Postunternehmen - LinkFang.de





Postunternehmen


Postunternehmen (Postbehörde) sind staatliche oder privatwirtschaftliche Unternehmen zur Beförderung und Zustellung von Briefen. Vor der Einführung der automatisierten Bearbeitung Mitte der 1990er Jahre gehörte der Versand sowohl von Briefen als auch von Paketen organisatorisch zusammen. Dies lässt sich in der Struktur vieler staatlicher europäischer Postunternehmen noch ablesen.

Überstaatliche Organisationen

Mit der Liberalisierung des Postmarktes haben sich neben den Organisationen der Regulierungsbehörden für das Postwesen auch Organisationen der Postunternehmen gebildet.

Internationale Organisationen der Regulierungsbehörden

Internationale Organisationen der Postunternehmen

Vereinte Nationen

Die Vereinten Nationen haben eine eigene Postverwaltung der Vereinten Nationen (United Nations Postal Administration – UNPA).

Die Vereinten Nationen sind die einzige Organisation der Welt, die weder ein Land noch ein Gebiet ist und dennoch Briefmarken ausgeben darf. Außerdem ist sie die einzige Postbehörde, die Briefmarken in drei verschiedenen Währungen herausgibt, nämlich in US-Dollar, Schweizer Franken und Euro.[1] Die ersten UN-Briefmarken wurden 1951 ausgegeben, nachdem der Vorschlag hierzu bereits 1947 aus Argentinien kam.

Liste von Postunternehmen weltweit

Staat Postunternehmen
Aland Åland-Inseln Posten Åland
Albanien Albanien Posta Shqiptare
Algerien Algerien Algerie Poste
Armenien Armenien Hay Post
Australien Australien Australia Post
Belgien Belgien bpost
Brasilien Brasilien Correios do Brasil
Bulgarien Bulgarien Bulgarian Posts
Chile Chile Correos
China Volksrepublik Volksrepublik China China Post
Danemark Dänemark Post Danmark
Deutschland Deutschland Deutsche Post
Ecuador Ecuador Correos del Ecuador
Estland Estland Eesti Post
Faroer Färöer-Inseln Postverk Føroya
Finnland Finnland Itella
Frankreich Frankreich La Poste
Georgien Georgien Georgian Post
Griechenland Griechenland Hellenic Post
Gronland Grönland Post Greenland
Vereinigtes Konigreich Großbritannien Royal Mail
Guernsey Guernsey Guernsey Post
Hongkong Hongkong Hong Kong Post
Indonesien Indonesien Pos Indonesia
Irland Irland An Post
Island Island Íslandspóstur
Isle of Man Isle of Man Isle of Man Post
Israel Israel Israel Post
Italien Italien Poste Italiane
Japan Japan Japan Post
Jersey Jersey Jersey Post
Kanada Kanada Canada Post
Kasachstan Kasachstan Kazpost
Kosovo Kosovo Posta e Kosovës
Kroatien Kroatien Hrvatska pošta
Lettland Lettland Latvijas Pasts
Liechtenstein Liechtenstein Liechtensteinische Post
Staat Postunternehmen
Litauen Litauen Lietuvos Paštas
Luxemburg Luxemburg Post Luxembourg
Marokko Marokko Poste Maroc
Malaysia Malaysia POS Malaysia
Malta Malta Malta Post
Mazedonien Mazedonien Makedonska Pošta
Mexiko Mexiko Correos de México
Moldawien Moldawien Poşta Moldovei
Montenegro Montenegro Pošta Crne Gore
Namibia Namibia Namibia Post
Neuseeland Neuseeland New Zealand Post
Niederlande Niederlande PostNL
Norwegen Norwegen Posten Norge
Osterreich Österreich Österreichische Post AG
Osttimor Osttimor Correios de Timor-Leste
Pakistan Pakistan Pakistan Post
Philippinen Philippinen Philpost
Polen Polen Poczta Polska
Portugal Portugal CTT Correios
Rumänien Rumänien Poşta Română
Russland Russland Potschta Rossii
Schweden Schweden Posten
Schweiz Schweiz Die Schweizerische Post
Serbien Serbien Pošta Srbije
Sierra Leone Sierra Leone Sierra Leone Postal Services[2]
Slowakei Slowakei Slovenská pošta
Slowenien Slowenien Posta Slovenije
Spanien Spanien Correos
Sri Lanka Sri Lanka Sri Lanka Post
Korea Sud Südkorea Korea Post
Taiwan Taiwan Chunghwa Post
Turkei Türkei Posta ve Telgraf Teskilati Genel Müdürlügü
Tschechien Tschechien Česká pošta
Tunesien Tunesien La Poste Tunisienne
Ukraine Ukraine Ukrposhta
Ungarn Ungarn Magyar Posta
Vereinigte Staaten USA United States Postal Service
Weissrussland Weißrussland Belpost

Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland gab es bis 1995 ein Postmonopol der Deutschen Bundespost. Das Monopol umfasste die Versendung von Briefen und die Telekommunikation. Durch die Postreform ist die staatliche Behörde in drei privatwirtschaftliche Aktiengesellschaften umgewandelt worden: Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG und Deutsche Telekom AG. Das Monopol für die Telekommunikation ist aufgehoben, für den Paketversand gab es kein Monopol und das Briefmonopol sollte 2002 aufgehoben werden. Es wurde um weitere 5 Jahre verlängert und bis zum 31. Dezember 2007 schrittweise abgebaut; seit dem 1. Januar 2008 ist der deutsche Briefmarkt gesetzlich liberalisiert. Seit Mitte der 2000er Jahre gibt es zunehmend private Postdienstleister auf dem deutschen Briefmarkt, der ein jährliches Volumen von 10 Mrd. Euro umfasst. Meist sind dies Zeitungsverlage, die über logistische Erfahrungen als (Zeitungs-) Zusteller verfügen. Diese Postdienstleister benötigen eine Lizenz der Bundesnetzagentur. Sie sind in Fachverbänden organisiert und streben eine bundesweite flächendeckende Briefzustellung an.

Ehemalige staatliche Postunternehmen in Deutschland

(DDR und Bundesrepublik Deutschland):

Überregionale Postunternehmen

Name Bemerkung
Bauer Postal Network (BPN) Unternehmensbereich der Bauer Media Group; deutschlandweite Zustellung von adressierter Presse- und Infopost
Citipost GmbH Bundesweite Zustellung von Briefpost
Citykurier Bundesweite Zustellung von Briefpost und Paketen; gibt eigene Briefmarken heraus
Deutsche Post AG (Rechtsnachfolgerin der Deutschen Bundespost bzw. Deutschen Bundespost Postdienst) Briefpost
DHL Tochter der Deutschen Post AG für Paketpost und Eilzustellung von Briefen
Morgenpost Briefservice GmbH Bundesweite Zustellung von Briefpost; Weltweite Zustellung per Luftpost; gibt eigene Briefmarken heraus
Postcon Deutschland Briefdienstleister für Geschäftspost in Deutschland
OEKOPOST Deutschland GmbH Hybrid-Briefdienstleister für Geschäftspost in Deutschland; Einlieferung ausschließlich per Webportal

Regionale Postunternehmen (Auswahl)

Name Bemerkung
Badenpost Zustellung in der PLZ-Regionen 77 (Ortenaukreis)
Biberpost Bundesweite Zustellung
Compador Berliner Postunternehmen mit bundesweiter Ausrichtung und ein Beteiligungsunternehmen der Deutschen Post AG
PIN Mail Berliner Postunternehmen
Postcon Deutschland Tochterunternehmen der Niederländischen Post NL
PostModern Dresden – Media Logistik GmbH Eigene Annahme und Zustellung in den PLZ-Regionen 01 und 02, über Partner Zustellung in ganz Deutschland; gibt eigene Briefmarken heraus
RegioPost Pfalz Postunternehmen in der Pfalz
Saarriva Versand vom Saarland in die PLZ-Regionen 54–56, 64, 66–68 sowie Teilgebiete der PLZ-Regionen 51, 53, 57, 65 und 76
Steinke Oyten Universal-Postdienstleistungen Eigene Annahme und Verteilung von Post und Paketen in den Postleitzahlen 27367, 28876, 28870, bundesweite Zustellung über Partner
Südmail PLZ-Regionen 01–09, 14–19, 21–25, 29–39, 41–53, 57–61, 63–83, 85–93, 95–99

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht als deutsche Postregulierungsbehörde auf ihrer Homepage Listen der Unternehmen mit Postlizenzen.[3] Weitere Informationen sind ebenfalls auf den Homepages der Anbieter ersichtlich.

Fachverbände

Österreich

Ehemalige Postunternehmen

Aktuelle Postunternehmen

Die Oberste Postbehörde und Oberste Fernmeldebehörde des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) veröffentlicht eine Liste der registrierten Postdienstleister.[4]

Schweiz

Die Postkommission (PostCom) - eine fachlich unabhängige Behörde im Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), führt auf ihrer Homepage eine Liste der meldepflichtigen Postunternehmen in der Schweiz.[5]

Internationale Unternehmen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Homepage der UN-Postverwaltung
  2. http://www.salpost.sl/
  3. Erteilte Lizenzen für Postdienstleistungen. Website der Bundesnetzagentur, abgerufen am 12. März 2014.
  4. Liste des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) mit den registrierten Postdienstleistern
  5. Liste der meldepflichtigen Unternehmen in der Schweiz

Kategorien: Philatelie | Postunternehmen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Postunternehmen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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