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Preist


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-PrümVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Speicher
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 6,42 km²
Einwohner: 772 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54664
Vorwahl: 06562
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 107
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 36
54662 Speicher
Webpräsenz: www.vg-speicher.de
Ortsbürgermeister: Edgar Haubrich
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Preist (moselfränkisch: "Präist") ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Speicher an und zählt zu den Orten der Fidei. Der Wahlspruch der Gemeinde Preist lautet: „Iwa Preist geht neist.“

Geschichte

Zwischen Auw an der Kyll und Preist befinden sich die Überreste einer wallartigen Befestigung (manchmal auch als „Keltenring“ bezeichnet), die darauf schließen lassen, dass schon um 200 n. Chr. Menschen im Bereich des heutigen Preist lebten. Die Bauart dieser Wallkonstruktion hat in der Literatur unter dem Begriff „Pfostenschlitzmauer Typus ‚Altkönig-Preist‘“ Einzug gehalten. Erstmals genannt wird der Ort unter dem Namen Bristiche in einer Verkaufsurkunde, nach der die Trierer Abtei St. Irminen 1283 einen Anteil am Zehnten erwarb. Obwohl auch das Trierer Domkapitel im heutigen Preist Besitzungen hatte, gehörte der Ort zum Irminer Hochgericht Orenhofen und wurde bis 1794 durch dessen Vögte, die jeweiligen Inhaber der Herrschaft Scharfbillig, verwaltet. 1473 zählte Preist 10 Feuerstätten, 1636 waren es 15 Häuser. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte sich anhaltendes Bevölkerungswachstum ein. 1840 bestehen 82 Häuser mit 467 Einwohnern.[2] Die Bevölkerungszahl liegt heute bei ca. 800. Im Zuge der letzten Flurbereinigungsmaßnahme wurde beginnenden Zersiedlungserscheinungen unter anderem damit begegnet, dass durch die Anlage eines Ringweges um die Gemeinde eine äußere Eingrenzung der Bebauungsflächen markiert wurde.

Am 15. August 1944 wurde ein unbekannter amerikanischer Pilot in der Eifelgemeinde Preist durch Zivilisten ermordet.[3][4][5] Nach mündlicher Überlieferung sollen drei Täter kurze Zeit später durch ein militärgerichtliches Schnellverfahren in Ahrweiler zum Tode durch den Strang verurteilt und hingerichtet worden sein, ein vierter wurde in ein Lager gebracht, nach einiger Zeit aber wieder entlassen. Dies gilt als der erste Fliegerprozess auf deutschem Boden.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Preist, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6][1]

Jahr Einwohner
1815 288
1835 479
1871 524
1905 519
1939 663
1950 703
Jahr Einwohner
1961 729
1970 797
1987 666
1997 721
2005 712
2014 772

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Preist besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl CDU GLP Gesamt
2014 5 7 12 Sitze
2009 7 5 12 Sitze
2004 5 7 12 Sitze
  • GLP = Wählergruppe Gemeinsame Liste Preist

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Silber über Blau schräglinks geteilt; vorne eine blaue Kornblume; hinten innerhalb eines goldenen Ringes ein ebenfalls goldenes Albkreuz.“

Die Farben Silber und Blau weisen auf die ehemals luxemburgische Landeshoheit hin. Die Kornblume symbolisiert die landwirtschaftliche Wirtschaftsstruktur Preists. Das golden geringte, goldene Albkreuz steht für die alte Sankt-Cäcilia-Kapelle auf dem Kirchhof und die Patronin des Ortes. Es befindet sich auf dem Türsturz zum Turm der ehemaligen Kapelle, dem Wahrzeichen von Preist.

Kulturdenkmäler

In Preist befinden sich eine Anzahl unter Denkmalschutz stehender Kulturdenkmäler.[8]

Ortskern
  • Die Katholische Filialkirche St. Cäcilia, ein romanisierender Saalbau mit vorgelegter Westfassade, errichtet 1867/68 von Kreisbaumeister Wolff aus Bitburg.
  • Die Denkmalzone „Friedhof mit Alter Kirche“, der nördliche Teil des Friedhofs mit erhaltenen Teilen der Alten Kirche, Untergeschosse des gotischen Westturms mit spätgotischem Portalgewände; Kapellenanbau als Kriegergedenkstätte 1939/45, in der Nordwand der Kapelle eine spätgotische Sakramentsnische; Auf dem Friedhof ein barockes Kirchhofskreuz von 1750 und Grabkreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert (Friedhofstraße).
  • Das ehemalige Schulhaus mit Lehrerwohnungen, ein Krüppelwalmdachbau mit Rotsandstein- und Putzflächen, errichtet 1909/10 (Schulstraße).
  • Mehrere Quereinhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
  • Wegekreuze aus dem 17. Jahrhundert.
Gemarkung
  • Die Heinzkyller Mühle, ein stattlicher Mansarddachbau, der kurz vor 1800 entstanden ist, dabei eine Stallscheune aus dem 19. Jahrhundert (inzwischen zerfallen).

Weblinks

 Commons: Preist  – Sammlung von Bildern
  • Einträge zu allen Kulturgütern der Ortsgemeinde Preist in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Karl E. Becker: Speicher – Raum und Zeit. 1980.
  3. Kölnischer Kurier vom 9. Juni 1945 (Nr. 11, S. 2) und vom 10. Juli 1945 (Nr. 16, S. 4).
  4. Karl J. Lüttgens: Kriegsjahre, Kriegsende und erste Neuanfänge im Kreis Schleiden 1939–1946. Gemünd 1997, S. 168.
  5. Johannes Nosbüsch: Bis zum bitteren Ende: Der Zweite Weltkrieg im Kreis Bitburg-Prüm. Trier 1978, S. 85.
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Eifelkreis Bitburg-Pruem , Seite 57 (PDF; 1,7 MB)

Kategorien: Preist | Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Preist (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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