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Peter Hintze


Peter Hintze (* 25. April 1950 in Honnef) ist ein deutscher Politiker (CDU) und seit 22. Oktober 2013 Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Er war von 1991 bis 1992 Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Frauen und Jugend, danach von 1992 bis 1998 Generalsekretär der CDU. Von 2005 bis Oktober 2013 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.

Leben und Beruf

Nach dem Abitur am Siebengebirgsgymnasium absolvierte Hintze ein Studium der Evangelischen Theologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, welches er 1977 beendete. Nach dem anschließenden Vikariat war Hintze von 1980 bis 1983 als Pfarrer in Königswinter tätig.

Peter Hintze ist evangelisch, in zweiter Ehe verheiratet und Vater eines Kindes.[1]

Partei

Hintze war von 1990 bis 1992 Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU. 1992 wurde Hintze als Nachfolger von Volker Rühe zum Generalsekretär der CDU gewählt. Zu einer großen Kontroverse führte 1994 seine Rote-Socken-Kampagne gegen das Magdeburger Modell. Diese Kampagne trug auch dazu bei, die im Wahlkampf in Führung liegenden Sozialdemokraten und ihren Spitzenkandidaten Rudolf Scharping abzufangen und der CDU unter Helmut Kohl den Wahlsieg bei der Bundestagswahl 1994 zu sichern. Gleichermaßen schärfte diese polarisierende Kampagne das Image der PDS.[2] Als Hintze 1998 mit einer Händedruck-Plakatkampagne an die alte Strategie anknüpfen wollte, wurde er aus den eigenen Reihen kritisiert. Hintze wurde für die Wahlniederlage und den Regierungswechsel mitverantwortlich gemacht. Nach zunehmenden Druck aus der Partei trat Hintze nach der Wahl von seiner Position als Generalsekretär zurück.[3]

Mit Hintze verbunden ist die Einführung der Frauenquote in der CDU, mit deren Hilfe mehr Frauen in Führungspositionen der CDU kamen.

Seit 2001 ist Hintze Vizepräsident der Christlich-Demokratischen Internationale (CDI) und seit 2002 stellvertretender Vorsitzender der Internationalen Demokratischen Union sowie Vizepräsident der Europäischen Volkspartei (EVP).

Abgeordneter

Seit 1990 ist Hintze Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1998 bis 2005 Vorsitzender der Arbeitsgruppe für die Angelegenheiten der Europäischen Union der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seit Januar 2006 ist Hintze Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Peter Hintze ist stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag eingezogen.

Bei der konstituierenden Sitzung des 18. Deutschen Bundestags wurde Hintze zum Vizepräsidenten des Parlaments gewählt.

Öffentliche Ämter

Am 27. Dezember 1983 wurde er auf Vorschlag des damaligen Bundesfamilienministers Heiner Geißler zum Bundesbeauftragten für den Zivildienst ernannt.

Am 24. Januar 1991 wurde Hintze als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Frauen und Jugend, Angela Merkel, in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Wegen seiner bevorstehenden Wahl zum CDU-Generalsekretär schied er am 13. Mai 1992 aus dem Amt.

Nach der Bundestagswahl 2005 und der anschließenden Bildung einer Großen Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde Hintze am 23. November 2005 zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie ernannt. Ab Februar 2007 war er außerdem Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt. Nach der Bundestagswahl 2009 war der Merkel-Vertraute Hintze in der neuen schwarz-gelben Regierung als Staatssekretär bei der Bundeskanzlerin vorgesehen, bat allerdings aus privaten Gründen darum, im Wirtschaftsministerium bleiben zu dürfen.[4] Mit seiner Wahl zum Vizepräsidenten des Bundestages am 22. Oktober 2013 schied er aus dem Amt des parlamentarischen Staatssekretärs und des Koordinators der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt aus.

Auszeichnungen

Kabinette

Weblinks

 Commons: Peter Hintze  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Lebenslauf Auf: www.peter-hintze.de
  2. Gero Neubauer: Die PDS zwischen Kontinuität und Aufbruch. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 5/2000.
  3. Berliner Zeitung , 30. September 1998.
  4. Neun „Enttäuschte“ stimmen gegen die Kanzlerin. In: faz.net. 28. Oktober 2009, abgerufen am 11. Dezember 2014.


Kategorien: Politiker (Wuppertal) | Politiker (Rhein-Sieg-Kreis) | Bundestagsvizepräsident (Deutschland) | Generalsekretär der CDU | Zivildienstbeauftragter | Mitglied des Europaausschusses (Deutscher Bundestag) | Parlamentarischer Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland) | Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen) | Geboren 1950 | Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Peter Hintze (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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