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Röthenbach bei Schweinau


Röthenbach bei Schweinau
Stadt Nürnberg
Höhe: 315–325 m ü. NN
Fläche: 3,64 km²
Einwohner: 20.245 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 5.562 Einwohner/km²
Eingemeindung: 15. Juni 1922
Postleitzahlen: 90449, 90451
Vorwahl: 0911

Lage der Gemarkung 3461 Röthenbach bei Schweinau in Nürnberg

Röthenbach bei Schweinau ist ein Stadtteil im Südwesten der mittelfränkischen Stadt Nürnberg und umfasst die statistischen Bezirke 51 Röthenbach West und 52 Röthenbach Ost. Bis 1922 war Röthenbach bei Schweinau eine selbständige Gemeinde.

Geographie

Geographische Lage

Das Röthenbacher Gebiet ist allgemein von flacher Struktur. Im Südwesten fällt es mit tiefen Einschnitt zur Rednitz ab. Den Nordwesten Röthenbachs bildet eine flach ansteigende Kuppe namens Hauch (325 m ü. NN ). Röthenbach liegt auf einer Höhe von 315 m ü. NN auf einer Fläche von 3,64 km². Daraus ergibt sich bei 19.608 Einwohnern (Stand 2006) eine Bevölkerungsdichte von 5382 Einwohner je km².

Geologie

Röthenbach befindet sich auf einem Boden aus Blasensandstein, Sandsteinkeuper, Letten und Keupersanden. Der für diese Bodenverhältnisse typische hohe Grundwasserstand wurde durch den Bau des Main-Donau-Kanals abgesenkt.

Ausdehnung des Gebiets

Im Nordosten wird der Stadtteil durch den Main-Donau-Kanal begrenzt, im Nordwesten durch die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim, im Westen durch die Rednitz. Mit dem südlich gelegenen Stadtteil Eibach ist Röthenbach baulich vollständig zusammengewachsen.

Benachbarte Stadtteile

Der Stadtteil grenzt im Nordosten an den Stadtteil Schweinau, im Nordwesten an Gebersdorf, im Süden an Eibach und im Westen direkt an Nürnbergs südwestliche Nachbarstadt Stein.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Dorf Rotembach im Jahr 1054. Kaiser Heinrich III. schenkte den Ort einem seiner Dienstleute. In den folgenden Jahrhunderten war die Herrschaftsstruktur geteilt und zersplittert. Die Nürnberger Niederlassung des Deutschen Ordens verfügte von 1293 bis 1803 über das halbe Dorf als Lehen des Burggrafen von Nürnberg. Die andere Hälfte gehörte dem Dompropst von Bamberg. Er belehnte damit nacheinander verschiedene Nürnberger Patrizier. 1796 wurde Röthenbach von Preußen in Besitz genommen. 1806 wurde es Teil Bayerns. 1808 wurde Röthenbach ein Steuerdistrikt, ab 1818 eine Gemeinde. Am 15. Juni 1922 wurde Röthenbach mit dem Weiler Weiherhaus, mit dem 1879 abgebrannten Herrensitz Weiherhaus bei Stein, nach Nürnberg eingemeindet.[1] Aus einem landwirtschaftlich geprägten Dorf wurde durch den Bau verschiedener Arbeitersiedlungen und später durch einen in den 1960er Jahren einsetzenden Bauboom eine typische vorstädtische Schlafstadt.

Eingemeindungen

  • 1808 wurde der Weiler Weiherhaus dem Steuerdistrikt Röthenbach zugeschlagen.
  • 1922 wurde Röthenbach selbst nach Nürnberg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

  • 1497: ca. 100
  • 1824: 268
  • 1840: 360
  • 1871: 501
  • 1880: 804
  • 1900: 1068
  • 1919: 1399
  • 1945: ca. 2000
  • 1985: 17.644
  • 1997: in den Statistischen Bezirken 51 und 52 zusammen 19.108
  • 2014: in den Statistischen Bezirken 51 und 52 zusammen 20.245

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kultur

Der Stadtteil ist durch die Bundesstraße 2 zweigeteilt. Da beide Hälften jeweils über eine Grundschule (1. bis 4. Klasse) bzw. Kindergarten verfügen, ist das Leben im Stadtteil insbesondere für Kinder auf die jeweilige Hälfte begrenzt. Die evangelische Kirchengemeinde „Nikodemus“, die katholische Kirchengemeinde „Maria am Hauch“ und der Kulturladen an der Röthenbacher Hauptstraße prägen das Kultur- und Freizeitangebot im Stadtteil, das ansonsten keine Besonderheiten umfasst.

Bauwerke

Die evangelische Nikodemus-Kirche entstand, als der ursprüngliche zweite Sprengel der Johannes-Gemeinde in Eibach selbständig wurde. Der sechseckige Bau von Reinhold Büttner aus rotem Backstein wurde am 8. Dezember 1968 eingeweiht. Besonders eindrucksvoll ist das Kreuz, eine Plastik des Nürnberger Künstlers Heinz Heiber aus dem Jahre 1969. Sie zeigt den am Kreuz hängenden Christus, der zusätzlich eine Reihe weiterer Kreuze trägt, gleichsam als Symbol für die Schuld der Welt, die er durch seinen Tod auf sich genommen hat.

Die katholische Kirche Maria am Hauch ist ebenfalls ein Neubau aus dem Jahr 1967. Sie ist die erste Marienkirche, die seit der Reformation in Nürnberg erbaut wurde. Der moderne Langbau hat ein beeindruckendes geschwungenes Dach. Anlass für den Kirchenbau war ebenfalls die neue Selbständigkeit des Röthenbacher Sprengels der katholischen Pfarrei St. Walburga in Eibach.

Das Schloss Stein an der Grenze zum Nachbarort Stein ist ein bemerkenswerter Bau. Das historistische Schloss wurde von 1903 bis 1906 als Wohnsitz des Grafen Alexander zu Castell-Rüdenhausen, des Erben der Bleistiftfabrik A.W. Faber-Castell, erbaut.

Parks

  • Der Faberpark ist der ehemalige Garten des Faberschlosses.
  • Der Birkenwald ist ein Wäldchen im westlichen Teil Röthenbachs. Es erstreckt sich von der Grund- und Hauptschule Herriedener Straße und der katholischen Kirche „Maria am Hauch“ bis zum Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde „Nikodemus“. Bei Kindern erfreut sich das Wäldchen vor allem wegen seiner beiden Bolzplätze großer Beliebtheit.

Regelmäßige Veranstaltungen

Einmal jährlich findet im Sommer ein Stadtteilfest in der Röthenbacher Hauptstraße statt, das von Gemeinden, Parteien und Vereinen aus dem Stadtteil gestaltet wird. Ebenfalls einmal jährlich findet eine kleine Kirchweih statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Röthenbach führen die Bundesstraße 2 Richtung Schwabach und die Bundesstraße 14 nach Ansbach. Zudem endet die Linie U2 der U-Bahn Nürnberg seit 27. September 1986 am U-Bahnhof Röthenbach.

Ansässige Unternehmen

Bildung

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  • Berufsbildungswerk Nürnberg für Hör- und Sprachgeschädigte mit Sonderberufsschule
  • Grundschule Birkenwald
  • Grundschule Helene-von-Forster-Schule
  • Hauptschule Herriedener Straße 29
  • Sigmund-Schuckert-Gymnasium
  • Peter-Henlein-Realschule

Literatur

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Röthenbach bei Schweinau  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. S. 602

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Röthenbach bei Schweinau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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