Philipp Wilhelm von Innhausen und Knyphausen - LinkFang.de





Philipp Wilhelm von Innhausen und Knyphausen


Freiherr Philipp Wilhelm von Innhausen und Knyphausen (* 20. März 1591 auf Schloss Lütetsburg bei Norden; † 5. Mai 1652) war ein ostfriesischer Adliger.

Innhausen stammt aus dem ostfriesischen Häuptlingsgeschlecht der Innhausen und Knyphausen. Seine Eltern waren der gräfliche Rat Ico von Innhausen und Knyphausen (* 12. Juli 1555; † 1. Dezember 1604) und Anna Maria Oriana von Elter-Vogelsang-Bastnach (1555–1600).

Innhausen erbte 1609 die Herrschaften Innhausen und Knyphausen in der Nähe des heutigen Wilhelmshaven. Letztere beanspruchte aber auch Graf Anton Günther von Oldenburg. Dieser Erbschaftsstreit eskalierte, als Graf Anton Günther begann, beim Kaiser gegen Innhausen zu intrigieren. 1623 verleumdete der Graf ohne jegliche Grundlage Innhausen mit der Behauptung, dieser würde gegen den Kaiser opponieren.

Am 4. Juli 1612 heiratete Innhausen Catharina von Wersabe, eine Tochter von Ortgies von Wersabe.

Daraufhin gestattete der Kaiser Graf Anton Günther, sofort Innhausens Erbe zu besetzen. 1624 wurde Innhausen mit kaiserlicher Einwilligung gezwungen, gegen eine jährliche Rentenzahlung auf sein Erbe zu verzichten. Gegen den Willen seiner Familie bestätigte Innhausen 1648 diesen Vertrag. Sie erhielt die Rente von den verschiedenen Landesregierungen Oldenburgs, zuletzt vom Land Niedersachsen, bis 1964, als die Zahlungen auf Grund eines Ablösevertrages beendet wurden.

Innhausen lebte ab 1623 im Exil in Bremen; später dann abwechselnd in Stade, Hamburg und Altona. Er übte ab dieser Zeit keinerlei militärisches oder politisches Amt mehr aus.

Innhausens erste Ehefrau starb am 14. August 1631. Nach dem traditionellen Trauerjahr heiratete er am 3. September 1632 Anna Elisabeth, die Witwe des Freiherrn Johann Bernhard von Kunowitz.

Im Mai 1634 nahm Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen Innhausen in die Fruchtbringende Gesellschaft auf. Er verlieh diesem den Gesellschaftsnamen der Verliebte und die Devise nicht weiter. Als Emblem wurde ihm die Liebesäpfel (Lycopersicon lycopersicum L. Karst ex Farw.) zugedacht. Im Köthener Gesellschaftsbuch findet sich Innhausens Eintrag unter der Nr. 241. Dort ist auch das Reimgesetz vermerkt, welches Innhausen anlässlich seiner Aufnahme verfasste:

Wie der Liebesäpffel frucht ist schön vnd Zugenießen
Gar wenig, Alß auch Zur liebe man gefließen
Zwart alle Zeit sol sein, doch weiter gehen nit
Als seine pflicht der eh in allem bringet mit
Verliebt der nahme mir derhalben ist gegeben
Dardurch Zu deuten ahn, wie eines Mannes leben
Jm er fruchtbringend sey in seinem hauß allein.

Innhausens zweite Ehefrau starb am 22. Januar 1642. Dieses Mal wurde das Trauerjahr fast ungebührlich verkürzt, denn am 25. August desselben Jahr heiratete er in dritter Ehe Magdalena, die Witwe des Freiherrn Bernhard Moritz von Oeynhausen und Tochter von Johann VII. von Nassau-Siegen.

Am 5. Mai 1652 starb Freiherr Philipp Wilhelm von Innhausen und Knyphausen im Alter von 61 Jahren.

Sein Geburtsort, Schloss Lütetsburg, wird noch heute von der Familie des Grafen von Inn- und Knyphausen bewohnt. Der fürstliche Stamm (Fürst seit 1900) ist erloschen.

Literatur

  • (1767): Deutlicher und respective actenmässiger Beweis, I) daß das, zwischen dem weyland Herrn Grafen Anthon Gunther von Oldenburg und Delmenhorst eines und dem weyl. Freyherr Philipp Wilhelm zu Innhausen und Knyphausen am andern Theile, am 7ten May 1624 beglichenes, auf die Herrlichkeiten Innhausen und Knyphausen haftende erbliche Surrogat-Capital jährlich 3000 Rthlr. Species …: ad causam gedachtes Freyherrn Haro Caspar von Knyphausen & Consorten contra den Herrn Grafen von Bentink, als dermaligen Possessorem derer Herrlichkeiten Innhausen und Knyphausen, itzo auch ermeldtem Freyherrn Carl Philipp zu Innhausen und Knyphausen-Lütetsburg &c. &c.; mit Beylagen sub lit. A. B. C. D. E.
    Provenienz: Universitätsbibliothek München [1] , 30 Seiten


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp Wilhelm von Innhausen und Knyphausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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