Platform for Privacy Preferences Project - LinkFang.de





Platform for Privacy Preferences Project


Platform for Privacy Preferences Project, kurz P3P, ist eine technische Plattform zum Austausch von Datenschutzinformationen. P3P wurde vom WWW Consortium (W3C) am 16. April 2002 als Standard empfohlen[1].

P3P soll dem Nutzer im Internet helfen, mittels standardisierter Technik schnell einen Überblick zu erhalten, was mit den personenbezogenen Daten geschieht, die beim Besuch einer Website anfallen. Durch die Standardisierung ist es dabei möglich, auch Datenschutzerklärungen von fremdsprachigen Internetseiten zu interpretieren oder die Angaben automatisiert auszuwerten und zu berücksichtigen. P3P konnte sich nicht durchsetzen[2]. Von den großen Browsern wird es nur vom Microsoft Internet Explorer unterstützt[3].

Technik

P3P-Profile liegen auf Webservern in Form einer XML-Datei vor, meist unter dem standardisierten Pfad /w3c/p3p.xml und können außerdem als sogenannte "Compact Policy" in Kurzform als HTTP-Header übermittelt werden, wobei die P3P-Datei/Headers folgende Informationen enthalten können[1]:

  • Welche Arten von Daten werden erfasst beim Besuch der Website?
  • Zu welchem Zweck werden diese Daten erfasst (Beispiel: Navigation, Personalisierung, Marketing)?
  • Wie lange werden diese Daten gespeichert?
  • Wer hat Zugriff auf die Daten und welchen Regeln gehorcht die Datenverarbeitung (Beispiel: Selbstverpflichtung oder Gesetz)?

Der Internetsurfer kann P3P kostenlos nutzen. Dazu benötigt man lediglich einen P3P-Agenten, der kostenlos im Netz erhältlich ist. Für den Nutzer komfortabler sind allerdings schon von sich aus P3P-kompatible Browser. P3P ist im Microsoft Internet Explorer sowie in mehreren kleinen Browsern integriert[3].

Hat der Surfer einen P3P-Agenten, kann er festlegen, wie mit seinen Daten im Internet umgegangen werden soll. Die Datenschutzvorstellung beispielsweise zum Umgang mit Cookies wird durch die persönlichen Einstellungen im P3P-Agenten automatisch ins P3P-Format übersetzt. Vor Besuch einer Website werden dann die Angaben des Surfers mit denen des Anbieters einer Webseite verglichen.

Im deutschsprachigen Raum unterstützt das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein den P3P-Standard in einem Projekt, das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein gefördert wurde[4].

Kritik

Wie jede Form der Selbstkontrolle (vergleiche z. B. auch ICRA) ist P3P darauf angewiesen, dass der Betreiber des Webservers wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zum Umfang der Datenverarbeitung macht. Der P3P-Agent, und damit der Endnutzer, kann die Angaben des Webservers nicht überprüfen und muss sich auf diese verlassen. P3P wird jedoch von vielen Seiten nicht oder unvollständig implementiert. So hat z.b. Google durch das Senden eines ungültigen P3P-Headers das Protokoll umgangen[5].

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 The Platform for Privacy Preferences 1.0 (P3P1.0) Specification W3C, Abgerufen am 21. März 2013
  2. A Loophole Big Enough for a Cookie to Fit Through Bits Blog, New York Times, Abgerufen am 21. März 2013
  3. 3,0 3,1 P3P 1.0 Implementations W3C, Abgerufen am 21. März 2013
  4. Safer Surfer Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, Abgerufen am 21. März 2013
  5. Google Bypassing User Privacy Settings Microsoft IEBlog, Abgerufen am 21. März 2013

Kategorien: Datenschutz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Platform for Privacy Preferences Project (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.