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Pronsfeld


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-PrümVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Prüm
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 15,37 km²
Einwohner: 896 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54597
Vorwahl: 06556
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 295
Adresse der Verbandsverwaltung: Tiergartenstraße 54
54595 Prüm
Webpräsenz: www.pronsfeld-eifel.de
Ortsbürgermeisterin: Monika Winkelmann
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Pronsfeld ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an. Pronsfeld ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie

Der Ort liegt in der Eifel im Dreiländereck Deutschland, Belgien und Luxemburg.

Zu Pronsfeld gehören auch die Wohnplätze Finkendell, In der Lünebach und der westliche Teil von Schloßheck.[3]

Geschichte

Ortsgeschichte

Besiedelt war das heutige Gemeindegebiet von Pronsfeld bereits in der Römerzeit, wie Funde von Ziegeln und Mauern einer römischen Landvilla im Gebiet des Distriktes Schlossheck zeigen.

Der Ort ist wahrscheinlich in der fränkischen Rodungsperiode im 9./10. Jahrhundert entstanden. Der Ortsname, im Mittelalter bezeichnet als Prumizveld, erklärt sich aus der Lage und bedeutet wohl „Feld an der Prüm“. Die älteste Erwähnung des Ortsnamens Pronsfeld (Prumizuelt oder Prumizvelt) findet sich in einer Urkunde des Trierer Erzbischofs Poppo aus dem Jahr 1045 oder 1046. In dieser wurde dem Grafen Cadelo und seiner Ehefrau Irmingard eine frühere Übertragung ihres Besitzes zu „Prumizuelt“ an die Tierische Kirche bestätigt.[4][5]

Ab 1794, als französische Revolutionstruppen in die Eifel einrückten, kam auch Pronsfeld zur französischen Republik und gehörte 20 Jahre zum Wälderdepartement und zum Kanton Arzfeld. 1798 führte der Klöppelkrieg zahlreiche Bauern in einen aussichtslosen Aufstand gegen die französische Herrschaft. Nach 1815 kam Pronsfeld zu Preußen.

Ab 1886 Eisenbahnknotenpunkt in der Eifel, nahm Pronsfeld einen erheblichen Aufschwung, erlitt aber auch gegen Ende des Zweiten Weltkrieges erhebliche Zerstörungen und Verluste.

Kondominium Pronsfeld

Pronsfeld war namensgebend für einen als „Hof“ oder „Meierei“ bezeichneten Verwaltungs- und Gerichtsbezirk, zu dem insgesamt 22 Ortschaften gehörten. Es war ein Kondominium, welches unter der gemeinsamen Landeshoheit des Kurfürstentums Trier und des Herzogtums Luxemburg stand. Zum Hof Pronsfeld gehörten die Ortschaften Dackscheid, Eilscheid, Euscheid, Habscheid, Hargarten, Hollnich, Kinzenburg, Lambertsberg, Lascheid, Lichtenborn, Lierfeld, Lünebach, Masthorn, Matzerath, Merlscheid, Oberüttfeld, Orlenbach, Pittenbach, Pronsfeld, Stalbach, Strickscheid und Watzerath.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Pronsfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 380
1835 497
1871 490
1905 602
1939 824
1950 755
Jahr Einwohner
1961 738
1970 818
1987 924
1997 996
2005 973
2014 896

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Pronsfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[7]

Wappen

Die linke Hälfte des Wappens, das Trierer Kreuz, weist auf das Kurfürstentum Trier. Die rechte Hälfte zeigt den „Luxemburger Löwen“, die luxemburgische Herrschaft symbolisierend.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturdenkmäler

  • Die Alte St.-Remigiuskirche mit aus der Erbauungszeit um 1498 erhaltenem Chorraum sowie Turmresten ist, 1983 unter Denkmalschutz gestellt, inzwischen renoviert.
  • Die Neue Pfarrkirche St. Remigius aus den Jahren 1889 und 1921,
  • Zahlreiche erhaltene Wegekreuze, das älteste von 1603, sind über das Gemeindegebiet verteilt.
  • Um an die frühere Bedeutung des Bahnhofs Pronsfeld zu erinnern (hier zweigten die Stichstrecken nach Arzfeld/Neuerburg und nach Waxweiler von der Hauptstrecke der Westeifelbahn ab) wurde 2006 am ehemaligen Bahnhof Pronsfeld eine alte Rangierlok als Denkmal aufgestellt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Pronsfeld

Eifelzoo

  • Der Eifelzoo Pronsfeld ermöglicht die Beobachtung einheimischer und exotischer Tiere sowie die Fahrt mit einer eigenen Zoo-Bahn durch die Anlagen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

  • Pronsfeld ist Firmensitz von MUH Arla, dem größten H-Milch-Herstellers Europas.

Verkehr

Durch Pronsfeld führt die Bundesstraße 410; die A 60 und die B 51 sind innerhalb kurzer Zeit zu erreichen. Bevor sie 1993 zugunsten der A 60 zur Landesstraße abgestuft wurde, führte die B 409 von Pronsfeld über Habscheid zur belgischen Grenze bei Winterspelt.

1886 wurde Pronsfeld an die Westeifelbahn angeschlossen; 1907 wurde Pronsfeld mit der Eröffnung der Stichstrecken nach Waxweiler und Neuerburg zum Knotenpunkt. In den Jahren 1967 bis 1969 wurden die ab Pronsfeld weiterführenden Strecken für den Personenverkehr stillgelegt, 1972 folgte der Abschnitt zwischen Prüm und Pronsfeld. 1987 bis 1989 folgte die Stilllegung für den Gesamtverkehr ab Pronsfeld und 2001 der gesamten Westeifelbahn. In den folgenden Jahren wurden die Gleisanlagen zurückgebaut und ein großer Teil der Bahntrassen zu Radwegen umgebaut. Heute erinnert ein Denkmal an die frühere Bedeutung Pronsfelds als Knotenbahnhof.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 68 (PDF; 2,2 MB)
  4. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 378, Urkunde 324 (dilibri.de )
  5. Johann Friedrich Schannat, Georg Bärsch: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 3, Ausgabe 2, Teil 1, Mayer, 1854, S. 318 (Google Books )
  6. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 586
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

Kategorien: Pronsfeld | Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pronsfeld (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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