Pico (Insel) - LinkFang.de





Pico (Insel)


Pico
Pico von Horta auf Faial aus gesehen
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Azoren
Länge 42 km
Breite 15 km
Fläche 447 km²
Höchste Erhebung Ponta do Pico
2351 m
Einwohner 14.148 (2011)
32 Einw./km²
Hauptort Madalena
Das Hochland von Pico im Oktober

Pico (deutsch „Gipfel“) ist die zweitgrößte Insel der Azoren. Sie wurde nach dem gleichnamigen 2.351 m hohen Vulkan Ponta do Pico benannt, dem auf der Insel gelegenen höchsten Berg Portugals. Die Insel Pico ist 42 km lang und 15 km breit, die Oberfläche beträgt 447 km². Östlich des Pico erstreckt sich eine Hochebene mit kleineren Vulkankegeln und -kratern, auf der größere Rinderherden gehalten werden. Auf Pico leben etwa 14.000 Menschen.

Geografie

Die Insel liegt auf 28° 20′ westlicher Länge und 38° 30′ nördlicher Breite und ist durch den Canal do Faial von der sechs Kilometer entfernten Insel Faial getrennt. Neben dem Fährhafen Madalena, direkt gegenüber der Insel Faial im Westen gelegen, sind Lajes do Pico im Süden als ehemaliger Walfangstützpunkt, und im Norden die Stadt und der Hafen von São Roque von Bedeutung.

Geschichte

Pico ist mit einem Alter von etwa 250.000 Jahren[1] die jüngste Azoreninsel.

Die Portugiesen nahmen die Insel 1439 in Besitz. Ab 1460 kamen erste Siedler auf die Insel. Sie lebten vom Anbau von Getreide und Yams sowie von der Viehzucht. Später kam der Weinbau hinzu. Ausbrüche des Pico 1562 und 1718 führten zur teilweisen Auswanderung der Bevölkerung. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Weinbau durch den Mehltau stark beeinträchtigt. Dafür blühte der Walfang auf und stellte für ein Jahrhundert eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung dar. 1980 war Pico von einem schweren Erdbeben bei Terceira betroffen. 1981 wurde der Flughafen Pico in Betrieb genommen.

Verwaltung

Pico ist nach São Miguel die zweitgrößte Insel des Azoren-Archipels. Sie gehört zur Autonomen Region der Azoren und ist damit Teil des Staatsgebietes Portugals.

Die Insel ist in drei Concelhos (port. Kreise) aufgeteilt, die ihrerseits in 17 Freguesia (port. Gemeinden) gegliedert sind:

Sport

Der 1951 gegründete Fußballverein Vitória Futebol Clube do Pico trägt seine Heimspiele im 2.000 Zuschauer fassenden Stadion Campo do Vitória Futebol Clube in der Kleinstadt (Vila) von São Roque do Pico aus. Der Klub spielt auf Verbandsebene des Fußballverbands Horta. Dort spielt auch der seit 1988 bestehende Prainha Futebol Clube. Er stammt aus der Gemeinde Prainha und empfängt seine Gäste im 1.000 Zuschauer fassenden, städtischen Stadion Campo Municipal de São Roque. (Stand 2014).[2]

Die Inline-Speedskating-Europameisterschaften 1989 fanden auf der Insel statt.

Spezialitäten der Insel

Der spezielle Rebanbau wurde 2004 durch die UNESCO zum Welterbe erklärt. Der Wein der Insel wurde im 19. Jahrhundert bis an den Zarenhof nach Sankt Petersburg exportiert. In zahllosen kleinen Adegas wird bis heute nicht nur der Wein, sondern auch der selbstgebrannte Aguardente angeboten. Die Bekannt ist auch der auf der Insel hergestellte Käse namens Queijo do Pico.

Wale

Der berufsmäßige Walfang, den die Inselbewohner in kleinen mit 10 bis 20 Ruderern besetzten Booten betrieben, wurde 1984 aufgegeben, 1987 wurde der letzte Wal gefangen. Heute gibt es auf Pico zwei Walfangmuseen. Eines liegt in Lajes do Pico, das andere, eine restaurierte „Walfabrik“, in São Roque.

Pico ist ein Zentrum für Walbeobachter in Europa. Seit 1985 hat sich auf Pico ein ausgedehntes Gewerbe für sanfte Walbeobachtung entwickelt. Von Lajes und Madalena aus starten Schlauchboote, um die Meeressäuger zu beobachten. In Madalena hat man sich auf Ausfahrten spezialisiert, um mit wildlebenden Delphinen zu schnorcheln.

Weblinks

 Commons: Pico  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. N. A. Dias, L. Matias, N. Lourenço, J. Madeira, F. Carrilho, J. L. Gaspar: Crustal seismic velocity structure near Faial and Pico Islands (AZORES), from local earthquake tomography (PDF; 3,35 MB). In: Tectonophysics 445, 2007, S. 301–317 (englisch)
  2. Profil des Vitória FC do Pico auf www.fussballzz.de, abgerufen am 24. Januar 2015

Kategorien: Insel (Portugal) | Insel ohne Kontinentalbezug | Insel der Azoren | Pico (Insel) | Insel (Atlantischer Ozean)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pico (Insel) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.