Pfäffikon ZH - LinkFang.de





Pfäffikon ZH


ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Pfäffikonf zu vermeiden.
Pfäffikon
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Pfäffikon
BFS-Nr.: 0177
Postleitzahl: 8330
UN/LOCODE: CH PFA
Koordinaten:
Höhe: 547 m ü. M.
Fläche: 19,54 km²
Einwohner: 11'439 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 585 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
18,8 % (31. Dezember 2015)[2]
Gemeindepräsident: Bruno Erni (parteilos)
Website: www.pfaeffikon.ch

Pfäffikon ZH

Karte

Pfäffikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen

Blasonierung

In Rot ein silberner Schrägbalken, belegt mit einem schreitenden roten Löwen

Geographie

Pfäffikon liegt im Zürcher Oberland am Nord- und Ostufer des nach ihm benannten Pfäffikersees. Nicht zu verwechseln mit Pfäffikon SZ am Zürichsee. Die Nachbargemeinden von Pfäffikon sind die Gemeinden Wetzikon, Bäretswil, Hittnau, Russikon, Fehraltorf, Bauma, Wildberg, Seegräben und Uster.

Zur Gemeinde Pfäffikon gehören die Aussenwachten Auslikon, Ober Balm, Unter Balm, Bussenhausen, Irgenhausen, Oberwil, Sulzberg, Hermatswil, Schür, Wallikon, Rick, Ravensbühl, Faichrüti und Rutschberg, bei denen es sich meist um aufgehobene Zivilgemeinden handelt.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1463 385
1634 786
1799 2271
1850 2896
1860 3066
1900 2986
1950 4784
1970 7586
1990 9182
2000 9592
2010 10602[3]
2011 10817[4]

Politik

Gemeinderat (Exekutive) (Stand Dezember 2014)

Mitglieder
Name Ressort Partei
Bruno Erni Gemeindepräsident, Behörden & Organisation, Kultur, Wirtschaft & Arbeit parteilos
Erika Walt 1. Vizepräsidentin, Finanzen, Liegenschaften parteilos
Stefan Gubler 2. Vizepräsident, Werke FDP
Pius Amstutz Gesundheit, Sicherheit, Sport & Freizeit, Bevölkerungsdienste CVP
Hanspeter Hugentobler Schule EVP
Karin Hügli Schweizer Soziales, Familie & Alter, Jugend & Integration EVP
Lukas Steudler Bau, Planung, Umwelt, Verkehr FDP
Hanspeter Thoma Gemeindeschreiber

Nationale Wahlen

Bei den Nationalratswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Pfäffikon: SVP 33.0 %, SP 17.6 %, FDP 12.8 %, EVP 8.6 %, glp 7.9 %, Grüne 6.9 %, BDP 4.7 %, CVP 3.2 %, EDU 3.0 %.[5]

Kirchen

Am 31. Dezember 2011 gehörten 44,2 Prozent der Bevölkerung zur evangelisch-reformierten Kirche und 23,7 Prozent zur römisch-katholischen Kirche.[6]

Im Mittelalter wurde erstmals eine Kirche in Pfäffikon am 11. August 811 urkundlich erwähnt. Damals wurden in der Vorhalle der Benignuskirche umfangreiche Schenkungen zugunsten des Klosters St. Gallen notiert. Am 16. Mai 960 kam die Kirche Pfäffikon durch Kaiser Otto den Grossen an das Kloster Disentis. Im 13. Jahrhundert wurde Kirche und Hof an das Kloster St. Gallen abgetreten. 1275 war Hugo von Breitenlandenberg Verwalter dieser Güter.[7] 1488 wurde eine Pfarrkirche mit neuem Chor und Schiff gebaut.[8] Nach der Reformation in Zürich ab dem Jahr 1523 wurden auch in den zürcherischen Untertanengebieten die Reformation durchgeführt und die mittelalterliche Kirche fortan für den reformierten Gottesdienst verwendet. An die mittelalterliche Kirche wurde 1890 der heutige, 52 Meter hohe Kirchturm errichtet.

Die römisch-katholische Kirche St. Benignus wurde in den Jahren 1962 bis 1963 anstelle eines Vorgängerbaus aus dem Jahre 1925 errichtet. Das Patrozinium an den Hl. Benignus greift die Weihe der mittelalterlichen Kirche von Pfäffikon auf.[9]

In Pfäffikon gibt es zudem die Kirche Neuhof der Evangelischen Täufergemeinde[10] und die Chrischona-Gemeinde.[11]

Verkehr

Die Gemeinde ist seit dem 3. Mai 1876 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Effretikon–Hinwil durch die Eisenbahngesellschaft Effretikon–Pfäffikon–Hinwiel (EH) durch den Bahnhof Pfäffikon an das schweizerische Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Bahnhof Pfäffikon wird durch die S 3 AarauLenzburgDietikonZürich HBStadelhofenEffretikonWetzikon der S-Bahn Zürich im Halbstundentakt bedient.

Zusätzlich gibt es seit dem Fahrplanwechsel der SBB am 13 Dezember 2015, die S19 welche von Pfäffikon über EffretikonDietlikonWallisellenOerlikonZürich HBDietikonKoblenz verkehrt. Der Bahnhof Pfäffikon bis und mit Illnau werden jedoch nur in den Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt bedient. Dasselbe gilt auch von Dietikon bis Koblenz.

Auf dieser Bahnlinie geschah am 12. September 1982 eines der schwersten Eisenbahnunglücke der Schweiz: Ein Reisebus, in dem Mitglieder des Turn- und Sportvereins Schönaich (Deutschland) unterwegs waren, wurde auf dem Bahnübergang an der Kempttalstrasse am nördlichen Dorfrand von einem Regionalzug erfasst. Die Barrieren wurden damals noch von Hand bedient; aufgrund einer Verspätung des Zuges hatte die Barrierenwärterin den Bahnübergang irrtümlich bereits wieder freigegeben. Insgesamt starben 39 Passagiere des Busses.[12]

Es existieren folgende Buslinien, die durch die Postauto AG bedient werden:

Sehenswürdigkeiten

Kultur

Seit 2004 findet direkt am See das Reeds Reggae-Openair statt, welches über die Region hinaus viele Leute anzieht.

2007 wurde das Pfäffiker Kammerorchester «Amici dell’arte» durch den Dirigenten Marcel Blanchard gegründet.[13] Seither führt das Orchester drei klassische Konzerte pro Jahr durch.

Vom 20. bis 22. Mai 2011 fand das grosse Pfäffikerwält-Fest im Zentrum Pfäffikons statt. Die ganze Schule und über 50 Vereine feierten 1200 Jahre Pfäffikon und das alle zehn Jahre stattfindende Jugendfest.

Seit 2002 hat der Walti Bräm Verlag als einer der führenden Unterstufen-Lehrmittelverlage der Schweiz seinen Sitz in Pfäffikon.

Persönlichkeiten (Auswahl)

  • Alex Crisovan (1919–2012), Schachjournalist, -autor und -funktionär, wohnte und verstarb in Pfäffikon

Literatur

  • Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster. (= Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 66). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1978. ISBN 3-7643-0991-1. S. 3–13.

Weblinks

 Commons: Pfäffikon ZH  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  4. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  5. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/wahlen_2015/NRW_2015/resultate.html , zuletzt abgerufen am 7. Dezember 2015
  6. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  7. Bernhard A. Gubler: Geleitwort. In: Peter Jezler: Der spätgotische Kirchenbau in der Zürcher Landschaft. Die Geschichte eines "Baubooms" am Ende des Mittelalters. Buchverlag der Druckerei Wetzikon AG, Wetzikon 1988, ISBN 3-85981-150-9, S. 7.
  8. Peter Jezler: Der spätgotische Kirchenbau in der Zürcher Landschaft. Die Geschichte eines "Baubooms" am Ende des Mittelalters. Buchverlag der Druckerei Wetzikon AG, Wetzikon 1988, ISBN 3-85981-150-9, S. 129.
  9. http://www.benignus.ch/ (abgerufen am 29. Dezember 2014).
  10. http://www.kirche-neuhof.ch/ (abgerufen am 29. Februar 2012).
  11. http://www.chrischona-pfaeffikon.ch/ (abgerufen am 29. Februar 2012).
  12. Die Katastrophe verändert Schönaich. (Memento vom 14. August 2007 im Internet Archive) Stuttgarter Zeitung, vom 1.September 2007.
  13. adella.ch: Kammerorchester «Amici dell’arte» , Zugriff am 26. Januar 2010

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pfäffikon ZH (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.