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Raab (Fluss)


Raab
Rába, Raba

Die Raab in Rum, Ungarn

Daten
Lage Österreich, Ungarn
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle Raabursprung am Osser
Quellhöhe 1150 m ü. A.
Mündung In Győr in die Donau
Mündungshöhe 118 m
Höhenunterschied 1032 m
Länge 250 km
Einzugsgebiet 1020 km²

Abfluss MQ
18 m³/s
Linke Nebenflüsse Lafnitz, Pinka, Güns
Großstädte Győr
Mittelstädte Gleisdorf, Feldbach, Jennersdorf, Körmend, Sárvár

Raabursprung südlich der Teichalm

In der Raabklamm

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Die Raab (ungarisch Rába, slowakisch Rába, slowenisch Raba, lateinisch Arrabo) ist ein rechtsufriger Zufluss zur Donau mit einer Gesamtlänge von 250 km.

Etymologie

Der antike Name der Raab war Arrabo, was "die Braune" bedeutet.

Geografie

Lauf und Landschaft

Sie entspringt in der Steiermark in Österreich, fließt an Sárvár vorbei und mündet im ungarischen Győr in die Mosoni Duna (Moson-Donau oder Kleine Donau), einen rechtsseitigen Seitenarm der Donau.

Der Raabursprung befindet sich am Fuße des Ossers in der Gemeinde Hohenau an der Raab (Teichalm). Zwischen Arzberg (Passail) und Oberdorf fließt die Raab durch die Raabklamm, die längste Klamm Österreichs. Zu ihren Nebenflüssen zählen der Weizbach, die Lafnitz, die Pinka, die Güns und die Marcal. Österreichische Orte an der Raab sind Hohenau an der Raab, Passail, Sankt Ruprecht, Gleisdorf, Feldbach, Fehring, Hohenbrugg und Jennersdorf. In Ungarn liegen die Städte Szentgotthárd und Sárvár an der Raab.

Wirtschaft

Stromerzeugung

In der Steiermark wird die Raab in zahlreichen Kleinwasserkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Im Burgenland befindet sich nur ein Kleinkraftwerk.

Tourismus

Im Burgenland und in Ungarn werden Kanu- oder Schlauchbootfahrten auf der Raab angeboten.

„Schäumende Raab“

Die verstärkte Schaumbildung auf der Raab, die vor allem auf die Einleitung von chemisch gereinigten Abwässern zweier Lederfabriken in der Steiermark und im Burgenland sowie auf die Geothermie Fürstenfeld zurückgeführt wird, sorgt immer wieder für Streitigkeiten zwischen Österreich und Ungarn.[1] Im Mai 2007 war in den Medien erneut Aufregung aus Ungarn über die schäumende Raab zu bemerken. Greenpeace hatte Grenzwertüberschreitungen u. a. bei Tensiden, Eisen und Phosphat festgestellt, dennoch blieben österreichische Behörden lange Zeit untätig, mit dem Hinweis darauf, dass Grenzwerte eingehalten würden oder dass andere Behörden zuständig seien.

Nachdem die ungarische Umweltorganisation Pronas Anfang Juni 2007 zum Boykott von österreichischem Bier – mit der Anmerkung, dass dies genau so schäumt wie die Raab[2] – und wenig später zum Boykott österreichischer Produkte generell aufriefen und weitere Protestaktionen ankündigten, bekam die Angelegenheit wieder mehr mediale Aufmerksamkeit und schließlich drohten ungarische Politiker damit, Österreich bei der EU wegen der grenzüberschreitenden Umweltverschmutzung zu verklagen.

Der österreichische Umweltminister Josef Pröll und sein ungarischer Amtskollege Gabor Fodor trafen sich am 26. Juni 2007 und unterzeichneten ein Aktionsprogramm, wonach Österreich die Umweltauflagen für Gerbereien verschärfen, neue Grenzwerte für u. a. Chlorid festlegen und intensivere Kontrollen durchführen werde. Zudem soll die Geothermie Fürstenfeld bis 2009 geschlossen und durch ein Biomassekraftwerk ersetzt werden.[3]

Im Oktober 2010 wurde die Raab nach dem Kolontár-Dammbruch über den Zubringerfluss Marcal mit ätzendem Rotschlamm verunreinigt.[4]

Weblinks

 Commons: Raab  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Raab-Verschmutzung: Strafverfahren eingeleitet, Kurier, 14. Juni 2007
  2. Ungarn rufen zum Boykott von österreichischem Bier auf , Der Standard, 4. Juni 2007
  3. Österreich und Ungarn vereinbaren Aktionsplan , Der Standard, 26. Juni 2007
  4. Nach Chemie-Unfall in Ungarn erreicht ätzender Rotschlamm Donau-Nebenfluss (de), RIA Novosti. Abgerufen am 14. Juli 2014. 

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Raab (Fluss) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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