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Paul vom Rode


Paul vom Rode, auch Paulus von Rode, und Paul von Rhoda (* 4. Januar 1489 in Quedlinburg; † 12. Januar 1563 in Stettin) war ein lutherischer Theologe, Reformator und von 1535 bis 1563 Superintendent von Pommern-Stettin.

Leben

Rode studierte um 1509 in Leipzig und ab 1513 in Wittenberg. 1520 erwarb er hier den Magistertitel. Danach wirkte er als Prediger im brandenburgischen Jüterbog. Auf Martin Luthers Veranlassung ging er im März 1523 nach Stettin. Anfangs predigte er unter freiem Himmel. Herzog Bogislaw X. hörte seine Predigt am 4. Juni 1523 und beanstandete sie nicht. Rode erhielt die Nachmittagskanzel in St. Jacobi, bald unterstützt von Johannes Knipstro und Nikolaus Decius.

Als Johannes Amandi ihn wegen seiner maßvollen Art angriff, wurde er als Anstifter zu Unruhen bis 1528 in Garz in den Turm gelegt, Rode aber als Pfarrer an St. Jacobi anerkannt. Mit der Durchführung der Reformation von 1534/35 in ganz Pommern ist Rode eng verbunden. Er war auch an der Abfassung der Kirchenordnung beteiligt. Nur die wirtschaftliche Sicherstellung war in Pommern für die Pastoren nicht erreicht worden.

Als Martin Luther Paul von Rode 1537 in Schmalkalden traf und dieser ihm seine Notlage schilderte, empfahl Luther ihn nach Lüneburg, das einen Superintendenten als Nachfolger des verstorbenen Heinrich Radbrock suchte. Rode sagte zu, während Herzog Barnim IX. ihn zur Rückkehr bewegen wollte und die Stadt Lüneburg veranlasste, ihren Superintendenten für drei Monate zu beurlauben, um die Visitation in Pommern zu Ende zu führen. Lüneburg gewährte den Urlaub, musste es aber erleben, dass Rode nicht wiederkam: er wurde Superintendent von Pommern-Stettin.

Seit 1541 hielt Rode mit den beiden anderen pommerschen Superintendenten für die Pastoren Generalsynoden ab, die jährlich stattfanden. Schon bei der ersten wurde die Agende verabschiedet. In seinen letzten Jahren wehrte Rode tapfer die Angriffe Andreas Osianders in Pommern ab.

Paul vom Rode bekleidete das Superintendentenamt bis zu seinem Tode. Sein Nachfolger wurde Fabian Timäus.

Literatur

  • F. Bahlow: Reformationsgeschichte der Stadt Stettin. Stettin 1920.
  • Gottfried von BülowRode, Paulus vom. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 29, Duncker & Humblot, Leipzig 1889, S. 7–10.
  • Hellmuth Heyden: Kirchengeschichte Pommerns. 2 Bände. Köln 1952.
  • Hellmuth Heyden: Ein Brief des Reformators Paul von Rode an die Stadt Gollnow. In: Neue Aufsätze zur Kirchengeschichte Pommerns. Köln 1965, S. 35–40.
  • Harald Hertwig, Bürgerschaft kontra Ratsherren. Vor 450 Jahren verstarb der Prediger Paul vom Rode, in: Die Pommersche Zeitung, Folge 6/13, 9. Februar 2013, Seute 4.

Siehe auch

VorgängerAmtNachfolger
--Superintendent von Pommern-Stettin
1535–1563
Fabian Timäus


Kategorien: Generalsuperintendent (Pommern) | Geboren 1489 | Gestorben 1563 | Lutherischer Theologe (16. Jahrhundert) | Reformator | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Paul vom Rode (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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