Pieter Bakker Schut - LinkFang.de





Pieter Bakker Schut


Pieter Herman Bakker Schut (* 31. März 1941 in Haarlem; † 13. Oktober 2007 in Amsterdam) war ein niederländischer Rechtsanwalt.[1]

Schut wurde vor allem als Strafverteidiger von Mitgliedern der Roten Armee Fraktion bekannt. Er vertrat u. a. Ronald Augustin. Über diese Zeit legte er ein umfassendes, in der Linken der 1990er viel diskutiertes Buch und eine Dokumentensammlung vor. Der Spiegel schrieb über seine Strafverteidigung für Knut Folkerts:[2]

„Bakker Schuts Strafverteidigung gipfelte in einem breiten Geschichtsabriß der Befreiungskämpfe von Mao bis zu Guinea-Bissau - und, natürlich, was das alles für die bundesdeutsche Wirklichkeit zu bedeuten habe. Der Rechtsanwalt, bewährt in zahlreichen Kampagnen gegen "Isolationsfolter" und "Vernichtungshaft" in der Bundesrepublik, ließ anderthalb Stunden lang die RAF-Gespenster los, sprach von Stammheim und Prinzing, von Mogadischu und Croissant. Von Knut Folkerts sprach er auch mal -- nach etwa 75 Minuten, und eher beiläufig. "Die einzige Frage" sei die, so Bakker Schut, "wieweit die ihm zur Last gelegten Fakten Handlungen nach Kriegsrecht beinhalten.“

Zu den Selbstmorden von RAF-Terroristen ist mit seinem Namen die Verschwörungstheorie der Ermordung der Häftlinge durch den deutschen Staat verbunden: „de lange arm van het Bundeskriminalamt“.[3]

Er promovierte 1986 über den Stammheim-Prozess. Er habilitierte über dieses Thema 1997.[1] Ab 1995 vertrat er die niederländische Scientology-Kritikerin Karin Spaink [4] in einem Verfahren, das bis zum Sieg durch alle Instanzen zehn Jahre lang andauerte. [5]

Nach seinem Tod erschienen Nachrufe auf sein Leben in fast allen niederländischen Zeitschriften Trouw[6], Vrij Nederland[7], De Telegraaf[8], Reformatorisch Dagblad[9], Nederlands Dagblad[10], Elsevier[11], De Volkskrant[12] sowie Nieuws.nl[13].

Schriften

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Pieter Bakker Schut: 20 Jahre Stammheim – Die notwendige Korrektur der herrschenden Meinung. Pahl-Rugenstein, Bonn 1997
  2. Der Spiegel. Abgerufen am 11. September 2014.
  3. Der Spiegel 51/1977. Abgerufen am 11. September 2014.
  4. Court of Appeal Judgment – Scientology/Karin Spaink & Internet Providers
  5. Final Victory! XS4ALL and Spaink win Scientology battle
  6. Nachruf in Trouw
  7. Nachruf in Vrij Nederland
  8. Nachruf in De Telefraaf
  9. Nachruf in Reformatorisch Dagblad
  10. Nachruf in Nederlands Dagblad
  11. Nachruf in Elsevier
  12. Nachruf in De Volkskrant
  13. Nachruf in Nieuws.nl


Kategorien: Rote Armee Fraktion | Rechtsanwalt (Niederlande) | Gestorben 2007 | Geboren 1941 | Rechtsanwalt (Deutschland) | Niederländer | Mann | Politische Literatur | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Niederländisch)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pieter Bakker Schut (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.