Rabenau (Hessen) - LinkFang.de





Rabenau (Hessen)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: GießenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 43,4 km²
Einwohner: 4993 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35466
Vorwahl: 06407
Kfz-Kennzeichen: GI
Gemeindeschlüssel: 06 5 31 015
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Eichweg 14
35466 Rabenau
Webpräsenz: www.rabenau.de
Bürgermeister: Kurt Hillgärtner (FWG)
}

Die Gemeinde Rabenau befindet sich im Landkreis Gießen etwa 20 km nordöstlich der Kreisstadt Gießen und ebenso weit südöstlich der Universitätsstadt Marburg, etwa in der Mitte Hessens.

Geografie

Name

Der Name der Gemeinde geht auf den Landschaftsnamen die Rabenau zurück.

Geografische Lage

Rabenau liegt an der Lumda, einem kleinen linken Nebenfluss der Lahn im geografischen Dreieck Gießen, Marburg und Grünberg. Umgeben wird die Gemeinde von Bergen zwischen 320 und knapp 400 m Höhe über NN. Großräumig liegt die Gegend zwischen Lahntal und Vogelsberg. Südlich schließt sich die Wetterau an.

Nachbargemeinden

Rabenau grenzt im Norden an die Gemeinde Ebsdorfergrund (Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Nordosten an die Stadt Homberg (Ohm) (Vogelsbergkreis), im Osten an die Stadt Grünberg, im Süden an die Gemeinde Reiskirchen, im Südwesten an die Gemeinde Buseck, sowie im Westen an die Stadt Allendorf (Lumda).

Gemeindegliederung

Rabenau besteht aus den Ortsteilen Allertshausen, Geilshausen, Kesselbach, Londorf, Odenhausen (Lumda) und Rüddingshausen. Sitz der Gemeindeverwaltung ist der größte Ortsteil Londorf.

Geschichte

Die Gemeinde Rabenau entstand im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Oktober 1970 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Kesselbach und Londorf. Am 31. Dezember 1971 wurden die Gemeinden Allertshausen, Geilshausen, Odenhausen und Rüddingshausen eingegliedert.[2]

Religionen

Von der Reformation bis zum Zweiten Weltkrieg gab es in der Region fast ausschließlich evangelische Christen. So ist bis heute der Anteil der evangelischen Bürger sehr hoch. Etwa 10 % der Bevölkerung sind katholisch, weitere Glaubensgemeinschaften sind nicht vertreten.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 29,2 7 34,3 9 33,7 10 42,5 13
FWG Freie Wähler 35,6 8 30,2 8 34,7 11 25,7 8
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,7 6 23,9 7 24,1 8 25,6 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,5 2 11,6 3 7,5 2 6,2 2
Gesamt 100,0 23 100,0 27 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 58,8 54,8 54,4 64,8

Bürgermeister

Kurt Hillgärtner (FWG) wurde am 27. November 2011 für die zweite Amtsperiode wiedergewählt. Als einziger Kandidat erhielt Kurt Hillgärtner 90,6 % der Wählerstimmen.

Ortsvorsteher

  • Londorf und Kesselbach: Ingo Lich (SPD)
  • Allertshausen: Egon Kellermann (CDU)
  • Odenhausen: Jürgen Bender (CDU)
  • Geilshausen: Markus Titz (FWG)
  • Rüddingshausen: Ewald Thomas (FWG)

Wappen

Das Wappen wurde am 30. Juli 1971 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt.

Blasonierung: „In silbernem Schild unter rotem Schildhaupt ein aus schwarzen Herzen gebildeter Dreipaß.“[6]

Das Wappen ist eine Abwandlung des Wappens der Familie von Nordeck zur Rabenau, der rote Schildhaupt stellt die Ergänzung dar.

Städtepartnerschaften

Verkehr

Unweit der Gemeindegrenze befindet sich die Anschlussstelle Grünberg der Bundesautobahn 5.

Durch Rabenau verlief seit 1896 die heute stillgelegte Lumdatalbahn mit den Stationen Londorf, Kesselbach, Odenhausen (Lumda) und Geilshausen. Der nächsten Bahnhöfe mit Personenverkehr sind jetzt Großen Buseck und Grünberg (Hessen) an der Vogelsbergbahn GießenFulda, die beide etwa 12 km von Rabenau entfernt sind. Von Bedeutung für den Regionalverkehr ist außerdem der Bahnhof Lollar an der Main-Weser-Bahn Kassel–Gießen–Frankfurt, der 14 km westlich von Rabenau liegt. Die nächsten Fernbahnhöfe sind Marburg (Lahn) und Gießen, beide etwa 23 km von Rabenau entfernt an der Main-Weser-Bahn gelegen.

Der nächste Flughafen (etwa 80 km Entfernung) ist in der Flughafen Frankfurt am Main.

Bildungseinrichtungen

Grundschulen und Kindergärten befinden sich in den Ortsteilen Londorf und Rüddingshausen. Weiterführende Schulen befinden sich in den Nachbarstädten Allendorf (Lumda) und Grünberg.

Freizeit- und Sportanlagen

  • Lumdatalhalle im Ortsteil Londorf
  • DFB Minispielfeld vom TSV 07 Londorf e. V. am Gemeindezentrum
  • Wanderhütte des Oberhessischen Gebirgsvereins Londorf
  • Sportplätze in allen Ortsteilen
  • Minigolfanlage im Burggarten Londorf
  • Boule-Bahn im Burggarten Londorf
  • Tennisplatz in Londorf
  • Rundwanderweg „Rabenauer Höhenweg“
  • Radwanderweg Lumda – Wieseck (44 km)
  • Schießsportzentrum des Schützenverein 1969 Londorf e. V.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Heimatmuseum
  • Teile der Burganlage und Burggarten in Londorf
  • Sehenswerte Kirchen in Londorf, Allertshausen, Odenhausen, Geilshausen und Rüddingshausen
  • „Kirchenstumpf“: Letzte Spuren der ehemaligen Siedlung „Antreff“ zwischen Allertshausen und Geilshausen
  • Bildhauersymphosium im Steinbruch Londorf
  • Kunstforum im Bürgersaal am alten Bahnhof in Londorf

Sonstiges

Im September findet in Londorf der Michaelis-Markt statt, der an die historischen Jahrmärkte in diesem Ortsteil anknüpft. Im August wird gemeinsam mit Allendorf (Lumda), Staufenberg und Lollar ein Autofreier Sonntag im Lumdatal durchgeführt.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 307
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Genehmigung des Wappens durch den Hessischen Minister des Innern vom 30. Juli 1971 (StAnz. 33/1971 S. 1349)

Weblinks

 Commons: Rabenau (Hessen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Rabenau (Hessen) | Gegründet 1970 | Gemeinde in Hessen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rabenau (Hessen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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