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Pitești


Dieser Artikel beschreibt die Stadt Pitești im Kreis Argeș (Rumänien). Für das gleichnamige Dorf in Moldawien siehe Pitești (Moldawien).
Pitești
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Große Walachei
Kreis: Argeș
Koordinaten:
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 300 m
Fläche: 40,73 km²
Einwohner: 155.383 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 3.815 Einwohner je km²
Postleitzahl: 110xxx
Telefonvorwahl: (+40) 02 48
Kfz-Kennzeichen: AG
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Constantin-Cornel Ionică (PSD)
Postanschrift: Str. Victoriei nr. 24
loc. Pitești, jud. Argeș, RO–110017
Website:

Pitești [piˈteʃtʲ] (deutsch veraltet Pitesk) ist eine Stadt in der Walachei (Rumänien) und liegt im Kreis Argeș. Sie ist etwa 120 Kilometer in westlicher Richtung von Bukarest entfernt. Durch Pitești fließt der Fluss Argeș.

Geschichte

Zur Zeit des Römischen Reiches gehörte die Region der heutigen Stadt zur römischen Provinz Moesia inferior (Niedermösien); aus dieser Zeit stammen zahlreiche archäologische Funde. Pitești selbst wurde am 20. Mai 1388 unter der Herrschaft des walachischen Fürsten Mircea cel Bătrân erstmals urkundlich erwähnt. Damit gehört die Stadt neben Câmpulung, Curtea de Argeș, Brăila und Slatina zu den ältesten Siedlungen der Walachei. 1510 ist sie als Stadt bezeugt. Von 1512 bis 1521 errichtete Neagoe Basarab hier eine Fürstenresidenz. Trotzdem entwickelte sich Pitești zunächst nur langsam. 1780 hatte die Stadt etwa 1250 Einwohner in 250 Häusern. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte eine industrielle Entwicklung ein, die durch die Vereinigung der Walachei und der Moldau zu Rumänien 1859 und durch die Anbindung an das Eisenbahnnetz 1872 befördert wurde.[3]

Unter der Herrschaft von Gheorghe Gheorghiu-Dej wurden von 1949–1951 Gefangene durch den Geheimdienst Securitate gezwungen, einander zu foltern, zu töten oder zu Kommunisten zu erziehen. Dies wurde als „Pitești-Experiment“ bekannt.[4]

Bevölkerung

1824 lebten in Pitești etwa 5000, 1859 ca. 7000 Bewohner.[3] 1930 wurden 19.532 Bewohner registriert, darunter ca. 17.200 Rumänen, 500 Ungarn, 400 Roma und 250 Deutsche.[5] Bei der Volkszählung 2002 bezeichneten sich von den 168.458 Bewohnern ca. 167.000 als Rumänen, 800 als Roma und 150 als Ungarn.[6]

2011 wurden 155.383 Menschen registriert, davon waren 145.870 Rumänen, 834 Roma, 100 Ungarn, 42 Türken, 39 Deutsche, 37 Griechen, 35 Italiener, 33 Armenier, je 13 Lipowaner, Serben und Juden, je 6 Tschangos und Chinesen, 5 Mazedonier, 4 Ukrainer und 8333 andere oder ohne ethnische Angaben.[1]

Wirtschaft

In Pitești befindet sich ein großes Werk des zum Renault-Konzern gehörigen Automobilherstellers SC Automobile Dacia. Südlich der Stadt liegt die Erdölraffinerie Arpechim, die zum Erdölkonzern Petrom gehört.

Verkehr

Pitești verfügt über Bahnverbindungen nach Bukarest, Roșiorii de Vede, Craiova, Curtea de Argeș und Câmpulung. Es verkehren regelmäßig Busse in nahezu allen größeren Städte des Landes. Die Stadt ist bisher Endpunkt der von Bukarest führenden rumänischen Autobahn 1. Diese entspricht hier den Europastraßen 70 und 81.

Sehenswürdigkeiten

  • Kloster Trivale (15. Jahrhundert)
  • Kirche Sfântul Nicolae
  • Kirche Sfântul Gheorghe
  • Kunstgalerie
  • Kreismuseum

Bilder

Persönlichkeiten

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Pitești  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. 3,0 3,1 Website der Stadt, abgerufen am 6. September 2009 (Memento vom 17. Juli 2012 im Internet Archive)
  4. Vladimir Tismaneanu: Stalinism for all seasons. A political history of Romanian communism (= Societies and culture in East-Central Europe. Bd. 11). University of California Press, Berkeley CA u. a. 2003, ISBN 0-520-23747-1, S. 36.
  5. Karte der Volkszählung 1930, abgerufen am 6. September 2009
  6. Volkszählung 2002, abgerufen am 6. September 2009

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pitești (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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