Quintus Caecilius Metellus Numidicus - LinkFang.de





Quintus Caecilius Metellus Numidicus


Quintus Caecilius Metellus Numidicus († um 91 v. Chr.) war ein römischer Politiker und Feldherr der späten Republik.

Der Sohn des Lucius Caecilius Metellus Calvus (Konsul 142 v. Chr.) wurde im Jahr 109 v. Chr. selbst zum Konsul gewählt. Gleichzeitig erhielt er die Führung der römischen Truppen im Krieg gegen Jugurtha, den König der Numider. Bisher war der seit 111 v. Chr. andauernde Jugurthinische Krieg wenig erfolgreich verlaufen. Metellus reformierte sein Heer, besetzte Vaga und siegte am Muthul. Als Prokonsul schlug er Jugurtha im Jahre 108 v. Chr. und eroberte Thala. Eine Schlacht bei Zama blieb ohne Ergebnis.[1] Diesen Eroberungen in Numidien verdankte er seinen Ehrentitel Numidicus. 107 v. Chr. wurde sein militärisches Oberkommando auf den Legaten Gaius Marius übertragen, der sich dieses Amt durch Intrigen gegen Metellus hatte aneignen können. Metellus brach daraufhin seine Operationen ab und kehrte nach Rom zurück.

Auch Metellus stand vor der Entscheidung, ein Optimat oder einer der Popularen zu sein, er entschied sich am Ende für die Optimaten und wurde zu einem entschiedenen Gegner der Popularen. Ein Grund war wohl, dass sein Feind Gaius Marius Anhänger der Popularen war, aber er begann auch gegen dessen Verbündete Lucius Appuleius Saturninus und Gaius Servilius Glaucia zu agieren.

Im Jahr 102 v. Chr. wurde er Zensor und versuchte kraft seines Amtes, Saturninus und Servilius aus dem Senat zu verdrängen, was ohne Erfolg blieb. Dennoch gab er nicht auf und so fing er an, die Gesetzesvorschläge des Saturninus zu boykottieren. Im Jahre 100 v. Chr. verweigerte er den Ackergesetzen des Saturninus seine Zustimmung im Senat, da diese den Veteranen zugutekommen sollten, die unter Gaius Marius gekämpft hatten. Gaius Marius erhielt auf diese Weise eine Unmenge Klienten, was seine Macht erheblich steigerte. Saturninus beantragte noch im selben Jahr erfolgreich die Verbannung des Metellus. Numidicus ging freiwillig nach Rhodos und wurde dann förmlich verbannt. 99 v. Chr. durfte er zurückkehren, trat aber in der Öffentlichkeit nicht mehr in Erscheinung. Cicero schätzte ihn als Redner.[2]

Quellen

Literatur

  • Karl-Ludwig Elvers: C. Metellus Numidicus, Q. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 2, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01472-X, Sp. 890.
  • Michèle Duclos: Caeclius Metellus Numidicus (Q.). In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques. Band 2, CNRS Éditions, Paris 1994, ISBN 2-271-05195-9, S. 146–147
  • Werner Suerbaum: Q. Caecilius Metellus Numidicus. In: Werner Suerbaum (Hrsg.): Die archaische Literatur. Von den Anfängen bis Sullas Tod (= Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Band 1). C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-48134-5, S. 514 f.

Anmerkungen

  1. Sallust, De bello Iugurthino 47–60.
  2. Cicero, Brutus 135.


Kategorien: Zensor | Caecilier | Augur | Konsul (Römische Republik) | Gestorben im 1. Jahrhundert v. Chr. | Geboren im 2. Jahrhundert v. Chr. | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus Caecilius Metellus Numidicus (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.