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Pfaffroda


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Pfaffroda in Sachsen; zu Pfaffroda Ortsteil von Schönberg siehe Schönberg (Sachsen). Siehe auch Pfaffenrot, Pfaffenrod, Pfafferott bzw. Pfafferode.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: ErzgebirgskreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 540 m ü. NHN
Fläche: 55,13 km²
Einwohner: 2471 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09526
Vorwahl: 037360
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 470
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Freiberger Str. 6
09526 Pfaffroda
Webpräsenz: www.pfaffroda.de
Bürgermeister: Steffen Günther (Parteilos)
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Pfaffroda ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen.

Gemeindegliederung

Neben Pfaffroda gehören die folgenden Ortsteile zur Gemeinde:

Geschichte

Zwischen dem 13. und 20. Jahrhundert

Anfang des 13. Jahrhunderts legten Pfaffen des Klosters Ossegg das Dorf Pfaffroda an. 1445 wurden Pfaffroda und Schönfeld erstmals als Besitz der Herrschaft von Schönberg auf Purschenstein urkundlich erwähnt. Papst Sixtus IV. stellte den Einwohnern für den Bau einer Kirche eigens einen Ablassbrief aus. Mit der Reformation 1539 wurde Pfaffroda selbstständige Parochie. Berghauptmann Caspar von Schönberg ließ 1575 bis 1578 das Schloss als Teil einer Riehe von Schutzbauten gegen Überfälle aus Böhmen errichten. Doch bereits ab 1651 erhielten böhmische Exulanten Siedlungsland. Es entstanden die Orte Ober-, Nieder- und Kleinneuschönberg, Eisenzeche und Hutha. Im Jahr 1715 erhielt die St.-Georg-Kirche eine Orgel aus der Werkstatt von Gottfried Silbermann.[2] Beim Durchzug der napoleonischen Truppen im August 1813 übernachtete Joachim Murat auf dem Schloss Pfaffroda. Der Ort erhielt 1854 eine Gemeindeschule, 1883 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr. 1912 wurde Pfaffroda an die zentrale Elektrizitätsversorgung angeschlossen. Der übliche Friedhof um die Kirche musste Anfang des 19. Jahrhunderts geschlossen werden, dafür ließ die Gemeinde bis 1919 eine kommunale Begräbnisstätte mit Friedhofskapelle anlagen. 1938 nahmen die Pfaffrodaer die erste elektrische Straßenbeleuchtung in Betrieb.

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 3.699
  • 1983 − 3.630
  • 1984 − 3.633
  • 1985 − 3.600
  • 1986 − 3.588
  • 1987 − 3.543
  • 1988 − 3.513

1989 bis 1995

  • 1989 − 3.437
  • 1990 − 3.397
  • 1991 − 3.326
  • 1992 − 3.263
  • 1993 − 3.285
  • 1994 − 3.286
  • 1995 − 3.306

1996 bis 2002

  • 1996 − 3.330
  • 1997 − 3.301
  • 1998 − 3.312
  • 1999 − 3.326
  • 2000 − 3.308
  • 2001 − 3.325
  • 2002 − 3.293

2003 bis 2012

  • 2003 − 3.240
  • 2004 − 3.169
  • 2005 − 3.056
  • 2006 − 3.018
  • 2007 − 2.960
  • 2009 − 2.862
  • 2012 − 2.648

ab 2013

  • 2013 − 2.572
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Eingemeindungen

Schönfeld wurde am 1. Juli 1950 in die Gemeinde Pfaffroda bei Sayda eingegliedert. Nach der Wende, am 1. Januar 1994 folgte Dittmannsdorf bei Sayda.[3] Dörnthal und Hallbach sind seit dem 1. Januar 1999 Ortsteile von Pfaffroda.[4]

Politik: Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 56,9 %
 %
40
30
20
10
0
24,2 %
21,6 %
22,8 %
31,5 %
BI DH
BI Pf
RBV
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderats folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Regionalbauernverband e.V. (RBV): 4 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • Bürgerinitiative Pfaffroda (BI Pf): 3 Sitze
  • Bürgerinitiative Dörnthal und Haselbach (BI DH): 2 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Das Schloss Pfaffroda ist erhalten, ein Teil des Gebäudes dient als Altenheim. Der Rest samt Schlossgarten kann von Touristen im Sommer besichtigt werden.

Naturdenkmäler

Im Bärenbachtal befindet sich die 1929 angelegte Ornamentpflanzung „ADvS 1929“.

Persönlichkeiten

Mit Pfaffroda verbunden

  • Hans Löscher (1881–1946), Reformpädagoge und Schriftsteller, wuchs in Pfaffroda auf.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Richard Steche: Pfaffroda. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 3. Heft: Amtshauptmannschaft Freiberg. C. C. Meinhold, Dresden 1884, S. 114.

Weblinks

 Commons: Pfaffroda  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Orgel von Gottfried Silbermann in der St.-Georg-Kirche Pfaffroda, auf silbermann.org, gesehen 23. Juni 2010
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Statistisches Bundesamt (Hrsg.)
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Kategorien: Pfaffroda | Ort im Erzgebirgskreis | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pfaffroda (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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