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Piratenpartei Berlin


Piratenpartei Berlin
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Basisdaten
Gründungsdatum: 30. Dezember 2006
Vorsitzender: Bruno Kramm
Stellvertreter: Simon Kowalewski
Schatzmeister: Achim Weinberger
Generalsekretärin: Petra Stoll
Landesgeschäftsführerin: Therese Lehnen
Parlamentsmandate:
15/149
Mitglieder: 796 (davon 334 stimmberechtigt)[1] (2. Januar 2016)
Website: berlin.piratenpartei.de

Die Piratenpartei Berlin ist der Landesverband der Piratenpartei Deutschland in Berlin und war der erste in einem Landesparlament vertretene Landesverband der Piraten. Der Verband gliedert sich in sogenannte Crews, die als sich selbst organisierende Einheiten auf lokaler Ebene definiert sind. Thematische Arbeit wird in sogenannten Squads geleistet.[2] Seit 2010 setzt der Landesverband die Software LiquidFeedback zur innerparteilichen Entscheidungsfindung ein.[3]

Geschichte

Wahlen
% in Berlin
8%
6%
4%
2%
0%
BVV
11

Der Landesverband wurde am 30. Dezember 2006 gegründet. Bei der Bundestagswahl 2009 hatte die Piratenpartei in Berlin mit 3,4 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis auf Landesebene erzielt. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2011 zog sie mit dem Spitzenkandidaten Andreas Baum mit 8,9 Prozent der Stimmen erstmals in ein Landesparlament ein.[4]

Bisherige Landesvorsitzende:

Andreas Janson (2007–2008), Andreas Baum (2008–2011), Gerhard Anger (2011–2012), Hartmut Semken (2012), Christiane Schinkel (2012), Gerhard Anger (2012–2014), Christopher Lauer (2014), Bruno Kramm (November 2014)

Programmatik

Eines der Hauptanliegen der Piratenpartei auf Länderebene ist die Transparenz von Politik und öffentlicher Verwaltung. Die Sitzungen der Fraktion im Abgeordnetenhaus werden entsprechend live im Internet gestreamt und zum Download bereitgestellt.

Die Berliner Piratenpartei befürwortet des Weiteren die Förderung alternativer Wohnprojekte und Kultureinrichtungen sowie den Erhalt innerstädtischer Freiflächen und wendet sich dabei gegen die sogenannte „Berliner Linie der Vernunft“.[5] Die Partei spricht sich für einen fahrscheinlosen Nahverkehr in der Hauptstadt aus.[6] Der Volksentscheid über die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben wird von den Piraten unterstützt. Für Berliner Schulen fordert die Partei ein den Ethik-Unterricht ergänzendes Modul zum Erlernen von Drogenmündigkeit.[7] Die Begrenzung des Wahlalters bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin möchte die Partei abschaffen. Auch dem Tierschutz sind drei Kapitel im Grundsatzprogramm gewidmet.[8]

Abgeordnete im Abgeordnetenhaus

Im Abgeordnetenhaus traten alle 15 gewählten Piraten (vierzehn Männer und eine Frau) ihr Mandat an. Die Partei hat mit 6,6 Prozent den niedrigsten Frauenanteil der im Abgeordnetenhaus vertretenen Fraktionen.

Aufgrund von Doppelkandidaturen konnten drei Sitze in der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg nicht besetzt werden. Das hatte zur Folge, dass die Partei einen Stadtratsposten nicht einnehmen konnte, der ihr dort gemäß der Sitzverteilung zugestanden hätte.[9][10]

In den Jahren 2014 und 2015 traten die Abgeordneten Baum, Delius, Herberg, Höfinghoff, Lauer, Mayer und Weiß aus der Piratenpartei aus, blieben jedoch Mitglieder der Piratenfraktion.[12] [13] [14]

Abgeordnete in Bezirksverordnetenversammlungen

Die Piratenpartei war bis Februar 2014 in allen zwölf Bezirksverordnetenversammlungen vertreten. In fünf BVV konnte die Partei die ihr zustehenden Sitze nicht vollständig besetzen, weil nicht genügend Kandidaten auf den Bezirkswahlvorschlägen standen. Die folgende Tabelle listet die Anzahl der Mandate pro Bezirk, in Klammern die Anzahl der nicht besetzten Sitze:

Charlottenburg-Wilmersdorf Charlottenburg-Wilmersdorf Friedrichshain-Kreuzberg Friedrichshain-
Kreuzberg
Lichtenberg 
Lichtenberg
Marzahn-Hellersdorf Marzahn-
Hellersdorf
Mitte 
Mitte
Neukölln 
Neukölln
Pankow 
Pankow
Reinickendorf 
Reinickendorf
[15]
Spandau 
Spandau
Steglitz-Zehlendorf 
Steglitz-
Zehlendorf
Tempelhof-Schöneberg 
Tempelhof-
Schöneberg
Treptow-Köpenick 
Treptow-
Köpenick
4 5 (+4) 5 4 (+1) 4 (+2) 4 6 0 (ehemals 4) 3 (+1) 3 4 4 (+1)

Weblinks

 Commons: Piratenpartei Berlin  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Piraten-Haushalt - Mitgliederstatistik , abgerufen am 26. April 2016
  2. Crewkonzept , Piratenpartei Deutschland, Landesverband Berlin
  3. Informationen über LiquidDemocracy im Wiki der Piratenpartei
  4. Berliner Wahlen 2011 – Ergebnisse nach Regionen – Zweitstimmen – Ergebnistabelle. Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 19. September 2011.
  5. Stadtentwicklung im Wahlprogramm 2011 der Piratenpartei Berlin
  6. Verkehr im Wahlprogramm 2011 der Piratenpartei Berlin
  7. Suchtpolitik im Wahlprogramm 2011 der Piratenpartei Berlin
  8. Tierschutz im Grundsatzprogramm der Piratenpartei Berlin
  9. Ein Stadtrat für Piraten und Linke. In: Berliner Zeitung, 21. September 2011.
  10. Im Netz der Piraten. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25. September 2011
  11. 11,0 11,1 11,2 morgenpost.de
  12. http://www.tagesspiegel.de/berlin/mitgliederschwund-bei-piratenpartei-in-berlin-dritter-pirat-im-parlament-tritt-aus-der-partei-aus/10745210.html Sabine Beikler im Tagesspiegel: Mitgliederschwund bei Piratenpartei in Berlin. Dritter Pirat im Parlament tritt aus der Partei aus. 24. September 2014. Abgerufen am 15. Dezember 2015 (Weiß)
  13. http://www.tagesspiegel.de/berlin/parteiaustritte-in-berlin-piraten-verlassen-ihr-schiff/12404136.html Klaus Kurpjuweit im Tagesspiegel: Parteiaustritte in Berlin. Piraten verlassen ihr Schiff. 4. Oktober 2015. Abgerufen am 15. Dezember 2015. (Baum, Mayer, Höffinghoff, Lauer)
  14. http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/prominenter-parteiaustritt-bei-den-piraten-ich-hatte-einfach-die-faxen-dicke/12723430.html DPA-Meldung in Handelsblatt: Prominenter Parteiaustritt bei den Piraten. „Ich hatte einfach die Faxen dicke“. 14. Dezember 2015. Abgerufen am 15. Dezember 2015 (Delius)
  15. Vier BVV-Mitglieder ausgetreten: Piratenfraktion in Reinickendorf löst sich auf. rbb-online.de, 14. Februar 2014

Kategorien: Partei in Berlin | Landesverband der PIRATEN | Gegründet 2006

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Piratenpartei Berlin (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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