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Pik Lenin


Pik Lenin
Höhe 7134 m
Lage Grenze Tadschikistan/Kirgisistan
Gebirge Transalaigebirge (Pamir)
Dominanz 86,79 km → Pik Ismoil Somoni
Schartenhöhe 2790 m ↓ (4344 m)
 
Erstbesteigung 25. September 1928 durch Karl Wien, Eugen Allwein und Erwin Schneider
Normalweg Hochtour
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Der Pik Lenin (russisch Пик Ленина, Pik Lenina; kirgisisch Ленин Чокусу , Lenin Čokusu; tadschikisch bis 2006 Қуллаи Ленин, Qullai Lenin, ursprünglich „Mount Kaufmann“, „Pik Kaufmann“ oder „Kaufmann-Spitze“) ist der höchste Berg der Transalai-Kette im nördlichen Teil des Pamir (Zentralasien).

Mit 7134 m ist er hinter dem Pik Ismoil Somoni (früher: „Pik Stalin“ oder „Pik Kommunismus“, 7495 m ) der zweithöchste Gipfel des Pamir. Zählt man auch die in der VR China liegenden Massive des Kongur und Muztagata zum Pamir hinzu, was umstritten ist, so ist er der viert- oder fünfthöchste Berg des Pamir.

Am 3. Juli 2006 gab die tadschikische Regierung laut russischen Medien bekannt, dass der Pik Lenin jetzt als Pik Unabhängigkeit (tadschikisch Қуллаи Истиқлол, Qullai Istiqlol) bezeichnet wird. Laut der Webseite des tadschikischen Präsidenten trägt er seit dem 4. Juli 2006 den Namen Pik Abuali ibni Sino (tadschikisch Қуллаи Абӯалӣ ибни Сино, Qullai Abualij ibni Sino; tadschikische Schreibweise des persischen Philosophen Avicenna)[1] und der Name Pik Unabhängigkeit bezeichnet den gut 100 km entfernten, niedrigeren Berg Pik Revolution.

Geschichte

Der Berg wurde 1871 durch den russischen Forscher Alexei Pawlowitsch Fedtschenko „entdeckt“ und nach dem damaligen russischen Generalgouverneur von Turkestan Konstantin Petrowitsch (von) Kaufmann (russisch Kaufman) Pik Kaufmann (Pik Kaufmana) benannt.

Am 25. September 1928 gelang es im Rahmen der deutsch-sowjetischen Alai-Pamir-Expedition, unter der Leitung von Willi Rickmer Rickmers, Nikolai Gorbunow und Nikolai Krylenko, den Gipfel des Pik Lenin erstmals zu erreichen. Sie lösten damit den von Alexander Mitchell Kellas und zwei Sherpas 17 Jahre zuvor mit der Besteigung des Pauhunri aufgestellten Gipfelrekord ab. Von Kusgun Tokai über Altin Masar ging es durch das Sauk-Sai-Tal in zunächst östlicher, dann nördlicher Richtung über den Sauk-Sai-Gletscher. Nach vier Tagen errichteten Karl Wien, Eugen Allwein und Erwin Schneider (7000er-Schneider) ihr letztes Hochlager auf 5700 Metern Höhe, kamen aber im ersten Versuch nur auf einen Nebengipfel (genannt Eckpfeiler) in 6100 Metern Höhe. Am 25. September schließlich fanden sie die richtige Route und erreichten über eine etwa 55° geneigte Eiswand und den Ostgrat nach etwa sieben Stunden Aufstieg den Gipfel.[2]

Im selben Jahr wurde der Berg nach dem Führer der Oktoberrevolution Wladimir Iljitsch Lenin in Pik Lenin umbenannt.

Es existieren 16 Routen auf den Gipfel, neun über die Südseite und sieben über die Nordseite. Da einige Routen technisch nicht kompliziert sind, ist der Berg sehr beliebt und im Sommer gut besucht.

1974 verunglückte ein Team von acht Bergsteigerinnen in einem Sturm. 1990 wurden 43 Alpinisten durch eine Lawine infolge eines Erdbebens in Lager II verschüttet, darunter vier Deutsche.

Der Berg ist einer der fünf auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR liegenden Siebentausender-Gipfel. Der Schneeleopard-Orden wird an die Bergsteiger verliehen, die alle fünf Gipfel bezwungen haben.

Nebengipfel

Ein Berggrat führt vom Pik Lenin zum 3 km südsüdöstlich gelegenen 6842 m hohen Pik Marschall Schukow (). Der 6495 m hohe Marschall-Schukow-Pass trennt die beiden Gipfel.[3] Die Erstbesteigung des Pik Marschall Schukow fand 1958 durch Kirill Kusmin statt.[4] Der Gipfel wurde nach dem sowjetischen Marschall Georgi Konstantinowitsch Schukow (1896–1974) benannt.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.president.tj/qaror04_297htm.htm
  2. Erwin Schneider: Pik Lenin 7130m 25. September 1928, in: XXV. Jahresbericht des Akademischen Alpen-Vereins Berlin 1927/28, Berlin 1928, S. 35 ff.
  3. 3,0 3,1 Pik Marshal Zhukov bei Peakware (englisch)
  4. Yevgeniy Gippenreiter, Vladimir Shataev: Six and Seventhousanders of the Tien Shan and the Pamirs (PDF 4,6 MB) Alpine Journal, 1996, 122–130.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pik Lenin (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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