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Peter Seisenbacher


Peter Seisenbacher (* 25. März 1960 in Wien) ist ein ehemaliger österreichischer Judoka und Träger des 7. Dan.[1]

Leben

Auf seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles bereitete sich Seisenbacher an der Tokai Universität und an der Tsukuba Universität in Japan vor, wo er optimale Trainingsbedingungen vorfand. Für seine Entwicklung zum Spitzenjudoka haben seine Trainer George Kerr, Norbert Herrmann und Lutz Lischka ihren Beitrag geleistet. Das in Japan gewonnene Selbstvertrauen führte ihn zur ersten Olympischen Goldmedaille. Vier Jahre später gelang ihm als erstem Judoka überhaupt eine erfolgreiche Titelverteidigung bei den Olympischen Spielen in Seoul.

Im Anschluss an seine Sportkarriere war Seisenbacher bis 1992 als Generalsekretär der österreichischen Sporthilfe tätig. Danach wurde er Nationalteamtrainer für die Herren des Österreichischen Judoverbandes. Er wurde nach einem Disput mit einem Teamkämpfer beim A-Turnier in Leonding 1991 entlassen und für ein Jahr gesperrt. [2] Bereits 1984 gründete er den „Budoclub Wien“. Zwischen 2005 und 2010 war er Präsident des Wiener-Judo-Landesverbandes.

Ab 2010 war er Trainer der georgischen Judo-Herrennationalmannschaft. Bei den Judo-Europameisterschaften 2012 in Tscheljabinsk konnte die Mannschaft einen Europameister im Mittelgewicht stellen und gewann auch den Titel des Mannschaftseuropameisters bei den Männern. Bis 2012 errang die georgische Mannschaft unter seiner Führung zwei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen bei Europameisterschaften und eine Bronzemedaille bei Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London gewann Lascha Schawdatuaschwili in der Klasse bis 66 kg Gold.

Im Oktober 2012 wurde er zum Trainer der aserbaidschanischen-Judo-Herrennationalmannschaft ernannt. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Rio wurde Elkhan Mammadov Weltmeister bis 100 Kilogramm und Orkan Safarov gewann Bronze bis 60 Kilogramm. Nach einer Abberufung Ende 2013 wurde er im September 2015 wieder Nationaltrainer.[3]

Im Juni 2014 berichteten österreichische Medien, dass Peter Seisenbacher unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger stehe. Er gab keine Stellungnahme ab, die Staatsanwaltschaft bestätigte Ermittlungen.[4] Nach Abschluss der Ermittlungen wurde Mitte 2016 ein Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft wegen der Prominenz des Beschuldigten vom Justistministerium geprüft.[5]

Erfolge und Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Budo-Lexikon / SEISENBACHER Peter. Abgerufen am 12. April 2013 (deutsch).
  2. Peter Seisenbacher im Visier der Justiz Kurier vom 10. Juni 2014.
  3. Neuer Job für Peter Seisenbacher Laola1.tv, 24. September 2015.
  4. Missbrauchsverdacht: Ermittlungen gegen Ex-Judoka Seisenbacher Der Standard vom 10. Juni 2014.
  5. Ermittlungen gegen Seisenbacher abgeschlossen orf.at vom 27. Juni 2016.


Kategorien: Sportler des Jahres (Österreich) | Österreichischer Meister (Judo) | Mitglied des Heeressportverbandes | Judoka (Österreich) | Judotrainer | Olympiasieger (Judo) | Europameister (Judo) | Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich | Geboren 1960 | Sportler (Wien) | Olympiateilnehmer (Österreich) | Österreicher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Peter Seisenbacher (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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