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Röschitz


Dieser Artikel beschreibt die österreichische Marktgemeinde Röschitz. Zum gleichnamigen Ort in Mähren siehe Rešice.
Röschitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Fläche: 21,17 km²
 :
Höhe: 280 m ü. A.
Einwohner: 1.053 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3743
Vorwahl: 02984
Gemeindekennziffer: 3 11 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
3743 Röschitz
Website: www.roeschitz.at
Politik
Bürgermeister: Christian Krottendorfer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
6
13 
Lage der Marktgemeinde Röschitz im Bezirk Horn
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Röschitz ist eine Marktgemeinde mit 1053 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Osten des Bezirkes Horn und am Rande des Weinviertels.

Geografie

Röschitz liegt im westlichen Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 21,16 Quadratkilometer. 2,85 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden

Pulkau Zellerndorf
Meiseldorf Sitzendorf an der Schmida
Eggenburg

Gemeindegliederung

 Karte mit allen Koordinaten: OSM , Google oder Bing

Postleitzahlen

In der Gemeinde Röschitz finden verschiedene Postleitzahlen Verwendung. Röschitz hat die Postleitzahl 3743. Die anderen Orte der Gemeinde haben die Postleitzahl 3730.

Geschichte

In der Katastralgemeinde Kleinreinprechtsdorf wurde 1931 auf der Flur „Hollerberg“ ein Grab mit Beigaben zerstört. Eine 1932 daraufhin erfolgte Grabung legte weitere fünf Gräber – darunter eine Doppelbestattung – frei, alle aus der Mittellatènezeit (280 bis 190/150 v. Chr.) stammend. Im zerstörten Grab befand sich nach Auskunft des Finders ein Mann, geschmückt mit eisernen Schulter-Fibeln, Handreif und Gürtelkette. In einem Frauengrab fanden sich je ein Eisen- und Glasarmreif, zwei Eisenfibeln und eine Gürtelkette. Ein zweites Frauengrab enthielt je einen goldenen und eisernen Spiral-Fingerring, sowie ebenfalls zwei Fibeln und eine Gürtelkette mit Bronzeösen. Vermutliche Trepanationsspuren sind am Schädel zu erkennen. Die anderen Gräber enthielten ähnliche Grabbeigaben. Diese Artefakte machten die genannte Datierung möglich. Ein weiteres Körpergrab wurde 1938 im Ortsbereich freigelegt.[1]

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Röschitz mit dem Namen „respice“ im Jahre 1198. 1514 wurde der Ort zum Markt erhoben, und 46 Jahre später erhielt Röschitz von Kaiser Ferdinand I. ein eigenes Wappen. Durch Pest, den Dreißigjährigen Krieg (Schweden) und Feuersbrunst wurde die Marktgemeinde mehrmals erschüttert. In Kriegszeiten fanden viele Zuflucht in den sogenannten Erdställen. Es ist schwer zu sagen, wann diese Erdställe entstanden sind, aber vermutet wird, dass sie ca. 1000 bis 1200 von Anhängern heidnischer Religionen (Bayern) gegraben wurden.

Wie schon das Wappen erkennen lässt, ist Röschitz vom Wein geprägt und daher einer der beliebtesten Weinorte der Region (Retzer Land).

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung von Röschitz zwischen 1869 und 2011[2]
1869 1923 1951 1971 1981 1991 2001 2011[2]

1.837

1.370 1.588 1.370 1.200 1.165 1.063 1.038

Politik

  • Bürgermeister der Gemeinde ist Ing. Christian Krottendorfer, Amtsleiter ist Johannes Neuhold.
  • Gemeinderat: Seit der Gemeinderatswahl 25. Jänner 2015 gibt es bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung:
Partei Sitze
ÖVP 13
SPÖ 6 (derzeit nicht besetzt, da alle Mandatare ihr Mandat zurücklegten)

Sehenswürdigkeiten

  • Weber-Keller: In diesem Keller wurden Bibeldarstellungen, Prominente und Politiker aller Zeitepochen, etc. in Löss geschnitzt.
  • Pfarrkirche: Die spätbarocke Pfarrkirche, die dem hl. Nikolaus geweiht ist, wurde 1768–1782 von Leopold Wißgrill erbaut. Die Kirche zählt zwei Altarbilder von Johann Martin Schmidt, dem „Kremser Schmidt“, zu ihren besonderen Kunstschätzen. Das Gotteshaus wirkt vor allem durch seinen großen, einheitlich gestalteten Innenraum und wurde in den letzten Jahren sorgfältig renoviert.
  • Röschitzer-Raritäten-Museum_ Privatsammlung von Emmerich Grath; zu sehen sind: altes Handwerk, bäuerliche Geräte, altes Gewerbe, Weinbau, Alltagsleben, alte Ansichten von Röschitz, Radiosammlung, Fotoapparate, Puppen- und Spielzeugsammlung, Lebensstil der 1950er Jahre, Musikbox, Möbel, Motorräder, Traktor-Oldtimer.
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Röschitz

Wirtschaft

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 32, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 126. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 445. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,08 Prozent.

Regionale Zusammenarbeit: Die Marktgemeinde Röschitz ist Mitglied der Kleinregion Manhartsberg.

Verkehr

Öffentlicher Verkehr: Das Linienbusunternehmen PostBus fährt in Röschitz und Klein-Reinprechtsdorf Haltestellen der Linien 1250 (Eggenburg - Hollabrunn) sowie in Röschitz, Klein-Jetzelsdorf und Roggendorf Haltestellen der Linie 1254 (Eggenburg–Retz) an. Der Personenverkehr auf der ebenfalls durch die Gemeinde führenden Pulkautalbahn wurde 1988 eingestellt. Der nächstgelegene Bahnhof der ÖBB ist Eggenburg an der Franz-Josefs-Bahn.

Straße: Röschitz liegt an der Waldviertler Straße (B2) sowie an der Retzer Straße (B35).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:

Einzelnachweise

  1. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 933 f.
  2. Quellen: Bevölkerungsentwicklung 1869–2011 der Statistik Austria (PDF; 35 kB) und Historisches Ortslexikon Niederösterreich (PDF; 1,2 MB), Teil 2, S. 52.

Weblinks

 Commons: Röschitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Röschitz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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