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Pella (Pella)


Gemeindebezirk Pella
Δημοτική Ενότητα Πέλλας
(Πέλλα)
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Zentralmakedonien

Regionalbezirk: Pella
Gemeinde: Pella
Geographische Koordinaten:
Höhe ü. d. M.: 38 m
(Ortskern)
Fläche: 113,619 km²
Einwohner: 6.798 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 59,8 Ew./km²
Code-Nr.: 100305
Gliederung: 1 Stadtbezirk
5 Ortsgemeinschaften
Lage in der Gemeinde Pella und im Regionalbezirk Pella
f9

Pella (griechisch Πέλλα (f. sg.) ) ist eine Kleinstadt mit 6.798 Einwohnern (Stand 2011) im griechischen Makedonien.

Zur Zeit Philipps II. und Alexanders des Großen war Pella die Hauptstadt des antiken Makedonien. In byzantinischer und osmanischer Zeit hieß die Stadt Agii Apostoli (Άγιοι Απόστολοι), im slawischen abgewandelt zu Postol (Постол). Nach der Rückeroberung Makedoniens durch Griechenland erhielt der Ort 1918 den Status einer Landgemeinde (Kinotita Pellis) und wurde als Siedlung 1926 in Pella umbenannt. 1989 erfolgte die Anerkennung als Stadtgemeinde (dimos), die 1997 durch Eingemeindung einiger Nachbarorte erheblich vergrößert wurde (2001: 7.295 Einwohner). 2010 wurde eine größere Gemeinde Pella geschaffen, der die vormalige Gemeinde Pella seither als einer von fünf Gemeindebezirken angehört.

Geschichte

An der Wende vom 5. zum 4. Jahrhundert v. Chr. wurde Pella aus umliegenden Gemeinden durch den makedonischen König Archelaos neugegründet und zur Hauptstadt des Königreichs Makedonien gemacht. Vermutlich wechselte der Sitz der Hauptstadt von Aigai (heute Vergina) nach Pella, da Pella über den Ludias-See Zugang zum Meer hatte und im seit Alexander I. gewachsenen Makedonien zentraler lag.

Bis zur Zeit Philipps II. blieb die Stadt im Vergleich mit den griechischen Poleis recht unbedeutend und klein, da sich das Interesse an einem zentralen Verwaltungssitz und großen Hauptstadt auf das Königshaus beschränkte. Unter dem starken König Philipp II. wurde Pella dann ausgebaut und die Zahl der Bewohner nahm rasch zu. Die Blütezeit der Stadt reichte bis ins 2. Jahrhundert v. Chr.

168 v. Chr. wurde Pella von den Römern erobert und sank zu einer unwichtigen Provinzstadt herab. Wohl am Beginn des 1. Jahrhunderts wurde die makedonische Stadt durch ein Erdbeben zerstört.

Grabungsstätte

Seit dem Beginn der Grabungen in den 1950er Jahren ist eine Zahl von öffentlichen Gebäuden Pellas freigelegt worden. Vom ehemaligen Stadtgebiet wurde die Agora und die umliegenden Gebäude freigelegt und nördlich davon auf der Akropolis der Palast. Von den Wohnbezirken sind jedoch erst wenige Häuserblöcke, "Insulae", freigelegt worden. Die Grabungsarbeiten dauern noch an. Zu den beeindruckendsten Funden zählen die großflächigen Kieselsteinmosaiken. Seit Ende September 2009 ist ein neues modernes Museum auf dem Gelände geöffnet, welches die auf dem Grabungsgelände gefundenen Objekte und Mosaike didaktisch hervorragend präsentiert.

Berühmte Persönlichkeiten

Söhne der Stadt

  • Alexander der Große (* 356 v. Chr.; † 323 v. Chr. in Babylon), König von Makedonien, Hegemon des Korinthischen Bundes
  • Hephaistion (* um 360 v. Chr.; † 324/23 v. Chr. in Ekbatana), Freund Alexanders des Großen
  • Ophellas (* um 355 v. Chr.; † 308 v. Chr. bei Karthago), makedonischer Offizier unter Alexander dem Großen und Ptolemaios I.
  • Poseidippos (* um 310 v. Chr.; † 240 v. Chr. in Alexandria), griechischer Dichter und Epigrammatiker
  • Paulinus von Pella (* 376; † nach 459 in Bordeaux) weströmischer Aristokrat und Autor
  • Pephaistos (* um 345 v. Chr.; † unbekannt), Freund des Poseidippos. Ebenfalls Dichter

Weitere

  • Euripides (* 480 v. Chr. oder 485/484 v. Chr. in Salamis; † 406 v. Chr. in Pella), griechischer Dramatiker
  • Choirilos von Samos († 4./5. Jh. v. Chr. in Pella) Epiker des Königs Archelaos I.
  • Viele Günstlinge der makedonischen Könige (vor allem ab Philipp II.) wuchsen am Hofe des Königs in Pella auf und wurden dort erzogen, zum Beispiel Alexander von Molossis, Philipps Schwager und König von Molossis.

Literatur

  • Maria Siganidou/Maria Lilimbaki-Akamati: Pella. Hauptstadt der Makedonen, Athen 2008.
  • Ioannis M. Akamatis: Pella, in: Robin J. Lane Fox (Hg.): Brill's Companion to Ancient Macedon. Studies in the Archaeology and History of Macedon, 650 BC-300 AD, Leiden/Boston 2011, S. 393-408.

Weblinks

 Commons: Pella  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Pella (Pella) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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