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Politisch-ideologische Diversion


Die politisch-ideologische Diversion (PID, PiD) ist ein von kommunistischen Geheimdiensten verwendeter Begriff. Er bezeichnet ideologische Einflüsse des Westens (hierbei insbesondere westliche Medien und Geheimdienste) auf die Gesellschaften des kommunistischen Machtbereichs, sowie von der offiziellen Parteilinie abweichendes Denken, welches auf ebendiese Einflüsse zurückgeführt wurde. Wesentlich geprägt wurde der Begriff vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR, welches ihn 1958 definierte und als Schlüsselbegriff im Kampf gegen politisch Andersdenkende verwendete. So galt für das MfS die PiD als wesentliche Voraussetzung für die Herausbildung einer organisierten Opposition. Diese Auffassung wurde später auch von anderen kommunistischen Geheimdiensten übernommen und deren operative Ausrichtung entsprechend angepasst.

In der Folge wurde jegliche Opposition gegen die herrschende Parteilinie als feindliche Aktivität betrachtet und Regimegegner und politisch Andersdenkende als Staatsfeinde eingestuft, die entsprechend bekämpft werden mussten und wurden. In der DDR wurden oppositionell denkende Menschen Feindlich-negative Personen genannt. Zu ihrer Bekämpfung wurde als eines der wesentlichen Elemente die so genannte Zersetzung eingesetzt. In Einzelfällen wurde dabei auch der Tod der betreffenden Person in Kauf genommen oder sogar angestrebt, etwa durch Suizid infolge der psychischen Belastungen durch die Zersetzungsmaßnahmen.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Vgl. Sandra Pingel-Schliemann: Zersetzen. Anatomie einer Diktatur, S. 266–278.

Kategorien: Nachrichtendienstlicher Begriff | Staatssicherheit (DDR)

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