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Peugeot


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Peugeot (Begriffsklärung) aufgeführt.
Peugeot
Peugeot_Logo_2010.svg
Rechtsform Teil von PSA Peugeot Citroën
Gründung 1810
Sitz Paris
Leitung Vincent Rambaud
Branche Automobile
Website www.peugeot.com

Peugeot [pøˈʒo] ist ein französischer Fahrzeughersteller und mit Beginn der Serienproduktion im Jahr 1891 die älteste noch existierende Automarke. Zusammen mit Citroën ist Peugeot Teil der PSA-Gruppe. Neben Kraftfahrzeugen stellt Peugeot auch Fahrräder, Heimwerkermaschinen, Mahlwerke für die Bauindustrie und Gewürzmühlen her. Die Motorradproduktion, heute Peugeot Motocycles, wurde schon 1926 in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert.

Das Peugeot-Stammwerk ist die 1912 eröffnete Fabrik in Sochaux. Weitere französische Standorte sind Mülhausen, Poissy und Rennes. Im Ausland ist Peugeot in Portugal (Mangualde), Spanien (Madrid und Vigo), der Slowakei (Trnava), Tschechien (Kolín) sowie Argentinien (El Palomar bei Buenos Aires und gemeinsam mit FIAT in Córdoba) tätig.

Das 1979 von Chrysler United Kingdom übernommene englische Werk Ryton-on-Dunsmore, wo Peugeot ab 1998 den Typ 206 baute, wurde Ende 2006 geschlossen und die Produktion des Nachfolgetyps 207 wurde in Trnava (Slowakei) weitergeführt.

Die deutsche Peugeot-Zentrale hatte von 1936 bis Ende 2012 ihren Sitz in Saarbrücken.[1] 1967 wurde die Peugeot Deutschland GmbH gegründet. Im Jahr 2013 wurde die Zentrale nach Köln verlegt und mit der Schwestermarke Citroën zusammengeführt.[2]

Seit Beginn der Produktion 1891 wurden weltweit über 50 Millionen Fahrzeuge hergestellt. Der 50-millionste Peugeot war ein 308 SW. Europaweit gehören Modelle von Peugeot zu den meistverkauften Pkw. Im Jahr 2007 wurden 1,786 Millionen Peugeot-Fahrzeuge verkauft, was einem Zuwachs von 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Jahre 2008 belief sich der weltweite Absatz auf 1,904 Millionen Fahrzeuge;[3][4] nach einem Absatz-Tief von 1.842.000 Fahrzeugen 2009 stieg die Zahl 2010 auf 2.142.000 Einheiten.[5] Im Jahr 2012 verkaufte Peugeot 1.700.000 Einheiten und im Folgejahr 1.552.700 Fahrzeuge.[6]

Firmengeschichte

Ursprünge

Die namensgebende Gründer-Familie Peugeot stammt aus der Umgebung von Montbéliard und ist von protestantischer Konfession. Da Montbéliard mit Umland als Grafschaft Montbéliard (dt.: Grafschaft Mömpelgard) von 1397 bis 1796 unter württembergischer Herrschaft stand, rechnen manche scherzhaft die Marke Peugeot zu den „schwäbischen Automarken“ (neben Daimler-Benz, Porsche, NSU).

Als Unternehmer traten die Peugeots erstmals Ende des 18. Jahrhunderts mit einer Ölmühle, Gerberei und Färberei in Hérimoncourt in Erscheinung. Hinzu kam später eine Spinnerei, eine zweite wurde in Audincourt am Doubs eröffnet.

1810, es gilt dies als Gründungsjahr von Peugeot,[7] bauten die Brüder Jean-Frédéric und Jean-Pierre Peugeot angesichts sich wandelnder wirtschaftlicher Gegebenheiten auf dem Gelände der Ölmühle in Herimoncourt eine Eisengießerei auf. Ab 1819 wurden dort Walzeisen, Sägeblätter, Uhrenfedern und Korsettstäbe aus Stahlbändern gefertigt. Weitere Fabriken für Werkzeuge und Eisenwaren wurden in Valentigney und ab 1857 in Beaulieu – jetzt Mandeure – eingerichtet.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Peugeot-Produktpalette, die auch mechanische Schermaschinen, Federn für Phonographen, landwirtschaftliche Geräte, Rasierklingen, Kaffeemühlen und Bügeleisen umfasste, aufgrund ihrer Qualität weit über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt. Bis heute produziert Peugeot neben Fahrzeugen übrigens immer noch Werkzeuge, Pfeffer- und Kaffeemühlen.

Als „offizielle Geburtsstunde des Löwen“ gilt der 20. November 1858. An diesem Tag wurde der Peugeot-Löwe (→ Abschnitt Logo) für die Erzeugnisse von Peugeot als Marke registriert.[8]

Die gute Ertragslage kam ab der Jahrhundertmitte auch der Belegschaft zugute. Bemerkenswert für jene Zeit sind soziale Einrichtungen wie Hilfskasse auf Gegenseitigkeit (1853), Gründung eines Arbeiterspitals (1870), Zehn-Stunden-Arbeitstag (1871) und Jahrespension für Werksangehörige (1876). Schließlich wurden auch Wohnungen für das Personal gebaut.

Im Jahre 1896 gründete Armand Peugeot das Unternehmen Société Anonyme des Automobiles Peugeot mit Firmensitzen in Audincourt und Lille.[8]

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts erkannte man bei Peugeot die Zeichen der Zeit und wandte sich verstärkt dem Fahrzeugbau zu, der bis heute den Schwerpunkt der Unternehmensaktivitäten bildet.

Da die Sägezähne der Peugeot-Sägeblatt-Produktion (ab 1819) an den Rachen eines Löwen erinnerten, wurde der Löwe zum Kennzeichen Peugeots. 1858 wurde der Löwe als Markenzeichen registriert, welcher von einem lokalen Goldschmied namens Justin Blazer entworfen wurde. Der Löwe als Logo versinnbildlicht dabei die drei Qualitäten der Sägeblätter: ihre Robustheit, die Elastizität der Klingen und den schnellen Schnitt. Ab 1906 zierte der Löwe die Kühlergrille. Bis 1958 wurde er als Kühlerfigur verwendet. Mit dem Modelljahr 1959 wurde diese abgeschafft, da sie für Fußgänger und Radfahrer eine potentielle Gefahr darstellte.[7]

Im Laufe der Jahre wurde das Logo mehrfach modifiziert. Auch die Haltung bzw. Stellung des Löwen auf den verschiedenen Logos variiert. Auf den Pfeffermühlen steht er auf vier Beinen, auf den Fahrrädern sitzt er aufrecht. Auf den Autos steht er aufrecht auf den Hinterläufen mit gehobenen Tatzen (wie abgebildet).[7] Diese drei Logos werden auch noch aktuell verwendet.

Ab 1948 und dem 203 wird als Logo das Wappen der Franche-Comté verwendet, als Zeichen der Verbundenheit mit der Stammregion des Unternehmens. Seitdem leiten sich alle Logo-Versionen der Peugeot-Autos von diesem Wappen ab.

Pfeffermühlen

Pfeffermühlen mit dem berühmten Peugeot-Mahlwerk sind ein bewährtes Peugeot-Produkt. Seit 1842 werden sie hergestellt und sind damit die ältesten Erzeugnisse des Konzerns.

Fahrradbau

Hauptartikel: Peugeot (Fahrräder)

1881 begann Peugeot mit der Fertigung von Fahrrädern, deren Bedeutung Armand Peugeot bei einem Aufenthalt in England erkannt hatte. Unter dem Namen „Le Français“ stellten die „Fils de Peugeot frères“ 1882 ein Hochrad vor.

1888 hatte sich Peugeot mit seinen Fahrradmodellen am Markt etabliert. Nun begann auch das Werk in Beaulieu (heute eingemeindet in Mandeure) bei Valentigney mit der Herstellung von Fahrrädern. Als Markenname wurde in Anlehnung an das Firmensymbol die Bezeichnung Lion (deutsch Löwe) gewählt.

Peugeot setzte im Fahrradsegment (nach alter Gewohnheit, aber auch aus genauer Marktbeobachtung) auf ein breites Produktangebot. In den damaligen Katalogen tauchen Tandems auf, sogar Vierer und Fünfer. 1899 wurde ein Vierrad mit zwei Sitzplätzen als „Bicyclette sans chaîne“ (Fahrrad ohne Kette) vorgestellt. Ein wartungsarmer Kardanantrieb übernahm die Kraftübertragung zum Hinterrad, eine Technik, die sich selbst bei Motorrädern erst Jahrzehnte später etablieren sollte.

Innovativ war auch ein Klapprad, das zur Diebstahlvorbeugung zusammengelegt mit in die Wohnung genommen werden konnte. Dessen Rahmenkonstruktion gestattete außerdem ein stufenloses Anpassen an verschiedene Körpergrößen. Dabei konnte sowohl der Achsabstand als auch die Distanz des Sattels von Pedalen und Lenker variiert werden. Zwei unabhängige Bremsen garantierten aktive Sicherheit, und ein Hufnagelauszieher sollte vor Reifenpannen schützen.

Im Jahr 1906 wurde bei Peugeot-Fahrrädern erstmals eine Zweigang-Nabenschaltung verbaut.

Automobilbau

1889 ließ Armand Peugeot das erste Kraftfahrzeug, das sogenannte Serpollet-Dreirad bauen; ein mit Dampf angetriebenes Fahrzeug, das man heute als „Prototyp“ bezeichnen würde. Erst mit dem Wechsel zu Typ 2 wurde der Wechsel auf Verbrennungsmotoren vollzogen, die allerdings von der Daimler-Motoren-Gesellschaft kamen. Im Jahr 1896 wurde in Wien ein Peugeot als erster in Serienproduktion erzeugter Ottomotorwagen zugelassen.[9] Das Jahr 1898 gilt als Beginn des Welterfolges der Marke. Bereits 1900 wurden 500 Fahrzeuge und 20.000 Fahrräder hergestellt.[8] Bis zum Jahr 1910 gab es noch zwei konkurrierende Peugeot-Marken: Automobiles Peugeot mit den Werken in Audincourt und Lille sowie Lion-Peugeot in Beaulieu (heute Ortsteil von Mandeure) bei Montbéliard. Beide Unternehmen schlossen sich dann zur Société des Automobiles et Cycles Peugeot zusammen.

Im Jahr 1912 wurde in Sochaux ein weiteres Werk gebaut. Ursprünglich wurden hier Lkw produziert. 1917 wurde in diesem Werk mit der Massenproduktion von Serienfahrzeugen begonnen.[8] 1925 wurde das Werk Sochaux zum Hauptsitz der Pkw-Produktion. Durch den Ersten Weltkrieg und die allgemeine Mobilmachung wurden viele Fabriken, so auch Peugeot, gezwungen, ihre Einrichtungen für Kriegszwecke einzusetzen, was dazu führte, dass keine neuen Projekte mehr durchgeführt wurden.

1929 wurde auf der Messe in Paris das Modell 201 vorgestellt. Dieses Modell, das bis 1936 insgesamt 140.000 mal produziert wurde, erwies sich als besonders erfolgreich, bescherte Peugeot eine bessere Finanzlage und trug wesentlich zum guten Ruf als Autohersteller bei. Der 201 war übrigens das erste Fahrzeug mit der später patentierten mittleren Null in der Modellbezeichnung, die bis heute erhalten geblieben ist. Ebenfalls im Jahr 1929 wurden der Dieselmotor und das Sonnendach für die Autos eingeführt.[8]

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau, indem man die technische Ausrüstung und maschinelle Anlagen neu strukturierte. Das neue Modell 203 wurde ab 1948 sofort zum Erfolgsmodell. 1955 wurde mit dem 403 der erste massenproduzierte Peugeot vorgestellt, der mit einem Dieselmotor erhältlich war. Der 403 ist der erste vom italienischen Designer Pininfarina gestaltete Peugeot.

Das im Jahr 1960 eingeführte Modell 404 war in ganz Europa wie auch im französischsprachigen Teil Afrikas ein großer Erfolg. Der 404 war vor allem als Taxifahrzeug in diesen Ländern sehr verbreitet. Die stetige Expansion von Peugeot führte 1965 dazu, dass die Holding Peugeot S.A. gegründet wurde, die die verschiedenen Gesellschaften der Firmengruppe kontrolliert. Im selben Jahr wurde das Werk in Mülhausen errichtet.

1974 wurde Peugeot Mehrheitsaktionär bei Citroën. Zwei Jahre später entstand durch die Fusion der beiden Unternehmen die PSA-Gruppe. Im Jahre 1978 kaufte PSA dann die europäischen Tochtergesellschaften von Chrysler mit den Marken Chrysler-Simca, Simca, Sunbeam und Matra-Simca auf. Da man den Namen Chrysler nicht länger benutzen durfte, wollte man der neuen Tochtergesellschaft zuerst wieder den Namen Simca zurückgeben, aber Marketing-Experten rieten davon ab, da die Marke zu sehr an Chrysler hafte. So verwendete man ab 1979 als Markennamen der neuen Tochter den von Talbot, ein kleiner Hersteller, der von Simca 1959 übernommen worden war.

Da sich die Übernahme von Talbot als sehr schwierig und kostspielig erwies, legte man 1980 den Vertrieb und die Verwaltung von Peugeot und Talbot zusammen. Bis zum Erscheinen des Peugeot 205 1983 schrieb der PSA-Konzern weiter rote Zahlen, die durch Streiks vor allem bei Talbot und Citröen begünstigt wurden. Mit Erscheinen des Peugeot 205 ging es bei Peugeot dann wieder bergauf, nur bei Talbot ging es weiter bergab und schließlich gab man dann die Marke 1986 ganz auf. Der bereits fertige Nachfolger des Talbot Horizon, ursprünglich geplant als Talbot Arizona, wurde dann 1985 außerplanmäßig als Peugeot 309 auf den Markt gebracht.

Motorradbau

Peugeot war nach Stückzahlen der bedeutendste französische Motorradhersteller.

Ab 1899 produzierte man motorisierte Zweiräder mit 1,5 PS starken Zedel-Motoren aus der Schweiz, die noch ohne Kupplung und Getriebe auskommen mussten. Ab 1902 baute Peugeot vollwertige Motorräder, anfänglich mit 2-PS-Motoren von Zedel, ab 1903 mit selbst entwickelten 2,5 bzw. 2,75 PS starken Viertaktmotoren mit 238 bzw. 333 cm³ Hubraum. Gegen Aufpreis war eine gefederte Vorderradgabel erhältlich. Ab 1905 waren bei Peugeot außerdem unterschiedlich starke Zweizylindermotoren im Angebot, die bei Hubräumen von 350 bis 1000 cm³ Leistungen von 2,75 bis 7 PS abgaben.

Noch vor dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich Peugeot zu einem in ganz Europa erfolgreichen Zulieferer von Einbaumotoren, auch für englische Motorradhersteller wie z. B. Norton. 1907 gewann Rem Fowler bei der ersten Tourist Trophy auf der Isle of Man in der Zweizylinderklasse auf einer mit Peugeot-Motor ausgerüsteten Norton. 1909 trat Peugeot zur Tourist Trophy mit eigenen Rennmaschinen an und errang in der Folge zahlreiche Siege bei großen europäischen und amerikanischen Rennen.

1913 machte Peugeot mit einem Zweizylinder-Rennmotor, der Peugeot 500 Sport, auf der Fernfahrt Paris–Nizza von sich reden, der bei einem Hubraum von 500 cm³ über zwei obenliegende Nockenwellen und vier Ventile pro Zylinder verfügte. Damit waren Geschwindigkeiten von über 120 km/h möglich, allerdings war das Triebwerk thermisch instabil, weshalb die Konstruktion nicht weiterentwickelt wurde.

Der Erste Weltkrieg brachte die zivile Motorradproduktion von Peugeot zum Erliegen. Gebaut wurden nun insbesondere Militärmaschinen mit seitengesteuertem Zweizylindermotor und 750 cm³ Hubraum. Nach dem Krieg knüpfte man an alte Traditionen an und wandte sich auch wieder dem prestigeträchtigen Rennsport zu. 1923 leisteten die Peugeot-Rennmaschinen mit einem von Ingenieur Lessman Antoinesco neu entwickelten Zweizylindermotor bei einem Hubraum von 500 cm³ bis zu 27 PS und erreichten Spitzengeschwindigkeiten von über 160 km/h.

Die 1920er Jahre waren daneben von der Produktion alltagstauglicher leichter Maschinen geprägt, die mit einem 250-cm³-Zweitaktmotor ausgestattet waren, der 3,5 PS leistete, ein Zweiganggetriebe und eine gefederte Vorderradgabel aufwies. Ein Kuriosum blieb das Cyclo-Moto, das über einen in der Vorderradnabe integrierten Motor verfügte.

1925 wurde erstmals ein 175-cm³–Zweitakt-Blockmotor vorgestellt, ein Triebwerk also, dessen Getriebe nicht mehr separat angebracht war, sondern in einem gemeinsamen Gehäuse mit dem eigentlichen Antrieb saß. Eingeführt wurde gleichzeitig ein Mittelständer, der zusammen mit Trapezvorderradgabel und Trommelbremsen das fortschrittliche Konzept abrundete.

1926 trennte sich bei Peugeot die Automobil- und die Motorradabteilung und der offizielle Renneinsatz wurde aufgegeben. Im gleichen Jahr wurde das Blockmotorkonzept auf die Viertakter übertragen, die damit ausgestatteten Maschinen begründeten die Typenreihe „P“, die bis in die 1950er Jahre fortgeführt werden sollte. Auf die Modelle P 101, 102, 103 und 104 folgten ab 1927 das kopfgesteuerte Spitzenmodell P 105 mit 350 cm³ und ihre seitengesteuerten kleinen Schwestermodelle P 107, 108, 109 und 110. Daneben wurden weiterhin anspruchslose Zweitakter mit bis zu 175 cm³ gebaut. Das Modell P 50 mit 98-cm³-Motor durfte ohne Führerschein gefahren waren.

1930 erlebte Peugeot mit der aus Kostengründen mit einer Gabel aus Pressstahl ausgerüstete P 111 ein Fiasko. Die Konstruktion war nicht verwindungssteif, sorgte für ein unsicheres Fahrverhalten und wurde rasch wieder fallengelassen. 1933 stellte Peugeot eine neue Generation von Blockmotoren vor, die über Hubräume von 350 bis 500 cm³ und seiten- bzw. kopfgesteuerte Ventile verfügten. Mit dem Spitzenmodell P 515 waren Geschwindigkeiten bis 140 km/h möglich.

Ab 1938 hatte Peugeot – wie viele andere Motorradhersteller auch – trotz auf vielfältige Kundenbedürfnisse abgestimmter Produktpalette mit Absatzproblemen zu kämpfen. Fortan – bis zum Ende der Motorradproduktion im Jahr 1959 – konzentrierte man sich auf die Herstellung relativ einfacher, für die Massenmotorisierung geeigneter Maschinen mit Hubräumen zwischen 98 und 175 cm³.

1939 wurde die P 53 vorgestellt, die über einen 100-cm³-Zweitaktmotor mit Dreigangschaltung verfügte und in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich war. Mit ihr legte man den Grundstein für eine bis Ende der 1950er Jahre gebaute Reihe unkomplizierter und zuverlässiger Zweiräder, die bei bescheidener Leistung die Anmutung vollwertiger Motorräder hatten und sich im Heimatland großer Beliebtheit erfreuten. Sie konnten allerdings auf dem deutschen Markt nie Fuß fassen, der auch in den unteren Hubraumklassen von starken Marken (Adler, DKW, NSU, Zündapp) beherrscht wurde.

Der Zweite Weltkrieg und die Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht unterbrachen die Entwicklung und Produktion ziviler Motorräder bei Peugeot.

Ende 1944 kündigte Peugeot die im Folgejahr anlaufende Produktion der P 54 an, eines verbesserten Nachfolgers der vor dem Krieg entwickelten P 53. Die P 54 verfügte weiterhin über einen 100-cm³-Zweitaktmotor mit 3-Gang-Schaltung, bot nun aber einen Gepäckträger, eine aufwendigere Sattelfederung und einen stärker an Motorräder erinnernden Tank. Das Vorderrad war nach wie vor über eine Trapezgabel gefedert, auf eine Hinterradfederung musste man weiter verzichten.

1946 erschien die P 55, deren Grundkonstruktion der P 54 entsprach, die jedoch mit einem 125-cm³-Zweitaktmotor ausgestattet war.

Aus der P 55 entstanden in den Jahren bis zum Ende der Motorradproduktion 1959 eine Vielzahl von Ausstattungs- und Leistungsvarianten. Die P 56 wies im Unterschied zur P 55 bei gleichem Hubraum eine Viergangschaltung auf, die P 155 verfügte über einen 150-cm³-Motor (mit Vierganggetriebe: P 156), die P 255 über ein Triebwerk mit 250 cm³ (mit Vierganggetriebe P 256) und die 1957 erschienene P 356 über einen 350-cm³-Motor mit zwei Zylindern und 4-Gang-Schaltung. Daneben gab es Versionen mit Teleskopgabel, Hinterradfederung, aufwendiger Verchromung, zusätzlichen Verkleidungsteilen und weiteren Besonderheiten. Die klassische Ausstrahlung der Ursprungskonstruktion P 55 ging dabei allerdings nach und nach verloren. Im Vergleich zu deutschen Konkurrenten fallen vor allem die frühen 125-cm³-Maschinen des Typs 55 durch besonders gelungene Proportionen und elegante Farbgebung (verschiedene Beige-, Grau- und Brauntöne, teils mit Mehrfarblackierung, teils mit Linierung) auf. Sie sind für den Sammler klassischer französischer Motorräder sicher die attraktivsten Nachkriegsmodelle aus dem Hause Peugeot.

Noch einmal gab es übrigens ein Sport-Motorrad im Nachkriegs-Programm von Peugeot, die 176 GS, die auf der 1951 erschienen 176 TC4 basierte. Dieses Modell schlug sich ausgezeichnet im Amateursport der Saison 1952, weshalb sich Peugeot zu einem Werkseinsatz beim Bol d’Or entschloss. André Bouin holte einen souveränen Klassensieg und Platz fünf im Gesamtklassement. Daher nennen Peugeot-Fans die Ende 1952 vorgestellte 176 GS stets nur „Bol d’Or“.

Das erfolgreichste von Peugeot produzierte Moped war die "BB", die in verschiedenen Modellvarianten von 1957 bis 1970 gebaut wurde. Der 50-cm³-Einzylindermotor leistete 1,35 kW (1,85 PS) und erbrachte eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 55 km/h.[10]

1959 wurde der Motorradbau bei Peugeot aufgegeben. Seither werden unter der traditionsreichen Marke nur noch Mofas und Roller hergestellt.

Motorsport

Peugeot engagiert sich vor allem im Rallye-Sport. Dort konnten beispielsweise der 205, 306, 307 und der 206 Erfolge feiern.

Schon in den 1960er Jahren gewann Peugeot mit dem 404 verschiedenste Rallyes, darunter mehrmals die „East African Safari“.[11][12] 1984, im Jahr der ersten Beteiligung an der Rallye-Weltmeisterschaft mit dem Peugeot 205 T16, demonstrierte der Finne Ari Vatanen auf Korsika das Potential mit seiner zeitweiligen Führung. Knapp drei Monate später gelang der erste Sieg einer Wertungsprüfung bei der 1000-Seen-Rallye in Finnland, nach dem weitere Erfolge bei den Rallyes Sardinien und Wales anstanden.

In den folgenden beiden Jahren dominierte Peugeot trotz sehr starker Gegner die Rallye-Weltmeisterschaft souverän. Die beiden Finnen Timo Salonen und Juha Kankkunen wurden in Folge auf Peugeot Weltmeister der Jahre 1985 und 1986, die Titel in der Marken-WM ging ebenfalls nach Paris. Damit wurde Audi vom Siegerpodest verdrängt.

Bei der RAC Rallye Ende 1985 wurde die zweite Auflage des Peugeot 205 T16 mit der Werksbezeichnung Evolution 2 präsentiert. Ihm wurde, um gegen die wachsende Konkurrenz durch Audi, Lancia und Ford die Nase vorn zu haben, ein ausgeklügeltes Flügelprogramm verpasst und der Turbo-Ladedruck auf 2,5 bar erhöht. Nun hatte man eine Leistung von 315 kW (430 PS) bei 7500/min erreicht.

Nach dem Verbot der Gruppe B Mitte der 1980er Jahre setzte Peugeot die Rallye-Erfahrungen nicht nur beim Bergrennen am Pikes Peak, sondern vor allem auch bei der Rallye Raid Dakar mit den beiden Modellen 205 und 405 weiter in Erfolge um. Auch hier konnte sich der Finne Ari Vatanen in die Annalen der Peugeot-Motorsportgeschichte eintragen. Peugeot gewann die Rallye Dakar in den Jahren 1987–1990. Im Jahr 2015 nahm Peugeot wieder an der Rallye Dakar teil.

Eine Rückkehr an die Spitze des Rallyesports erlebte Peugeot ab dem Jahr 1999 mit der Einführung des 206 WRC. Mit dem finnischen Fahrer Marcus Grönholm wurde 2000 und 2002 die Fahrer-WM gewonnen, von 2000 bis 2002 auch drei Mal in Folge der Titel für den besten Konstrukteur. Nachfolgemodell des 206 WRC war der Peugeot 307 WRC (auf Grundlage der Coupé-Cabriolet-Version), der bis einschließlich 2006 eingesetzt wurde; anschließend zog sich das Peugeot-Werksteam allerdings aus der Weltmeisterschaft zurück. In den Folgejahren trat Peugeot allerdings in untergeordneten Serien wie der Intercontinental Rally Challenge oder der Rallye-Europameisterschaft weiterhin an, wobei Rallyeversionen der Modelle 207 und 208 zum Einsatz kommen.

Ende der 1980er Jahre etablierte sich Peugeot auch mit dem 905 im Bereich der Sportwagenrennen. Hierbei wurden 1992 und 1993 die 24 Stunden von Le Mans gewonnen, sowie die Sportwagen-Weltmeisterschaft des Jahres 1992. Nachdem die FIA die Sportwagen-WM ab dem Jahr 1993 nicht mehr ausschrieb, zog sich Peugeot vorerst aus diesem Segment zurück. Jedoch stellte er dem französischen Rennteam von Gérard Welter und Henri Pescarolo weiterhin Motoren zur Verfügung, bis der Hersteller 2007 mit einem Le-Mans-Prototypen selbst nach Le Mans zurückkehrte. Der Dieselrennwagen Peugeot 908 HDi FAP verlor jedoch das Rennen 2007 und 2008 gegen die etablierte Mannschaft von Audi. So blieb dem Werk zunächst der Sieg in der Le Mans Series 2007. Am 14. Juni 2009 jedoch holte das Team Peugeot Sport Total einen Doppelsieg bei den 24 Stunden von Le Mans. In den beiden folgenden Jahren verlor Peugeot erneut gegen Audi, sicherte sich jedoch den Intercontinental Le Mans Cup mit acht Siegen in zehn Rennen. 2012 zog sich das Werksteam, trotz begonnener Saisonvorbereitungen, kurzfristig zurück. Als Grund wurde die schwierige wirtschaftliche Situation angeführt.[13]

Daneben gab es Einsätze im Tourenwagensport, die ebenfalls erfolgreich beendet werden konnten.

Von 1994 bis 2000 war Peugeot als Motorenlieferant für verschiedene Formel-1-Teams tätig. Jedoch blieben die Erfolge bei McLaren, Jordan und Prost aus und der französische Hersteller zog sich zurück. Ende 2000 wurden die Formel-1-Triebwerke an das Unternehmen Asiatech verkauft, das sie unter eigenem Namen, aber ohne technische Veränderungen 2001 bei Arrows und 2002 bei Minardi einsetzte.

Weniger bekannt ist, dass Fahrzeuge von Peugeot dreimal das Indianapolis 500 gewinnen konnten (1913, 1916 sowie 1919).

Automobile

Nomenklatur

Peugeot nummerierte bis in die 1930er Jahre alle seine Modelle einfach unter der Bezeichnung Type durch. Begonnen mit Type 1 bis etwa Type 192. Hervorzuheben ist der Peugeot Bébé (Type 69), der von 1905 bis 1912 in großen Stückzahlen gebaut wurde, da er der erste echte Kleinwagen von Peugeot war.

1929 begann Robert Peugeot, der Nachfolger von Armand Peugeot, mit dem Modell 201, die Fahrzeuge mit einem Nummerierungssystem mit einer Mittel-Null zu versehen. Zudem führte er den Dieselmotor und das Sonnendach ein. Die Zahlenfolge 201 entsprang zunächst dem Zufall. Diese Baureihe war das zweihundertste Projekt der Entwicklungsabteilung von Peugeot. Die Einfachheit und Klarheit des Nummerierungssystems führte dazu, dass man nach diesem Muster alle sechs Fahrzeugklassen bezeichnete. Die Null in der Mitte wurde damit typisch für Peugeot und ist auch markenrechtlich geschützt. Dies führte im Jahr 1963 dazu, dass Porsche im Namensstreit um den Porsche 901 unterlag und ihn daraufhin 911 genannt hat. Die Regelung der geschützten Null in Zahlenmitte gilt nur für vergleichbare Personenwagen anderer Marken; es gab Ausnahmen bei Sonderfahrzeugen von Bristol, BMW und Tatra.[14]

Seit 2004 werden für Sonder- und Nischenmodelle (wie z.B. für die Modelle 1007, 4007, 3008 und 5008) auch vierstellige Doppelnullnummern benutzt.

Seit Beginn der 1990er Jahre, namentlich mit dem Fertigungsbeginn des Peugeot Boxer 1994, bezeichnet der Hersteller seine Nutzfahrzeuge nicht mehr mit Buchstaben-Zahlen-Kombinationen wie J5. Sieht man von den auf Kleinlieferwagenbasis beruhenden Hochdachkombis Bipper und Partner bzw. Ranch ab, so ist das Sportcoupé Peugeot RCZ – vorgestellt 2009 und am Markt erhältlich seit Mai 2010 – der bislang einzige Peugeot-Pkw, der keine Nummern als Modellbezeichnung trägt.

2012 hat Peugeot angekündigt[15] in Zukunft die Standardmodelle nur noch auf „1“ bzw. „8“ enden zu lassen. So wird der Nachfolger der 308 wieder 308 heißen, bzw. der Nachfolger des 107 dann auch 108 heißen. Um Platz für die größer werdende Modellfamilie zu schaffen werden günstigere Modelle z.B. wie das Weltauto 301 hinten immer die „1“ tragen.

Pkw-Neuzulassungen in Deutschland

Jahr Einheiten Marktanteil
2014 054.096 1,8 %
2013 054.736 1,9 %
2012 071.435 2,30 %
2011 082.743 2,60 %
2010 084.242 2,89 %
2009 130.207 3,42 %
2008 094.676 3,06 %
2007 093.394 2,97 %
2006 111.151 3,21 %
2005 118.038 3,53 %
2004 121.914 3,73 %
2003 123.791 3,82 %

Quelle: Kraftfahrtbundesamt (KBA)

Zeitleisten

Zeitleiste der Peugeot-Modelle von 1889 bis 1944
Typ 1880er 1890er 1900er 1910er 1920er 1930er 1940er
9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4
Kleinwagen 1 2 3 / 4 5 / 6 / 7 / 8 21 / 24 / 30 / 31 37 54 57 69 „Bébé“ B P1/ B3/P1 „Bébé“[1] 161/172 „Quadrilette“ 190
26 / 27 / 28 48 126 201 202
Kompaktklasse 14 / 15 / 25 56 58 68 VA/VC/VY[1] V2C/V2Y[1] VD/VD2[1] 159 163 / 163 BS 301 302
33 / 36 63 99 108 118 125 173 / 177/ 181/ 183
Mittelklasse 9 / 10 / 11 / 12 16 / 17 / 19 / 32 49/50 65/67 77 78 88 127 143 153 153 B/BR 176 401 402
18 39 61 71 81 96 106 116 126 138 175
Obere Mittelklasse 23 42/43/44 62 72 82 92 104 112/117/ 122/130/134 139 145/146/148 174 / 184 601
66 76 83 93 135 156
Oberklasse 80 103 113 141 147/150
85 95 105
Cabrio/Spider 91 101/120 133 / 111/129/131 136 144
Kastenwagen 13 22 34/35
Kleinbus 20 / 29 107

[1] als „Lion-Peugeot“ vermarktet

Zeitleiste der Peugeot-Modelle von 1945 bis heute
Typ 40er 50er 60er 70er 80er 90er 2000er 2010er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6
Kleinstwagen JN Mini iOn
106 107 108
Kleinwagen 104 205 206
202 207 208
Kompaktklasse 204 301
203 304 305 306 307 308 I 308 II
Untere Mittelklasse 309 408 I 408 II
Mittelklasse 403 404 405 406 407
505 508
Obere Mittelklasse 504
604 605 607
Coupé RCZ
404 Coupé 504 Coupé 406 Coupé 407 Coupé
Minivan 1007
Crossover 2008
3008
SUV 4008
4007
Kompaktvan 5008
Van 806 807
Geländewagen P4
Kastenwagen 205 Multi / Fourgonnette
Bipper
Partner Partner
Transporter D3 D4 J7 J9 Expert Expert Expert
J5 Boxer Boxer
  • Auf Basis eines Mercedes-Benz
  • Lizenzproduktion eines Suzuki/JN Auto
  • Gemeinsam mit der Fiat-Gruppe – als Peugeot, Citroën, Fiat und Lancia von SEVEL Nord
  • Gemeinsam mit der Fiat-Gruppe – als Peugeot, Citroën, Fiat, Talbot und RAM von SEVEL Sud
  • Gemeinsam mit der Fiat-Gruppe – als Peugeot, Citroën und Fiat von Tofaş
  • Auf Basis eines Mitsubishi
  • Gemeinsam mit Toyota – als Peugeot, Citroën und Toyota von TPCA
  • Gemeinsam mit Toyota – als Peugeot, Citroën und Toyota von SEVEL Nord
  • Modellgeschichte

    Alle seit 1. Januar 2000 gebauten Modelle mit Ottomotor, mit Ausnahme der Modell 406 mit Motor 2,0 HPi, vertragen die Ethanol-Beimischung von 10 % (E10).[16]

    Bauzeit
    Produktion seit
    Baureihe Anmerkung Bild

    Aktuelle Modellpalette (Pkw)

    2014 108 Ein Kleinstwagen, der mit Toyota Aygo und Citroën C1 fast baugleich ist und in Tschechien gefertigt wird.
    2012 208 Im April 2012 löste der 208 als drei- und fünftüriges Schrägheckmodell nach knapp sechs Jahren bereits den 207 ab. Eine Cabriovariante des 208 wird noch folgen, eine Kombiversion soll es aber nicht mehr geben. Sie wird durch den Kompakt-SUV 2008 ersetzt.
    2013 2008 Im April 2013 wurde der Crossover-SUV 2008 eingeführt, der die Kombiversion des 207 ersetzt. Die Plattform beruht auf dem 208 und wird mit drei Benzin- sowie drei Dieselmotoren angeboten.
    2013 308 Der Nachfolger des im Sommer 2007 eingeführten Kompaktmodells behält erstmals in der Geschichte des Herstellers die Bezeichnung bei. Zu den Händlern kam die zweite Generation im September 2013 als Schräghecklimousine, die im Gegensatz zum Vorgänger nur noch fünftürig lieferbar ist.
    2014 308 SW Die Kombiversion des neuen 308 ist im Gegensatz zum Vorgänger wieder ein klassischer Kombi und wird nicht mehr als höherer SW angeboten. Der Marktstart erfolgte im Mai 2014.
    2009 3008 Der 3008 ist ein Crossover-Modell auf Basis des ersten 308 und nur als Fünfsitzer lieferbar. Obwohl auf derselben Plattform wie der 308 basierend, ist das Modell deutlich höher und etwas länger und breiter als dieser. Zu Beginn wurde er nur mit Frontantrieb angeboten, doch seit Frühjahr 2011 ist eine Allradversion mit Diesel-Hybridantrieb erhältlich. Im Herbst 2013 erfolgte ein Facelift mit modernisierten Motoren.
    2012 4008 Der im Juni 2012 eingeführte 4008 ist ein Kompakt-SUV, der sich die Plattform mit dem Mitsubishi ASX und seinem Konzernbruder Citroën C4 Aircross teilt.
    2011 508 Seit Anfang 2011 ersetzt der als Limousine und Kombi SW gebaute 508 das Mittelklassemodell 407. Er beerbt aber ebenso das bisherige Flaggschiff 607, von dem es derzeit keinen direkten Nachfolger mehr gibt. Als Benziner stehen zwei 1,6-l-Motoren mit 120 PS oder 156 PS mit Turbolader zur Verfügung. Die Turbo-Diesel-Motoren reichen von einem 1,6-l- mit 112 PS bis zu einem 2,2-l-Motor mit 204 PS. Im Frühjahr 2012 kam noch als 508 RXH ein Allrad-Fahrzeug als Diesel-Hybrid mit 200 PS und 99 g CO2-Ausstoß auf den Markt. Im Herbst 2014 wurde die Baureihe hauptsächlich optisch überarbeitet, während im Frühjahr 2015 eine geänderte Antriebspalette folgte.
    2009 5008 Der 5008 ist ein Kompaktvan auf Basis des Peugeot 308 sowie des Citroën C4 Picasso. Die Präsentation erfolgte auf der IAA 2009. Das Fahrzeug ist seit Ende Oktober 2009 verfügbar. Auf der IAA wurde im Herbst 2013 eine modifizierte Ausgabe vorgestellt.

    Neben diesen Fahrzeugen werden in einigen außereuropäischen Ländern auch seit vielen Jahren Fahrzeuge der Baureihen 405 und 505 verkauft.

    Bauzeit
    Produzierte Fahrzeuge
    Baureihe Anmerkung Bild

    Nutzfahrzeuge

    1941–1950 Peugeot DMA Kleintransporter, zwischen 1948 und 1950 als Peugeot Q3A angeboten.
    1946–1955 Peugeot D3 Kleintransporter, ähnlich dem „VW Transporter“
    1955–1965 Peugeot D4 Nachfolger des D3, Vorgänger des J 7
    1968–1980 Peugeot J7 Kleintransporter
    1980–1987 Peugeot J9 Kleintransporter
    1981–1994 Peugeot J5 Größerer Kleintransporter, der von Sevel gebaut wurde. Er teilt sich mit dem Citroën C25 und dem Fiat Ducato I die gleiche Bodengruppe.
    seit 1994 Peugeot Boxer Ein Kleintransporter mit vier verschiedenen Radständen und drei Dachhöhen. Es gibt ihn als Kasten, Kombi oder Fahrgestell mit oder ohne Führerhaus sowie diverse Sonderbauformen. Verwandte Modelle: Citroën Jumper und Fiat Ducato. Ein Modellwechsel erfolgte im Sommer 2006.
    seit 1995 Peugeot Expert Die Nutzfahrzeugvariante der Vans 806/807 mit bis zu neun Sitzplätzen und als Kastenwagen und Fahrgestell mit zwei Radständen. Der Expert ist zudem mit den Modellen Citroën Jumpy und Fiat Scudo nahezu identisch. Anfang 2007 kam die zweite Generation in den Handel.
    seit 1996 Peugeot Partner Ein Hochdachkombi, der baugleich mit dem Citroën Berlingo ist. Seit Ende 1996 war er als Lieferwagen oder Pkw im Programm. Seit Frühjahr 2008 ist die zweite Generation auf dem Markt.
    seit 2008 Peugeot Bipper Ein Kleintransporter, der sich mit dem Citroën Nemo und dem Fiat Fiorino die gleiche Plattform teilt. Es gibt ihn als Lieferwagen oder Pkw-Version (Tepee).
    Bauzeit
    Produzierte Fahrzeuge
    Baureihe Anmerkung Bild

    Sportwagen

    1989–1993 Peugeot 905 Sportwagen, gewann 1992 die Sportwagen-Weltmeisterschaft sowie 1992 und 1993 die 24 Stunden von Le Mans
    2007–2010 Peugeot 908 Sportwagen
    Bauzeit
    Produzierte Fahrzeuge
    Baureihe Anmerkung Bild

    Erste Pkw bis 1929 (alte Typ-Bezeichnung)

    1889
    1 Stück
    Typ 1 Serpollet-Dreirad; erstes Fahrzeug von Peugeot, als einziges mit Dampfantrieb
    1890/1891
    4 Stück
    Typ 2 V2 Zylinder, 565 cm³, 2 PS, Heckmotor, Kettenantrieb  
    1891–1893
    64 Stück
    Typ 3
    1893–1896
    18 Stück
    Typ 8 V2-Zylinder Panhard & Levassor (Lizenz Daimler), 1282 cm³, 3 PS
    1894–1896
    87 Stück
    Typ 9  
    1897–1901
    400 Stück
    Typ 15 Erster eigener Peugeot-Motor (vorher meist Motoren von Daimler)
    1900–1902
    49 Stück
    Typ 35  
    1901/1902
    111 Stück
    Typ 36 Erster Peugeot mit Frontmotor
    1902
    100 Stück
    Typ 39 Erster Peugeot mit 4-Zylinder-Motor  
    1902–1909
    131 Stück
    Typ 48  
    1903
    76 Stück
    Typ 43  
    1903
    58 Stück
    Typ 44  
    1903
    138 Stück
    Typ 50  
    1904
    235 Stück
    Typ 67  
    1905–1912
    400 Stück
    Typ 69 Bébé; erster echter Kleinwagen mit wassergekühltem 1-Zylinder-Motor
    1906
    4 Stück
    Typ 79
    1908/1909
    23 Stück
    Typ 105 Größter Peugeot-Motor: 11,2 Liter Hubraum, 6-Zylinder
    1908
    11 Stück
    Typ 120
    1909
    200 Stück
    Typ 111
    1909
    104 Stück
    Typ 117
    1910
    34 Stück
    Typ 122
    1910–1912
    1226 Stück
    Typ 127
    1910
    180 Stück
    Typ 129
    1910
    85 Stück
    Typ 130
    1910
    50 Stück
    Typ 131
    1910
    16 Stück
    Typ 134
    1912–1913
    300 Stück
    Typ 143 Erster 4-Zylinder-Motor mit 4 Ventilen pro Zylinder und 4 obenliegenden Nockenwellen
    1913/1914
    83 Stück
    Typ 148
    1913/1914
    201 Stück
    Typ 501 Nutzfahrzeugchassis
    1914
    49 Stück
    Typ 150
    1920
    9 Stück
    Typ 164
    1921/1922
    3500 Stück
    Typ 161 Quadrilette (Typ 161 / 161 E); Neupreis 1921 (jeweils ohne Steuern): Ohne Dach, Lampen und Reserverad 9.400 alte Französische Franc; mit Lampen, Dach und Reserverad 9.900 alte Französische Franc. Zum Vergleich: Das Durchschnittseinkommen eines Arbeiters zu dieser Zeit lag bei 540 alte Französische Franc.
    1922–1926
    42908 Stück
    Typ 172 Quadrilette (Typ 172: 8.705 Stück; Typ 172 BC: 7.084 Stück; Typ 172 BS/R/S: 27.119 Stück)
    1923–1928
    1018 Stück
    Typ 174 Mittelklassemodell zwischen den beiden Weltkriegen
    1927–1929
    2550 Stück
    Typ 1583 Nutzfahrzeugchassis
    1928–1932
    2998 Stück
    Typ 183 Mit Sechszylindermotor
    1929–1931
    33677 Stück
    Typ 190 Letzter Peugeot nach alten Typnummern, Vorgänger des Peugeot 201

    Pkw ab 1929 (neue Typ-Bezeichnung)

    1929–1933
    72.349 Stück
    201 Erstes Auto weltweit mit Einzelradaufhängung. Mit dem 201 wurde die neue Nomenklatur (Typ-Bezeichnung) eingeführt. Die Modelle wurden von nun an nur noch mit Zahl, ohne den Zusatz „Typ“ bezeichnet, also 201.
    1932–1937
    70.497 Stück
    301 Mittelklassemodell, etwas größer als der 201
    1934–1935
    13.550 Stück
    401 Davon 79 Stück als Cabriolet Eclipse, erstes Auto mit vollversenkbarem Stahldach.
    1934–1936
    3999 Stück
    601 Mit 2,1 Liter Hubraum, letzter Sechszylinder-Motor von Peugeot für 40 Jahre.
    1936–1942
    70.469 Stück
    402 Erstes Fahrzeug, das auch als Klappdach-Cabriolet zu haben war.
    1937/1938
    25.083 Stück
    302 Kleiner Bruder des 402, auch als Cabriolet
    1937/1938
    104 Stück
    302/402 Darl'mat Sportwagen auf Basis des 302 bzw. 402
    1938–1948
    104.126 Stück
    202 Kleinwagen in der Optik des 402
    1941–1944
    377 Stück
    Peugeot VLV Kleines Elektrofahrzeug
    1948–1960
    685.628 Stück
    203 Erster Peugeot nach dem Zweiten Weltkrieg. Karosserievarianten waren Limousine, Kombi, Cabrio und (als Limousinen-Umbau) ein Coupé.
    1955–1967
    1.214.100 Stück
    403 Erster von Pininfarina gezeichneter Peugeot, der auch als Kombi, Cabriolet und Pick-Up Camion (alle ab Sommer 1956) mit 1,3- bis 1,8-Liter-Motor lieferbar war. Das 403 Cabrio war der Dienstwagen des US-amerikanischen Film-Inspektors Columbo. Der Camion lief als letzte Version im Frühjahr 1967 aus (alle anderen bereits ein halbes Jahr früher).
    1960–1975
    2.885.267 Stück
    404 Der 404 war eine wieder von Pininfarina gezeichnete Mittelklasse-Limousine. Weitere Varianten waren der Kombi (Break, Commerciale, Familiale) Cabriolet, Coupé und Kastenwagen (Camionnette). Der 404 wurde noch knapp sieben Jahre parallel zum 403 produziert, da er über eine etwas gehobenere Ausstattung und stärkere Motoren (1,6 bis 1,9 Liter) als dieser verfügte, weswegen der 404 oft auch als „obere Mittelklasse“ bezeichnet wurde. Bis 1989 wurde er noch in einer Transporterversion in Afrika produziert.
    1965–1976
    1.604.290 Stück
    204 Der ab Sommer 1965 angebotene 204 war der erste Peugeot mit Frontantrieb und ein durchaus erfolgreicher Konkurrent des Renault 6. Die Karosserievarianten umfassten eine Stufenhecklimousine, ein Schrägheck-Coupé, einen Kombi, einen Kleinlieferwagen (Fourgonette) und ein Cabriolet. Im Sommer 1976 wurde die Fertigung eingestellt.
    1968–1983
    3.689.166 Stück
    504 Einer der erfolgreichsten Peugeot-Modelle, das besonders in Afrika, im Nahen Osten und in Südamerika gefiel, wo es noch bis Ende 2005 gebaut wurde. Basierend auf der im Spätsommer 1968 eingeführten Limousine wurden ab Frühjahr 1969 auch Coupé und Cabriolet hergestellt. Im Frühjahr 1971 folgte der Kombi. Im Sommer 1977 wurden Limousine und Kombi überarbeitet. Bis Ende 1981 wurde die Limousine und bis Frühjahr 1982 der Kombi in Deutschland angeboten, wobei sie in Frankreich noch bis Ende 1983 vom Band liefen. Die Fertigung von Coupé und Cabrio lief bereits Mitte 1983 aus.
    1969–1980
    1.178.422 Stück
    304 Im Herbst 1969 wurde er als eine überarbeitete Version des 204 mit größerem Motor (1300 cm³), geänderten Kotflügeln, Kühlergrill und Scheinwerfern und um 15 cm verlängertem Heck mit größeren Rückleuchten vorgestellt. Im Gegensatz zu diesem lief er noch bis Herbst 1980 vom Band. Die Karossienversionen entsprachen ebenfalls dem 204.
    1972–1988
    1.624.990 Stück
    104 Der „Spatz von Paris“, auch als Citroën LN und LNA und Talbot Samba vertrieben.
    1975–1986
    153.252 Stück
    604 Oberklasse-Limousine, teilweise mit V6-Motor. Neben den französischen Präsidenten fuhren ihn auch der Parteisekretär der DDR Erich Honecker und der polnische Parteisekretär und General Wojciech Jaruzelski.
    1977–1988 305 Dieses Modell gab es zunächst nur als viertürige Limousine. Im Sommer 1980 folgte noch der Kombi (Break).
    1979–1992
    1.351.254 Stück
    505 Wie die Vorgänger 403/404 besonders solide, deshalb auch „Mercedes Frankreichs“ genannt. Im Frühjahr 1982 wurde noch ein Kombi (Break) in das Programm aufgenommen. Die Limousine wurde bis Mitte 1989 gefertigt, der Kombi lief erst Anfang 1992 aus.
    1983–1998
    5.278.000 Stück
    205 Der 205 trat im Sommer 1983 die Nachfolge der Baureihe 104 an, ebenfalls als drei- und fünftüriges Schrägheck. Nach fünfjähriger Entwicklungszeit führte Peugeot mit dem 205 sein neues Markengesicht ein. Er war ein großer Erfolg für Peugeot. Schon im ersten Jahr erhielt der 205 zahlreiche Auszeichnungen: Ihm wurde das „Goldene Lenkrad“ verliehen, er wurde „Bester Kleinwagen“ und „Auto des Jahres“. Er wurde 1985 auch Rallyeweltmeister und wurde zeitweise zum meistgekauften Auto Europas. Von 1986 bis 1994 wurde er auch als Cabriolet gebaut, darunter auch als Sondermodell „Roland Garros“.
    1985–1993
    1.635.132 Stück
    309 Nach der Entscheidung, die traditionsreiche, aber mittlerweile imageschwache Marke Talbot einzustellen, wurde der bereits fertig entwickelte Talbot Arizona in Peugeot 309 umbenannt.
    1986–2003
    7.648 Stück
    JN Mini Tunesischer Kleinwagen in Lizenz des chinesischen JN Auto.
    Bild zeigt baugleichen Suzuki Alto 2.
    1987–1996 405 Der 405 stellte den 205 für die Mittelklasse dar. Er ersetzte den 305 und wurde als Limousine (1987–1995) und Break (1988–1996) angeboten.
    1989–1999 605 Limousine der oberen Mittelklasse und einer der Dienstwagen der französischen Staatspräsidenten François Mitterrand und Jacques Chirac.
    1991–2003
    2.798.200 Stück
    106 Erfolgreicher Kleinwagen, der auf Basis des Citroën AX entstand. Es gab den 106 als Drei- oder Fünftürer. Im Mai 1996 erfolgte ein Facelift, was ihn optisch und technisch näher an den Citroën Saxo heranbrachte, der zu dem Zeitpunkt seine Premiere feierte.
    1993–2001 306 Nachfolger des 309, aber deutlich variantenreicher als dieser. Es gab ihn als drei- sowie fünftüriges Fließheck und ab 1994 als viertüriges Stufenheck sowie Cabriolet gab. Mitte 1997 erhielt die Reihe ein Facelift, bei dem auch ein Kombi eingeführt wurde. 1999 folgten noch Klarglasscheinwerfer und ein Jahr später moderne Motoren.
    1994–2002 806 Erste Großraumlimousine aus Kooperation mit Citroën, Fiat und Lancia (auch Euro-Vans genannt).
    1995–2005
    ca. 1.500.000 Stück
    406 Den Nachfolger des 405 kam zuerst als Limousine auf den Markt, der im Herbst 1996 der Break folgte. Zusätzlich gab es ab Frühjahr 1997 wieder ein Coupé von Pininfarina. Im Frühjahr 1999 wurde der 406 überarbeitet, wodurch die Front aggressiver wirkte und die Motoren erstarkten. Der 406 war auch aus dem Kinofilm Taxi Taxi bekannt. Während Limousine und Kombi bis Frühjahr 2004 produziert wurden, lief das Coupé in der letzten Version als Ultima Editione noch bis Mitte 2005 vom Band.
    1998–2012
    Std. Ende 2007: ca. 6.300.000 Stück
    206 Mit mehr als 5 Millionen verkauften Fahrzeugen bis zum Jahr 2005 wurde der Peugeot 206 in Europa der erfolgreichste Kleinwagen, war vier Jahre lang das meistverkaufte Importauto und ist dort seit 2007 der meistverkaufte Peugeot aller Zeiten. Mit 410.704 zugelassenen Exemplaren in Deutschland hat er seinen Vorgänger 205 überholt. Über 100.000-mal wurde allein der ab dem Jahr 2000 erhältliche 206 CC verkauft. Lange Zeit war dieser Peugeot auch im Motorsport sehr erfolgreich. Die Schräghecklimousine wurde von Frühjahr 2009 bis Ende 2012 (Stand: Februar 2012) noch als 206+ weiter produziert. Der Kombi wurde bis Frühjahr 2007 und das Cabrio 206 CC bis Sommer 2007 verkauft.
    2000–2010 607 Der 607 kam im Frühjahr 2000 als bisher letztes Modell der oberen Mittelklasse und Flaggschiff von Peugeot auf den Markt. Zudem war er das erste Fahrzeug mit einem Dieselrußpartikelfilter.
    2001–2007 307 Ein erfolgreicher Vertreter der Kompaktklasse, der in vielen Karosserievarianten (Schrägheck, Kombi und Coupé-Cabrio) erhältlich war. Mitte 2005 wurde die komplette Baureihe überarbeitet.
    2002–2008 307 Break / SW Kombivarianten des 307 mit fünf Sitzen (Break) oder mit Glasdach und zwei Einzelsitzen in der dritten Sitzreihe (SW).
    2002–2014 807 Dieser Van, der so genannte Euro-Van, ist eine gemeinsame Entwicklung zwischen PSA und dem Fiat-Konzern. Der 807 ersetzte 12 Jahre lang den 806, bis er Mitte 2014 eingestellt wurde.
    2003–2008 307 CC Coupé-Cabrio des 307 mit elektrohydraulischem Metalldach.
    2004–2010 407 Der 407 ist ein Mittelklassewagen und ersetzte ab Frühjahr 2004 den 406. Er teilte sich viele Komponenten mit dem Konzernbruder Citroën C5.
    2004–2010 407 SW Die Kombiversion des 407 gab es mit großem Glasdach und extravagantem Design, wobei jedoch weniger Laderaum als im 406 Break zur Verfügung.
    2005–2011 407 Coupé Das Ende 2005 eingeführte 407 Coupé wurde anders als der Vorgänger nicht mehr von Pininfarina, sondern im Centre Style Peugeot gestaltet.
    2005–2009 1007 Ein Microvan, der auf der gleichen Plattform basiert wie der 207. Er wurde 2002 auf dem Pariser Autosalon als Studie „Sésame“ vorgestellt und kam im Frühjahr 2005 auf den Markt. Besonders auffallend waren die beiden elektrisch betätigten Schiebetüren, die auch im Serienfahrzeug beibehalten wurden.
    2005–2014 107 Ein Kleinstwagen, derbaugleich mit Citroën C1 und Toyota Aygo war und wie diese in Tschechien hergestellt wurde. Anfang 2009 erhielt der 107 ein äußerliches Facelift. Anfang 2012 folgte eine weitere, tiefgreifendere Überarbeitung.
    2006–2012 207 Nachfolger des erfolgreichen 206, war ab Sommer 2007 auch als Cabrio (CC) sowie Kombi (SW) erhältlich. Mitte 2009 folgte ein optisches Facelift. Ende 2012 wurde die Schrägheckversion eingestellt.
    2007–2015 207 CC Der 207 CC war ab Frühjahr 2007 der Nachfolger des 206 CC. Obwohl die Schräghecklimousine des 207 beretis Mitte 2012 eingestellt, lief das Cabriolet noch bis Frühjahr 2015 vom Band. Einen Nachfolger wird es vorläufig nicht mehr geben.
    2007–2012 4007 Der 4007 stellte bei seinem Erscheinen im Sommer 2007 den ersten SUV im Peugeot-Programm das. Zudem war er das Schwestermodell von Citroën C-Crosser und Mitsubishi Outlander.
    2007–2013 207 SW Die Kombiversion des 207 und Nachfolger des 206 SW. Auch sie erführ zur Jahresmitte 2009 die äußerlichen Modifikationen. Im Frühjahr 2013 wurde die Produktion eingestellt. Einen direkten Nachfolger wird es nicht mehr geben, vielmehr ersetzt ihn ein Kompakt-SUV auf 208-Basis, der 2008 heißt.
    2009–2015 308 CC Das Coupé-Cabriolet des ersten 308 lief (mit eingeschränkter Motorenvielfalt) noch bis Frühjahr 2015 vom Band. Wie die mittlerweile eingestellte Schräghecklimousine und der Kombi bekam der 308 CC im Frühjahr 2011 ein Facelift, was am verkleinerten Kühlergrill erkennbar ist.
    2010–2015 RCZ Ein Sportcoupé auf Basis des im Sommer 2007 eingeführten 308, das von Magna Steyr in Österreich hergestellt wurde. Die Motorenpalette umfasste zeitweise zwei Benziner und einen Diesel. Anfang 2013 erfuhr der RCZ leicht optische Modifikationen.
    Bauzeit
    Produzierte Fahrzeuge
    Baureihe Anmerkung Bild

    Konzeptautos

    1980–1982 Peugeot Vera Studie zur Reduzierung des Benzinverbrauchs auf Basis eines Peugeot 305.  
    1984 Peugeot Quasar Sportwagen
    1986 Peugeot Proxima Sportwagen
    1986 Peugeot 309 Break Alltagsauto
    1989 Peugeot Oxia Supersportwagen mit Design-Elementen des 405
    1994 Peugeot Ion Kleinwagenstudie  
    1995 Peugeot Tulip Kleinstwagenstudie mit Ähnlichkeiten zum Smart.
    1996 Peugeot Toscana Offene Studie zum 406  
    1996 Peugeot Asphalte Kleiner Roadster mit Scheinwerferoptik des 206  
    1996 Peugeot Touareg Kleiner Buggy-Offroader
    1997 Peugeot 806 Runabout Kleinwagen-Showcar mit Yachtoptik
    1998 Peugeot 20cœur Offene Studie zum 206 CC  
    2000 Peugeot VrooMster Funcar
    2000 Peugeot Bobslid Kleinwagen-Showcar
    2000 Peugeot E-doll Designstudie
    2000 Peugeot Kart'up Designstudie
    2000 Peugeot Promethee Kleinwagenstudie mit Front des 307  
    2000 Peugeot 607 Feline Roadster-Studie
    2001 Peugeot Moonster Designstudie
    2002 Peugeot RC Sportwagen
    2002 Peugeot H2O Showcar
    2002 Peugeot Sesame Seriennahe Studie zum 1007  
    2003 Peugeot 407 Elixir Kompakt-Coupé-Studie zum 407  
    2003 Peugeot Hoggar Wüstenbuggy mit zwei Dieselmotoren (181 PS pro Motor)
    2003 Peugeot 407 Silhouette Tourensport-Studie zum 407  
    2004 Peugeot Quark Quad-Studie
    2004 Peugeot 907 Super-Coupé mit V12-Motor.
    2004 Peugeot 4002 Designstudie
    2004 Peugeot Moovie Prämierter und 1:1 gebauter Siegerentwurf eines Design-Wettbewerb
    2005 Peugeot 407 Prologue Seriennahe Version des 407 Coupé
    2005 Peugeot 20Cup Dreirädrige Mischung aus 207 und Motorrad
    2006 Peugeot 207 RCup Tourenwagen-Studie zum 207
    2006 Peugeot 908 RC Luxuslimousine mit Motor des Peugeot 908 HDi FAP
    2006 Peugeot 307 Diesel Hybrid Konzeptauto  
    2007 Peugeot Flux Designstudie
    2008 Peugeot RC HYmotion4 Conceptcar  
    2009 Peugeot BB1 Elektrofahrzeugstudie
    2010 Peugeot SR1 Conceptcar
    2014 Peugeot Exalt Konzeptfahrzeug, das als „Vorgeschmack“ auf einen zukünftigen Peugeot 608 angesehen wird.
    2014 Peugeot Quartz Crossover-Konzeptfahrzeug

    Motorroller

    Hauptartikel: Peugeot Motocycles

    Motorroller werden von Peugeot Motocycles, welche ebenfalls zu PSA Peugeot Citroën gehört, hergestellt. Im Januar 2015 hat der indische Automobilhersteller Mahindra & Mahindra Limited mit seiner Tochtergesellschaft Mahindra Two Wheelers Limited eine Mehrheitsbeteiligung von 51 % an Peugeot Motocycles erworben.[17].

    Mobilitätsdienstleistung

    Als Ergänzung zum Fahrzeugbau und -verkauf ist Peugeot mit seinen Angeboten Peugeot Rent und Mu by Peugeot auch im Mietwagengeschäft aktiv. Neben Sportwagen, Nutzfahrzeugen und Zweirädern ist auch Zubehör wie Dachboxen, Kindersitze und Fahrradträger tageweise entleihbar.[18]

    Literatur

    Weblinks

     Commons: Peugeot  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    1. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens Peugeot_Deutschland_Karte wurde kein Text angegeben.
    2. Peugeot Deutschland: Au revoir, Saarbrücken
    3. PSA Peugeot Citroën: a range of automotive expertise, 2007
    4. Profile PSA Peugeot Citroën (englisch)
    5. PSA-Group: Results and Key Figures
    6. Registration Document (Annual financial report) 2013 (PDF; 3,3 MB). PSA Peugeot Citroën, 19. Februar 2014.
    7. 7,0 7,1 7,2 motor-talk.de: Der Peugeot-Löwe: 150 Jahre und kein bisschen leise (genannt als Quelle: Peugeot Deutschland), 28. März 2008. Abgerufen am 12. Mai 2010
    8. 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 Peugeot Österreich: Vom Korn zum Stahl: Die Geschichte der Familie Peugeot (Memento vom 27. März 2010 im Internet Archive). Abgerufen am 12. Mai 2010
    9. Peugeot Österreich: Peugeot in Österreich – seit über 100 Jahren vertreten! . Abgerufen am 12. Mai 2010
    10. Vgl.: Le blog de breton en BB
    11. Martins Peugeot 404 Seite
    12. Article by Mike Tippett
    13. Guido Quirmbach: Schock: Peugeot stoppt LMP-Programm sofort. Aus wirtschaftlichen Gründen kein Peugeot 908 in der WM und in Le Mans. Meldung bei Speedweek.de vom 18. Januar 2012.
    14. Wolfgang Schmarbeck: Alle Peugeot Automobile. 1890–1990. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-613-01351-7, S. 13.
    15. Newsletter Juli 2012 Rund um die Null – Änderungen in den Modellbezeichnungen
    16. FAQ – Häufig gestellte Fragen
    17. Pressemeldung von Mahindra: Mahindra Two Wheelers and Peugeot Motocycles complete strategic partnership
    18. Deutschsprachige Website des Angebots Mu by Peugeot

    Kategorien: Motorenhersteller | Ehemaliges Textilmaschinenbauunternehmen | Formel-1-Motorenhersteller | Rennteam der 24 Stunden von Le Mans | Französischer Fahrradhersteller | Hybridelektroautohersteller | Automobilhersteller (Frankreich) | Motorrollerhersteller | Ehemaliger Cyclecar-Hersteller | Ehemaliger Motorradhersteller | Nutzfahrzeughersteller | Unternehmen (Paris) | Peugeot

    Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Peugeot (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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