Petrocaribe - LinkFang.de





Petrocaribe


Petrocaribe ist ein Abkommen von Juni 2005 für Erdöllieferungen zum Vorzugspreis von Venezuela an einige Karibikstaaten. Das Abkommen erlaubt Käufe zum Marktpreis, aber nur 40 % müssen bei einem Ölpreis von über 100 US-Dollar innerhalb einer Frist von 90 Tagen gezahlt werden. Der Rest kann über 25 Jahre zum Zinssatz von 1 % geschuldet werden. Bei einem Ölpreis unter 100 US-Dollar müssen 60 % innerhalb der 90 Tagefrist gezahlt werden und bei einem Ölpreis über 200 US-Dollar nur 30 %. Die Karibikstaaten können zu diesen Konditionen bis zu 185.000 Barrel am Tag erwerben. Auch Bezahlungen mit Waren oder Dienstleistungen (Tauschhandel) sind möglich. Zu den mittelfristigen Zielen gehört die gemeinsame Erschließung, Förderung und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas durch die Mitgliedsstaaten. Es soll ein Netz erdölindustrieller Anlagen geschaffen werden, durch das die Versorgung der Staaten der Region nachhaltig gewährleistet werden soll.

Ende 2013 waren 11 Mrd. US-Dollar Ölschulden bei den Mitgliedsländern entstanden.[1]

Mitgliedstaaten

Die 18 Mitglieder von Petrocaribe sind:

Gründung

11 der 15 Mitglieder von CARICOM, Kuba und die Dominikanische Republik unterzeichneten den Vertrag am 7. September 2005. Die Unterzeichnerstaaten waren Antigua und Barbuda, die Bahamas, Belize, Dominica, die Dominikanische Republik, Grenada, Guyana, Jamaika, Kuba, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen und Suriname. Haiti war nicht zu den Verhandlungen eingeladen, da Venezuela die von den USA eingesetzte Regierung nicht anerkannte.

Während es verständlich ist, dass Trinidad und Tobago als Ölförderer das Abkommen nicht unterzeichnete, führte die Nichtunterzeichnung durch Barbados zu Verwunderung. Es wurde spekuliert, das Land habe dem Druck der Vereinigten Staaten nachgegeben, die gespannte Beziehungen zu Venezuela unterhalten. Barbados bestritt diesen Grund und schloss nicht aus, Petrocaribe später beizutreten. Am 31. August 2005 sagte Energieminister Anthony Wood, es würde abgewogen, Petrocaribe zu unterzeichnen oder das bisherige Abkommen mit Trinidad und Tobago beizubehalten. Am 1. September neigte er dazu, das Abkommen nach Änderungen zu unterzeichnen. Welche Änderungen erwartet wurden, blieb unklar, aber es scheint klar, dass der Anstieg der internationalen Ölpreise zu dem Sinneswandel beigetragen hat. Barbados befürchtet durch Petrocaribe steigende Schulden.

Erweiterung

Auf dem dritten Gipfeltreffen des Bündnisses am 11. August 2007 traten Nicaragua und Haiti dem Wirtschaftspakt bei.

Beim vierten Gipfeltreffen vom 20.–21. Dezember 2007 in Cienfuegos, Kuba, wurde Honduras als neues Mitglied aufgenommen.

Am 13. Juli 2008, beim fünften Gipfeltreffen des Bündnisses in Maracaibo, trat Guatemala als 18. Mitglied bei. Auf diesem Gipfeltreffen kündigte Hugo Chavez an, für jedes Barrel exportierten Öls 50 Cent in einen gemeinsamen Agrarfonds einzuzahlen. Inzwischen haben auch Costa Rica und Panama einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt.[3][4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Scotiabank Special Report: PetroCaribe: More Noose Than Lifeline
  2. Honduras podría reincorporarse a iniciativa de Petrocaribe tras encuentro Lobo-Chávez. In: Centinela Económico. 3. Dezember 2011, abgerufen am 7. Dezember 2011 (spanisch).
  3. teleSUR: Costa Rica formalizó solicitud de ingreso a Petrocaribe , 16. Juli 2008
  4. Panama to Join Venezuela’s PetroCaribe Oil Program. In: Latin American Herald Tribune. 7. März 2009, abgerufen am 7. März 2009 (englisch).

Weblinks


Kategorien: Wirtschaft (Venezuela)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Petrocaribe (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.