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Peter von der Osten-Sacken (Theologe)


Peter von der Osten-Sacken, vollständig Peter Christian Freiherr von der Osten-Sacken und von Rhein (* 3. März 1940 in Gnojau, Westpreußen) ist ein deutscher evangelischer Theologe.

Leben

Von der Osten-Sacken wurde 1940 in Westpreußen geboren. Er absolvierte das Abitur am Ernestinum Celle und studierte Evangelische Theologie in Göttingen, Kiel und Heidelberg. 1967 promovierte er in Göttingen mit einer Arbeit über die Schriftrollen vom Toten Meer. 1973 folgte, ebenfalls in Göttingen, die Habilitation mit einer Arbeit über die paulinische Theologie. Von 1973 bis 1993 war er Professor für Neues Testament an der Kirchlichen Hochschule Berlin (West), deren Rektor er von 1980 bis 1982 war. Nach der Fusion der Kirchlichen Hochschule mit der theologischen Fakultät der Humboldt-Universität war von der Osten-Sacken bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 Professor für Neues Testament und Christlich-Jüdische Studien an der Humboldt-Universität.

Von 1974 bis 2007 leitete er das Institut Kirche und Judentum, welches bis 1994 an der Kirchlichen Hochschule angesiedelt war und anschließend an die Humboldt-Universität angegliedert wurde. Osten-Sacken zählt zu den Mitbegründern des Programms Studium in Israel. Zwischen 1975 und 1995 veranstaltete er in Jerusalem regelmäßig Blockseminare mit Studierenden in Zusammenarbeit mit dem Institut Ratisbonne und israelischen Kollegen und Kolleginnen.

Auszeichnungen

Von der Osten-Sacken wurde im Jahr 2005 vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit der Buber-Rosenzweig-Medaille[1] ausgezeichnet. Aufgrund seiner besonderen Verdienste um die Erneuerung der Biblischen Theologie und den jüdisch-christlichen Dialog verlieh ihm der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin im Jahr 2007 die Ehrendoktorwürde.[2] 2016 sprach ihm der Senat von Berlin den Moses-Mendelssohn-Preis zu.

Werke (Auswahl)

  • Gott und Belial : traditionsgeschichtliche Untersuchungen zum Dualismus in den Texten aus Qumran. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1969
  • Römer 8 als Beispiel paulinischer Soteriologie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1975
  • (Hrsg.): Treue zur Thora : Beiträge zur Mitte des christlich-jüdischen Gesprächs: Festschrift für Günther Harder zum 75. Geburtstag. Berlin 1977
  • Anstösse aus der Schrift : Arbeiten für Pfarrer u. Gemeinden. Neukirchen-Vluyn 1981
  • Grundzüge einer Theologie im christlich-jüdischen Gespräch. Kaiser, München 1982
  • gemeinsam mit Pierre Lenhardt: Rabbi Akiva : Texte und Interpretationen zum rabbinischen Judentum und Neuen Testament. Berlin 1987
  • Katechismus und Siddur: Aufbrüche mit Martin Luther und den Lehrern Israels. Berlin 1994
  • Offene Worte : Juden, Russen, Polen, Deutsche, Kaukasier und andere im Osten; ihre Eigentümlichkeiten und Probleme, authentische Erzählungen und Berichte. Adler, Lübeck 1996
  • Martin Luther und die Juden : neu untersucht anhand von Anton Margarithas "Der gantz Jüdisch glaub" (1530/31). Kohlhammer, Stuttgart 2002

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ansprache beim Empfang der Buber-Rosenzweig-Medaille, bei ikj-berlin.de (PDF; 66 kB)
  2. Ehrendoktorwürde für Theologen Peter von der Osten-Sacken . FU Berlin. 2007. Abgerufen am 22. März 2012.


Kategorien: Person (Christlich-jüdischer Dialog) | Hochschullehrer (Kirchliche Hochschule Berlin-Zehlendorf) | Ehrendoktor der Freien Universität Berlin | Evangelischer Theologe (21. Jahrhundert) | Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert) | Geboren 1940 | Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) | Neutestamentler | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Peter von der Osten-Sacken (Theologe) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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