Porzellanmanufaktur Fürstenberg - LinkFang.de





Porzellanmanufaktur Fürstenberg


Porzellanmanufaktur Fürstenberg GmbH
Fürstenberg Porzellan Logo.jpg
Rechtsform GmbH
Gründung 1747
Sitz Fürstenberg (Weser) / Niedersachsen
Leitung Stephanie Saalfeld
Mitarbeiter rd. 101 (2014)
Umsatz 5,11 Mio EUR (2014)
Branche Porzellan
Website www.fuerstenberg-porzellan.com

Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg ist eine Porzellanmanufaktur in Fürstenberg an der Weser.[1] Sie vermarktet ihr Porzellan auch als das „Weiße Gold der Weser“.

Geschichte

Fürstenberg ist die zweitälteste bis heute am selben Standort produzierende Porzellanmanufaktur Deutschlands. Die Manufaktur wurde am 11. Januar 1747 durch den Hofjägermeister Johann Georg von Langen (1699–1776) gegründet, im Auftrag von Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1713–1780). 1753 verfügte der Herzog, die Porzellanstücke mit dem blauen „F“ zu versehen.

In Braunschweig wurde 1756 noch ein Zweigbetrieb für Buntmalerei eröffnet, in dem so bekannte Maler wie Pascha Johann Friedrich Weitsch für die Manufaktur tätig waren. 1774 machte die Manufaktur erstmals Gewinn und durfte neben der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin auch eine Verkaufsniederlassung in Berlin eröffnen. 1859 entschloss sich die Regierung, das Unternehmen zu verpachten. 1888 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

1906 wurde zusätzlich eine Malerei in Dresden eröffnet. Durch eine Überschwemmung wurden 1923 die Brennöfen zerstört. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise brach auch der Verkauf der Manufaktur ein und musste 1926 vorübergehend schließen. Mit Exporten in die USA konnte die Produktion weiterbetrieben werden.

1957 formte der Werksmodelleur Walter Nitzsche das Niedersachsenpferd, das bis heute das offizielle Staatsgeschenk des Landes Niedersachsen ist. Auch der Landkreis Holzminden hat für Ehrungen und Auszeichnungen einen Porzellanteller mit dem Merian-Stich vom Kloster Amelungsborn schaffen lassen.

Die Norddeutsche Landesbank (NORD/LB) übernahm 98 Prozent der Anteile an der Manufaktur und wandelte sie 1966 innerhalb ihrer Tochtergesellschaft Braunschweig GmbH zu einer GmbH um. Mit 2 Prozent ist der Landkreis Holzminden beteiligt. 1972 wurden die neuen Fertigungshallen unterhalb des Schlosses bezogen und die Produktion aus dem historischen Schloss ausgegliedert. Insgesamt gab es 550 Mitarbeiter. 1976 erfolgte der Abriss eines Gebäudes, das im 19. Jahrhundert quer vor dem Schloss erbaut worden war. 1993 wurde mit der Reorganisation der Produktion und dem Einbau moderner Brennöfen begonnen. Ein Teil der Gebäude steht auf Erbbaurechtsgrundstücken, die der Braunschweig-Stiftung, einem Teil der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz gehören.[2]

2004 mussten wegen sinkenden Absatzes rund 40 von 150 Mitarbeitern entlassen werden. Ein neues Corporate Design wurde eingeführt und 2011 mehrfach prämiert. Zur Kundschaft der Porzellanmanufaktur gehören auch 5-Sterne-Hotels wie Schloss Fuschl in Hof bei Salzburg oder das Grand Hotel Heiligendamm.

Leitung

Geschäftsführerin ist seit Mai 2010 Stephanie Saalfeld, die Anfang 2010 bereits Geschäftsführerin für Verwaltung und Produktion war und zuvor seit 1999 kaufmännische Leiterin.

Ehemalige Leiter und Geschäftsführer:

  • 1747–1763 Johann Georg von Langen
  • 1763–1769 Bernhard August Trabert
  • 1769–1790 Johann Ernst Kohl zusammen mit einem gewissen Kaulitz
  • 1790–1796 Carl August Wilhelm Hellwig und Heinrich Ludwig Hampe
  • 1797–1814 Louis Victor Gerverot
  • 1821–1825 Carl Prössel
  • 1821–1825 Georg Leschen
  • 1825–1856 Wilhelm Julius Anton Stünkel
  • 1856–1861 Johann Carl Prössel (Sohn von Wilhelm Heinrich Christian Prössel und ab 1859 als Pächter) zusammen mit dem Kaufmann Georg Friedrich Schmidt
  • 1861–1872 ? Freytag zusammen mit ? Witte.
  • 1872–1876 ? Witte allein
  • 1876–1888/1895 ? Bartlingck, bis 1895 als Direktor tätig dann als privater Eigentümer
  • 1895–1902 ? Gürtler
  • 1902–1919 Johann Kruse
  • 1919–1934 Arthur Mehner
  • 1934–1945 Fritz Kreikemeier, zuvor Direktor der Arzberg-Porzellan
  • 1945–1946 Otto Wiese und ? Sommer
  • 1946–1949 Otto Wiese allein
  • 1949−? Fritz Kreikemeier

...

  • 1993–2010 Christian Hirsch

Geschäftliche Ergebnisse

2009 betrugen die Brutto-Umsatzerlöse (vor Abzug von Erlösschmälerungen) der Porzellanmanufaktur Fürstenberg GmbH insgesamt 5.082.000 Euro. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2009 wurde mit einem Minus von 2.824.800 Euro abgeschlossen. Die Verluste von rd. 3,8 Mio. € (2010) sowie rd. 3,6 Mio. € (2011) wurden von der Muttergesellschaft Braunschweig GmbH aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommen. Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 nimmt die Geschäftsführung zum Ergebnis folgendermaßen Stellung: „Die Hauptursache für den Jahresfehlbetrag liegt im fehlenden Umsatz. Die eingeleiteten Maßnahmen der Kapazitätsanpassung waren kein ausreichender Kompensator, um der allgemeinen Konsumzurückhaltung zufrieden stellend entgegenwirken zu können. Trotz der Umsatzsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr nivellieren die erzielten Verkaufspreise nicht die in hohem Maße Kosten verursachende manufakturelle Herstellung der Porzellanprodukte. Der Anstieg der Vertriebskosten resultiert aus dem zusätzlichen Marketingbudget, das notwendig war, um unsere Produkte im Einklang mit dem neuen Unternehmensauftritt der Öffentlichkeit vorzustellen. Da die Belegschaft der Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG GmbH in geringerem Umfang als 2010 kurzgearbeitet hat und außerdem eine Tariferhöhung der Lohn- und Gehälter stattgefunden hat, sind dementsprechend auch die Personalkosten 2011 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.“

Museum

Das hoch über der Weser liegende Schloss Fürstenberg im Stil der Weserrenaissance beherbergt seit 1957 das Museum der Manufaktur und gibt einen Überblick über deren Produktion von den Anfängen zur Zeit des Rokoko bis zum heutigen Tage. Weitere nennenswerte Fürstenberg-Sammlungen finden sich in den norddeutschen Museen von Braunschweig, Bremen, Schwerin und Wolfenbüttel sowie in Weimar.

Künstler

Literatur

Weblinks

 Commons: Fürstenberg porcelain  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sie ist beim Amtsgericht Hildesheim unter Nr. HRB 110416 im Handelsregister eingetragen.
  2. Website der SBK. Abgerufen am 27. Dezember 2014.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Porzellanmanufaktur Fürstenberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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