Pemba - LinkFang.de





Pemba


Dieser Artikel beschreibt eine Insel von Tansania. Für weitere Bedeutungen siehe Pemba (Begriffsklärung)
Pemba
Pemba mit Nebeninseln
Gewässer Indischer Ozean
Inselgruppe Sansibar-Archipel
 
Länge 67 km
Breite 22 km
Fläche 984 km²
Höchste Erhebung 50 m
Einwohner 406.808 (2012)
413 Einw./km²
Hauptort Chake-Chake
Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht ausreichend belegt.

Pemba (arabisch الجزيرة الخضراء al-Dschazira al-Chadra', DMG al-Ǧazīra al-ḫaḍrāʾ ‚die grüne Insel‘; römische Bezeichnung der Insel in der Antike: Pyralax[1]) ist mit 984 km² (Nord-Süd-Ausdehnung 67 km; Ost-West-Ausdehnung bis zu 22 km) und ca. 410.000 Einwohnern die zweitgrößte Insel des ostafrikanischen Sansibar-Archipels. Gemeinsam mit der 50 km südlich gelegenen Insel Unguja und zahlreichen kleinen Nebeninseln bildet Pemba den halbautonomen Teilstaat Sansibar in Tansania.

Geographie

Im Vergleich zur Nachbarinsel Unguja (Insel Sansibar) ist Pemba fruchtbarer und auch hügeliger. Pemba besitzt diverse kleinere vorgelagerte Inseln (siehe Sansibar-Archipel), von denen einige besiedelt sind, und eine Reihe von tlw. nur schwer zugänglichen Badestränden (bei ansonsten starkem Mangrovenbewuchs bzw. Korallenfelsküste). Hauptorte sind Chake-Chake (Flughafen), Wete (Parlamentsgebäude), Mkoani (Fährhafen), Kengeja, Micheweni und Konde.

Bevölkerung

Zu über 95 % sind die Einwohner Pembas Muslime. Aufgrund weitgehend fehlender Sozialsysteme ist der familiäre Verbund und die Absicherung für das Alter durch Kinder sehr wichtig. Die Kinder müssen auf dem Lande schon früh in Haushalt und bei der Landwirtschaft mithelfen.

Geschichte

Den Großteil der Geschichte teilt Pemba das Schicksal seines Nachbarn Sansibars.

Politik

Pemba gehört politisch zum halbautonomen Teilstaat Sansibar der Vereinigten Republik Tansania. Seit Anfang der 1990er Jahre hat sich auf Pemba eine starke politische Oppositionsbewegung (Civic United Front – CUF) gegen die frühere Einheitspartei CCM (Chama Cha Mapinduzi) entwickelt.

Die Regierung der Republik Sansibar ruft neuerdings zu erhöhtem Umweltbewusstsein auf. Das Fischen mit Gift oder Sprengstoff soll ganz unterbunden werden, die Kinder werden über nachhaltige Anbaumethoden von Feldfrüchten unterrichtet. Stellen aus dem Koran untermauern die neue grüne Bewegung.

Wirtschaft

Landwirtschaft

Angebaut werden vor allem Gewürznelken, aber auch Kokosnüsse, Reis, Muskatnüsse, Bananen, Zuckerrohr, Mango, Jackfrucht, Papaya, Ananas, Bungo, Okra, Tomate, Pfeffer und Cassava.

Während der mehrmonatigen Nelkenerntesaison werden an vielen Stellen auf der Insel Matten ausgelegt, auf denen die Gewürznelken (Swahili: karafuu) mehrere Tage zum Trocknen ausgelegt werden. Die Nelkenernte zog früher jedes Jahr Wanderarbeiter vom Festland an; die Erntearbeiten sind gefährlich, da die noch nicht aufgeblühten Blütenstämme vom sehr hohen Nelkenbaum per Hand gepflückt werden müssen. Der Verfall der Weltmarktpreise für Nelken lässt jedoch nur noch geringe Lohnzahlungen zu, so dass heute im Bedarfsfall meist lokale Arbeiter beschäftigt werden.

Industrie und Infrastruktur

Nennenswerten Industriebetriebe finden sich keine auf der Insel. Aufgrund des tiefen Seegrabens zwischen Pemba und Sansibar sowie dem Festland konnte Pemba bis 2010 nicht mit Strom von außen versorgt werden. Es gab daher in Wesha bei Chake-Chake ein eigenes Ölkraftwerk, welches jedoch nicht die ganze Insel versorgen konnte. Häufige Stromausfälle waren daher an der Tagesordnung beziehungsweise wurde jeweils im Wechsel nur ein Teil der Insel mit Strom versorgt. Am 3. Juni 2010 wurde ein 36 kV-Unterseestromkabel (78 km Länge, Tiefe bis 850 m) freigeschaltet, mit welchem nun die Insel weitgehend verlässlich mit Strom vom Festland aus Tanga versorgt wird.

Bodenschätze

Schon seit Längerem sind Ölvorkommen bei Tundaua an der Westküste bekannt (Tundaua oil seep). 2010 wurden Lizenzen für die Onshore- und Offshore-Exploration von Öl und Gas vergeben.

Tourismus

Touristisch ist Pemba trotz seiner vielfältigen landschaftlichen Reize und inzwischen relativ gutem Straßennetz im Gegensatz zu Sansibar bislang nur wenig entwickelt. Es gibt an einigen Stränden meist hochpreisige Hotels, die in der Regel nur mit arrangiertem Transport oder einem Mietwagen zu erreichen sind; in den Orten Chake-Chake, Wete und Mkoani finden sich jeweils mehrere Hotels bzw. Gästehäuser verschiedener Kategorien.

Zur Förderung des Tourismus gibt das Department of Surveys and Mapping in Chake-Chake mit Unterstützung der Beuth Hochschule für Technik Berlin seit 1992 eine Karte mit einem detaillierten Reiseführer und Stadtplänen heraus.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lionel Casson: The Periplus Maris Erythraei: text, translation, and commentary. Princeton University Press, Princeton 1989, S. 37.
  2. Pemba - The clove island 1:100,000, Map & Guide, 3. Auflage, 2013, Dept. of Surveys and Mapping, Box 235, Chake-Chake

Kategorien: Insel (Tansania) | Historischer Staat in Afrika | Insel (Sansibar-Archipel) | Insel (Indischer Ozean) | Insel (Afrika)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pemba (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.