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Rabenstein an der Pielach


Rabenstein an der Pielach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 36,22 km²
 :
Höhe: 344 m ü. A.
Einwohner: 2.513 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 69 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3203
Vorwahl: 02723
Gemeindekennziffer: 3 19 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 6
3203 Rabenstein an der Pielach
Website: www.rabenstein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Kurt Wittmann (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
15
5
1
15 
Lage der Marktgemeinde Rabenstein an der Pielach im Bezirk Sankt Pölten-Land
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Rabenstein ist eine Marktgemeinde mit 2513 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich, südlich von Sankt Pölten.

Geografie

Rabenstein an der Pielach liegt inmitten des Pielachtales im Mostviertel in Niederösterreich. Die Marktgemeinde erstreckt sich in einer Seehöhe von 344-849 m auf einer Fläche von 36,25 Quadratkilometer. 45,51 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Die höchste Erhebung ist der Geisbühel (849 m) mit der etwas östlich des Gipfels stehenden Josef-Franz Hütte.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Deutschbach (220)
  • Dorf-Au (525)
  • Königsbach (138)
  • Markt (818)
  • Röhrenbach (40)
  • Steinklamm (197)
  • Tradigist (358)
  • Warth (107)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Rabenstein. Es gibt keine gesonderten Katastralgemeinden, sondern lediglich Ortsteile.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rabenstein im Jahr 1136 im Zusammenhang mit Wilhelm von Ramingstein, der dem Geschlecht der Babenberger angehörte. Der unterhalb der Burg angelegte Ort spielte als Herrschaftssitz eine wichtige Rolle in der Besiedelung des Pielachtals im 12. Jahrhundert. Bereits 1280 scheint Rabenstein erstmals als „Markt“ auf und ist damit der älteste Ort im Pielachtal. 1683 als die Türken einbrachen, wurde die Burg Rabenstein einen Monat hindurch belagert, doch konnte sie nicht eingenommen werden.

Wappen

Obwohl Rabenstein der älteste Markt im Pielachtal ist, wurde erst 1983 das Recht zur Führung eines Marktwappens verliehen. Der Markt war anfangs unter der Führung von den Geschlecht der Ramingsteins, sodass es nicht erforderlich war, die Rechte des Marktes privilegienmäßig zu untermauern. Somit hatte der Markt bis 1848 weder Siegel noch Wappen. Erst nach der Konstituierung der freien Marktgemeinde Rabenstein im Jahre 1854 wurde von der Gemeindeführung "ein auf einem Felsen sitzender Rabe" ins Siegel aufgenommen.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist seit dem Jahr 2000 Kurt Wittmann, Hubert Gansch ist Vize-Bürgermeister (seit 2012) und Gottfried Auer ist Amtsleiter. Im Gemeinderat der Klimabündnis- und FAITRADE-Marktgemeinde gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung: Liste ÖVP 15, SPÖ 5, FPÖ 1

Städtepartnerschaften

  • Partnergemeinde ist der gleichnamige Ortsteil der Stadt Chemnitz in Deutschland.

Wirtschaft

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 99, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 89. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.063. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,02 Prozent.

Verkehr

Bahn

Rabenstein liegt an der Mariazellerbahn. Es gibt insgesamt drei ebenerdige Bahnsteige. Im Bahnhofsgebäude befindet sich ein Warteraum und ein öffentliches WC. Ausgangspunkt der Mariazellerbahn ist St. Pölten, von hier führt die Strecke in das Pielachtal. In Laubenbachmühle beginnt die Bergstrecke. Endpunkt der Bahn ist der weltberühmte Wallfahrtsort Mariazell.

Straße

Rabenstein liegt an der Bundesstraße 39, die Rabenstein mit St. Pölten und Mariazell verbindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rabenstein an der Pielach
  • Bärntallacke: Zwei mächtige uralte Linden - eine davon mit acht Meter Umfang - bilden gemeinsam mit der Lacke dieses am Pielachtaler Rundwanderweg 652 situierte Naturdenkmal am sogenannten "Weg der ewigen Tränen" zwischen Geiseben und Kaiserkogel
  • Burgruine Rabenstein, im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts auf einem bewaldeten Felsen in der Pielachschleife von einem Wichard von Rabenstein, der sich von Hohenstauf nannte, erbaut. Nach dem Erlöschen seines Geschlechts im Namensträgerstamm, kam die dazugehörige Grundherrschaft teils an die Landesfürsten, teils an die Adelsfamilien der Landenberger; Maissauer; Scheck von Wald; die Seisenegger; Hohenberger u.a. und wurden von den Sinzendorfer mit der Grundherrschaft und Schloss Fridau vereinigt. Im 17. Jahrhundert verfiel sie Burg zur Ruine. Auf einem Votivbild in der Rabensteiner Pfarrkirche hat sich eine Abbildung aus dieser Zeit erhalten. (siehe: Gerhard Stenzel: Von Burg zu Burg in Österreich. Mit Luftbildaufnahmen von Lothar Beckel. Verlag Kremayr & Scheriau Wien, 2. verbesserte und erweiterte Auflage, 1973 ISBN 3 218 00278 8, S. 213)
  • Geisbühel (849 m) mit Josef Franz-Hütte (841 m)
    • NAT-URwald am südwestlichen Rücken des Geisbühels
    • Spitzmauer: Felsen am Geisbühel als Aussichtspunkt auf das obere Pielachtal und den Ötscher
  • Pfarrkirche: spätgotische, dreischiffige Staffelkirche, in der Kardinal Franz König am 5. August 1905 getauft wurde
  • Pielachtalbad
  • Rabensteiner Gemeinde- und Kulturzentrum (GuK)
  • Westerndorf am „Greenhorn Hill“
  • 3K-Galerie „die Fabrik“
  • Andreaskirche, ein Gotteshaus (ohne Turm und Dorf) auf einer Anhöhe zwischen Rabenstein und Kirchberg

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Neujahrsempfang des Bürgermeisters
  • Jungbürgerfeier
  • Rabensteiner Kultur-Frühling
  • Nationale und internationale Turniere vom Ravenstone Beachvolleyball-Club
  • Karibikfest
  • Kardinal König-Gespräch (letzter Samstag im August)
  • Rabensteiner Kultur-Herbst
  • Stelzenschießen der Rabensteiner Schützengilde, jährlich immer an dem Wochenende um den 15. November
  • Rabensteiner Advent

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks

 Commons: Rabenstein an der Pielach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Rabenstein an der Pielach | Ort im Bezirk Sankt Pölten-Land | Gemeinde in Niederösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rabenstein an der Pielach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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