RSC Anderlecht - LinkFang.de





RSC Anderlecht


Vorlage:Infobox Fußballklub/Wartung/Kein Bild
RSC Anderlecht
Voller Name Royal Sporting Club Anderlecht
Ort Anderlecht, Belgien
Gegründet 27. Mai 1908
Vereinsfarben violett-weiß
Stadion Constant-Vanden-Stock-Stadion
Plätze 26.361
21.619 (international)
Präsident Roger Vanden Stock
Trainer Schweiz René Weiler
Homepage www.rsca.be
Liga Jupiler Pro League
2015/16 2. Platz
Heim
Auswärts

Der RSC Anderlecht (offiziell: Royal Sporting Club Anderlecht; dt. „Königlicher Sportklub Anderlecht“) ist ein belgischer Fußballverein aus dem Brüsseler Vorort Anderlecht. Sein Heimstadion ist das Constant-Vanden-Stock-Stadion mit 26.361 Plätzen. Der aktuelle Trainer ist René Weiler, Präsident ist Roger Vanden Stock.

Geschichte

Am 27. Mai 1908 gründeten 13 Fußball-Freunde den Sporting Club Anderlecht, um den Sport im Brüsseler Vorort Anderlecht zu fördern. Zu seinem 25. Geburtstag im Jahr 1933 wurde dem Club der Titel Société Royale verliehen.

Bereits früh konnte der Verein Erfolge auf lokalem Niveau feiern, was im Jahr 1912 dann auch auf nationaler Ebene gelang. Im Jahr 1921 erreichte der Verein die Teilnahme an der Division d’Honneur, dem Vorgänger der derzeitigen Ersten Division (höchste belgische Liga). Nach wechselvollen Jahren, in denen sich die Mauve et Blanc (die Lila-Weißen) als Fahrstuhlmannschaft präsentierten, die ständig an höchstes nationales Niveau anklopfte, um sich umgehend wieder in niedrigere Sphären zu verabschieden, gelang schließlich im Jahr 1935 der Wiederaufstieg in die oberste Liga. Seitdem ist Anderlecht ununterbrochen Teil der stärksten belgischen Spielklasse, was in Belgien lediglich durch die Serie von Standard Lüttich überboten wird (seit 1921 ohne Unterbrechungen in Liga 1).

Der richtige Durchbruch gelang dem Club aus dem Brüsseler Vorort nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. So konnte im Jahr 1947 der erste nationale Meistertitel gefeiert werden. Ihm sollten auf Landesebene bis heute weit mehr als 20 Landesmeistertitel, acht nationale Pokalsiege und vier belgische Supercuptitel folgen.

Auch auf internationaler Ebene konnten die Belgier auf sich aufmerksam machen. Anfang der 1970er Jahre erreichte man das Finale des Messepokals, musste jedoch aufgrund eines Auswärtstores dem FC Arsenal den Vortritt lassen. Nach bemerkenswerten Auftritten wurden wenige Jahre später drei aufeinanderfolgende Finalteilnahmen im Pokalsieger-Wettbewerb verzeichnet, von denen zwei (1976 und 1978) gewonnen werden konnten. Im Jahr 1977 musste man sich knapp durch zwei späte Tore dem Hamburger SV geschlagen geben, jedoch gelang in beiden siegreichen Jahren der Gewinn des Europäischen Supercups. Fünf Jahre nach dem zweiten europäischen Titel wurde der UEFA-Pokal gewonnen. Im darauffolgenden Jahr 1984 musste man sich im Finale des UEFA-Cups dem Sieger Tottenham Hotspur erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Obwohl im Jahr 1990 noch einmal der Einzug in das Pokalsieger-Finale gegen Sampdoria Genua gefeiert werden konnte, wartet Anderlecht nun bereits seit mehr als 20 Jahren auf eine erfolgreiche Fortsetzung der großen Triumphe auf der internationalen Ebene. Am 6. März 2008 kassierte der RSC mit 0:5 gegen den FC Bayern München die höchste Niederlage im internationalen Geschäft, im Rückspiel am 12. März 2008 gelang in der Allianz Arena ein 2:1, womit sich der Verein aus dem UEFA-Pokal verabschiedete. In der darauffolgenden Saison schied der RSC in der 2. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2008/09 gegen den weißrussischen Meister BATE Baryssau mit 1:2 (Heimspiel) und 2:2 bereits frühzeitig aus. In der anschließenden Spielzeit schied der Verein in den Champions League Playoffs gegen Olympique Lyon (1:5 Hin-, 1:3 Rückspiel) aus, erreichte danach jedoch noch das Achtelfinale der Europa League, wo man gegen den Hamburger SV (1:3, 4:3) vollends aus dem internationalen Geschäft ausschied.

2010 konnte der Rekordmeister seine 30. nationale Meisterschaft feiern. Dadurch war man in der Folgesaison in der Qualifikation zur UEFA Champions League. Man begann in der dritten Qualifikationsrunde, wo man auf den walisischen Klub The New Saints FC traf. Im Hinspiel siegten die Anderlechter mit 3:1. In Rückspiel im heimischen Constant-Vanden-Stock siegte man mit 3:0.

In den Play-offs traf man auf den serbischen Vertreter Partizan Belgrad. Im Hinspiel, in der serbischen Hauptstadt, erreichte der Brüsseler Vorortverein nur ein 2:2. Auch im Rückspiel, in Anderlecht, kam der RSC nur zu einem 2:2, wodurch man in die Verlängerung kam. Auch nach 120 Minuten stand es 2:2. Im Elfmeterschießen siegte der Außenseiter aus Belgrad mit 3:2.

Dadurch spielte der RSC Anderlecht in der Gruppenphase der UEFA Europa League. In der UEFA Europa League schied man im Sechzehntelfinale nun voll und ganz aus dem internationalen Wettbewerb aus, als man dort am niederländischen Spitzenklub Ajax Amsterdam scheiterte (0:3 und 0:2). In der Liga lief es auch alles andere als rund. Die Meisterschaft verlor man am Ende an den KRC Genk.

Vereinswappenhistorie

Bestechungsskandal

1997 räumten die Verantwortlichen des Clubs überraschend ein, dass vor dem Halbfinalrückspiel 1984 im UEFA-Cup der Schiedsrichter mit 27.000 Pfund bestochen wurde. Das Hinspiel hatte zuvor Nottingham Forest mit 2:0 gewonnen. Im Rückspiel, welches Anderlecht daraufhin mit 3:0 für sich entschied, wurden zwei auffällige Entscheidungen getroffen. Zum einen wurde ein Treffer von Nottingham nicht gegeben und zum anderen bekam Anderlecht einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen.

Nach Bekanntwerden des Vorganges forderte Nottingham Forest für sich die Möglichkeit, wenn sich Anderlecht das nächste Mal für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren würde, diesen Platz übernehmen zu dürfen. Dieser Vorstoß führte jedoch ebenso ins Leere, wie später angestrengte Verfahren vor ordentlichen Gerichten.

Da der betreffende Schiedsrichter bereits verstorben war, hatte die UEFA keine Ansatzpunkte für weitere Ermittlungen und beschränkte sich darauf, den RSC Anderlecht zu verwarnen. Dabei wurde zu Gunsten des Clubs berücksichtigt, dass der Vorgang ohne das freiwillige Eingeständnis nicht entdeckt worden wäre.[1]

Stadion Constant Vanden Stock

Der RSC Anderlecht trägt seine Heimspiele im nach dem vormaligen belgischen Nationaltrainer benannten Constant-Vanden-Stock-Stadion aus. 1917 wurde es mit nur einer Holztribüne erbaut. Damals lautete der Name des Stadions Stade Emile Verse. Später folgten weitere Tribünen. 1983 wurde das Stadion an derselben Stelle komplett neu errichtet.

Das Stadion bietet 28.361 Zuschauern Platz. Zudem gibt es 1.500 Business-Logen sowie 400 VIP-Logen.

Der RSC Anderlecht plant derzeit eine Erweiterung des Stadions auf 40.000 Sitzplätze. Das Stadion soll dann in Fortis-Stadion umbenannt werden. Die Bank BNP Paribas Fortis ist der Hauptsponsor des RSC Anderlecht.

Titel

  • Belgische Meisterschaft (33 – Rekordmeister)
    • 1947, 1949, 1950, 1951, 1954, 1955, 1956, 1959, 1962, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1972, 1974, 1981, 1985, 1986, 1987, 1991, 1993, 1994, 1995, 2000, 2001, 2004, 2006, 2007, 2010, 2012, 2013, 2014
  • Belgischer Supercup (12)
    • 1985, 1987, 1993, 1995, 2000, 2001, 2006, 2007, 2010, 2012, 2013, 2014

Spieler

Kader der Saison 2015/16

Bekannte ehemalige Spieler

Torhüter

Abwehrspieler

Mittelfeldspieler

Stürmer

Top 10 nach Einsätzen und Toren

(Stand: 16. Dezember 2009; berücksichtigt sind nur Ligaspiele und -tore)

Einsätze
1 Belgien Paul van Himst 1960–1975 457
2 Belgien Armand Jurion 1954–1968 390
3 Belgien Joseph Mermans 1942–1957 384
4 Belgien Filip De Wilde 1987–1996,
1998–2003
371
5 Belgien Franky Vercauteren 1975–1987 367
6 Belgien Georges Heylens 1960–1973 360
7 Belgien Pierre Hanon 1955–1970 353
8 Belgien Hugo Broos 1971–1983 351
9 Belgien Michel Vanvarenbergh 1936–1953 312
10 Belgien Henri Meert 1943–1959 312
* = noch beim RSC Anderlecht aktiv
Tore
1 Belgien Joseph Mermans 1942–1957 338
2 Belgien Paul van Himst 1960–1975 236
3 Belgien Jacques Stockman 1957–1966,
1972–1973
142
4 Niederlande Rob Rensenbrink 1971–1980 141
5 Belgien Hippolyte van den Bosch 1944–1958 140
6 Belgien Michel Vanvarenbergh 1936–1953 128
7 Belgien Luc Nilis 1989–1994 127
8 Belgien François De Wael 1941–1950 110
9 Belgien Franky Vercauteren 1975–1987 92
10 Niederlande Jan Mulder 1965–1972 89
* = noch beim RSC Anderlecht aktiv

Bekannte ehemalige Trainer

Weblinks

Einzelnachweise

  1. BBC News:Forest sues Anderlecht over '84 bribery scandal

Kategorien: Sport (Anderlecht) | Fußballverein aus der Region Brüssel-Hauptstadt | Gegründet 1908

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/RSC Anderlecht (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.