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Pawel Alexejewitsch Tscherenkow


Pawel Alexejewitsch Tscherenkow (russisch Павел Алексеевич Черенков, wissenschaftliche Transliteration Pavel Alexeevič Čerenkov; * 15. Juli jul./ 28. Juli 1904 greg. in Nowaja Tschigla (bei Woronesch); † 6. Januar 1990 in Moskau) war ein sowjetischer Physiker.

Leben

Tscherenkow graduierte 1928 an der mathematisch-physikalischen Fakultät der Staatlichen Universität Woronesch, zwei Jahre später wurde er Postdoktorand am Lebedew-Institut für Physik bei Sergei Iwanowitsch Wawilow. Im gleichen Jahr heiratete er die Tochter eines Professors für russische Literatur, das Ehepaar hat zwei Kinder. 1934 entdeckte er bei den Arbeiten für seine Dissertation über die Lumineszenz von Uransalzen in Schwefelsäure die Tscherenkow-Strahlung, unter wesentlicher Beteiligung von Wawilow, der den Ursprung des in der Flüssigkeit beobachteten blauen Leuchtens korrekt in schnellen Elektronen vermutete. Deshalb wird der Effekt in Russland auch nach Tscherenkow und Wawilow benannt. Tscherenkow erhielt 1958 zusammen mit Ilja Michailowitsch Frank und Igor Jewgenjewitsch Tamm den Nobelpreis für Physik „für die Entdeckung und Interpretation des Tscherenkow-Lichts“, und alle drei erhielten zuvor 1946 mit Wawilow den Stalinpreis für ihre Entdeckung. Frank und Tamm hatten 1937 am Lebedev-Institut die theoretische Begründung für die Tscherenkow-Strahlung geliefert (die ihre Ursache darin hat, dass die Teilchengeschwindigkeit die lokale Lichtgeschwindigkeit im Medium übertrifft).

P. Tscherenkow erhielt den Grad der Kandidat nauk (Doktorgrad) in 1935. Tscherenkow wurde zweiter Abteilungsleiter und erhielt 1940 den höheren Doktorgrad (Doktor nauk) (entspricht der Habilitation im Westen) der Mathematisch-Physikalischen Fakultät. Im Jahre 1953 wurde er zum Professor für Experimentalphysik ernannt.

Seit 1959 leitete er das Fotomesonen-Prozesslabor, 1970 wurde er Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, 1984 wurde er als Held der sozialistischen Arbeit ausgezeichnet.

Er war auch an der Konstruktion eines Elektronenbeschleunigers und der Untersuchung foto-nuklearer und von Foto-Meson-Reaktionen beteiligt.

Weblinks

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