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Provinz Gelderland


Gelderland
Provinz der Niederlande
Wappen Flagge
Lage

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Basisdaten
Hauptstadt Arnhem
Größte Stadt Nijmegen
ISO 3166-2-Code NL-GE
Website www.gelderland.nl
Hymne Ons Gelderland
Politik
Königlicher Kommissar Clemens Cornielje
Regierende Parteien VVD, CDA, D66, PvdA
Bevölkerung
Einwohner 2.038.425 (4. von 12)
Landesanteil 12 % der Niederländer
Bevölkerungsdichte 410 Einw. pro km² (6. von 12)
Geographie
Fläche 5.136,51 km²
– Land 4.971,76 km² (2. von 12)
– Wasser 164,75 km²
Höhe -1 bis 110 m ü. NAP
Koordinaten }
Verwaltungsgliederung
Gemeinden 54

Topographie von Gelderland

Gelderland ist eine Provinz in der östlichen Mitte der Niederlande mit der Hauptstadt Arnhem (deutsch Arnheim).

Weitere große Städte sind Nijmegen und Apeldoorn, kleinere Städte Ede, Zutphen, Harderwijk, Tiel und Doetinchem. Der Name der Provinz ist abgeleitet von dem historischen Herzogtum Geldern. Die namensgebende Stadt Geldern selbst liegt im heutigen Nordrhein-Westfalen, also außerhalb der heutigen Niederlande.

Geographie

Das Gelderland kann grob in drei Landschaftsteile unterteilt werden:

  • im Norden die Veluwe mit dem größten Waldgebiet der Niederlande – der Name wird zumeist als fahle (unfruchtbare) Aue gedeutet, weil die Landwirtschaft hier nur wenig Ertrag einbrachte.
  • im Südosten der Achterhoek (von Holland aus gesehen: „Hinteres Eck“), eine vorwiegend landwirtschaftlich geprägte und neuerdings auch touristische Region.
  • im Süden die Betuwe, bekannt durch ihren Obst- und Gemüseanbau. Der Name, als „Bataver-Aue“ gedeutet, stammt möglicherweise von den Batavern, die hier im 1. Jahrhundert sesshaft waren.

Weitere Gegenden im Gelderland sind das Rijk van Nijmegen, die Liemers und die Geldersche Vallei (= „Ebene“), ein relativ tiefgelegenes Gebiet um Barneveld, das durch die Hühnerzucht bekannt ist.

Das Gelderland wird im südlichen Provinzgebiet in Ost-West-Richtung vom nördlichen Rheinarm, dem Nederrijn und im Unterlauf dem Lek und dem südlichen Rheinarm, der Waal durchflossen. Parallel zur Waal fließt die Maas, die die Grenze mit der Provinz Nordbrabant bildet. Südlich von Arnhem zweigt die IJssel vom Nederrijn ab, durchfließt die Provinz in Süd-Nord-Richtung, um bei Kampen in das IJsselmeer zu münden.

Die Dialekte des Gelderlandes teilt man ost- und nordgeldrisch sowie südgeldrisch ein. Die ersteren gehören zum Niedersächsischen. Die südgeldrischen Dialekte hingegen haben sich – wie auch das Standardniederländische – aus dem Niederfränkischen entwickelt. Beides, Niedersächsisch und Niederfränkisch, gehört zum Niederdeutschen, dessen Dialekte auch in Norddeutschland gesprochen werden.

Geschichte

Guelders war eine Region im späten 11. Jahrhundert und später ein Herzogtum des Heiligen Römischen Reiches. Dazu gehörten auch Teile der heutigen Provinz Limburg des deutschen Distriktes von Kleve, zusammen mit der Stadt Geldern, die auch Sitz des Herzogs war. Die heutige Provinz umfasst ungefähr drei Viertel dieses Herzogtums Geldern.

1543 wurde das Gelderland durch den Vertrag von Venlo am Ende des Geldrischen Erbfolgekrieges endgültig eine der siebzehn Provinzen der habsburgischen Niederlanden. Nach der niederländischen Revolution 1568 gehörte das Gelderland zur Republik der Sieben Vereinigten Provinzen. Innerhalb dieser Republik hatte das Herzogtum Gelderland eine besondere Stellung, denn die übrigen Provinzen waren nur Grafschaften oder Herrlichkeiten. Daher rangierte es offiziell sogar vor der reichsten und einwohnerstärksten Provinz, der Grafschaft Holland.

Politik

Provinzialwahl 2015
(in %) [1]
 %
20
10
0
15,79
15,00
12,62
11,00
9,72
9,04
6,12
5,98
14,73
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-3,36
-1,18
+4,56
+1,25
-0,65
-7,54
+1,26
+1,43
+4,23
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Provinzialwahl 2015
9
9
7
6
6
5
4
3
3
3

Die Provinzverwaltung hat ihren Sitz in Arnhem. Dort befindet sich das Huis der Provincie in einem Gebäude von 1954; der Vorgängerbau war im Krieg zerstört worden. Beauftragter der Königin ist seit 2005 Clemens Cornielje von der rechtsliberalen VVD. Er steht einem college von Rechtsliberalen, Christdemokraten, Sozialliberalen und Sozialdemokraten vor.

Bei der Provinzialwahl am 18. März 2015 erlangten die Parteien folgende Stimmanteile: VVD 15,79 %, CDA 15,00 %, D66 12,62 %, SP 11,00 %, PVV 9,72 %, PvdA 9,04 %, CU 6,12 %, SGP 5,98 %, GroenLinks 5,71 %, PvdD 3,34 %, 50PLUS 2,87 %, übrige 2,8 %.

Die nächste Provinzialwahl findet am 20. März 2019 statt.

Gemeinden

Am 1. Januar 2005 kam es in der Provinz Gelderland zu einer Verwaltungsreform, bei der die Anzahl der Gemeinden von 71 auf 56 sank. Mit Berkelland (aus den aufgelösten Gemeinden Borculo, Eibergen, Neede und Ruurlo), Bronckhorst (Hengelo, Hummelo/Keppel, Steenderen, Vorden, Zelhem), Montferland (Bergh und Didam) und Oude IJsselstreek (Gendringen und Wisch) entstanden dabei vier neue Gemeinden. Ebenfalls aufgelöst wurden Angerlo (zu Zevenaar), Dinxperlo (zu Aalten), Gorssel (zu Lochem), Lichtenvoorde (zu Groenlo, nach Volksbefragung umbenannt in Groenlo-Lichtenvoorde, jetzt Oost Gelre), Warnsveld (zu Zutphen) und Wehl (zu Doetinchem). Zum 1. Januar 2015 fusionierten Groesbeek, Millingen aan de Rijn und Ubbergen zu Groesbeek, das ein Jahr später in Berg en Dal umbenannt wurde.

(Einwohner am 1. April 2016 ) [2]

Wirtschaft

Im Jahr 2011 lag das regionale Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, bei 108,7 % des Durchschnitts der EU-28.[3]

Einzelnachweise

  1. Verkiezingsuitslagen Provinciale Staten 1918 - heden Kiesraad
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016 Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  3. Eurostat Jahrbuch der Regionen 2014 : (Kapitel 5: Economy ; PDF, 18 Seiten, ca. 2,0 MB) und (Eurostat-Quellendaten zu Kapitel 5: Economy ; XLS-Format, ca. 536 kB), ISBN 978-92-79-11695-7, ISSN 1830-9690 (englisch)

Weblinks

 Commons: Gelderland  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Provinz Gelderland – Reiseführer

Kategorien: Niederländische Provinz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Provinz Gelderland (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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