher und noch später ein Mitglied der westdeutschen KPD für die Arbeit im Sender eingesetzt.

In den 1990er Jahren bestand ein Austauschprogramm mit dem Sender Deutsche Welle. Auch heute beschäftigt Radio China International mehrere ausländische Experten deutscher Muttersprache.

Technische Details

Die Station besitzt über 50 Kurzwellensender in China und benutzt eine Relaisstation in Mali. Weitere Sendeanlagen in Russland, Frankreich, Französisch-Guayana, Spanien, Albanien, Kanada, Luxemburg und Finnland stehen im Rahmen von Kooperationsabkommen mit anderen Sendegesellschaften zur Verfügung.

Weblinks


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