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Parpan


Dieser Artikel behandelt die politische Gemeinde in Graubünden. Zum Schweizer Skispringer siehe Rico Parpan.
Parpan
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden GR
Region: Plessur
Kreis: Churwalden
Politische Gemeinde: Churwalden
Postleitzahl: 7076
Koordinaten:
Höhe: 1'493 m ü. M.
Fläche: 9,29 km²
Einwohner: 242 (31. Dezember 2009)
Einwohnerdichte: 26 Einw. pro km²
Website: www.parpan.ch

Parpan

Karte

Parpan, im deutschen Ortsdialekt [pɐrˈpɔːn], rätoromanisch  Parpaun?/i , war eine politische Gemeinde im Kreis Churwalden, Bezirk Plessur, des Schweizer Kantons Graubünden. Auf den 1. Januar 2010 fusionierten die Gemeinden Churwalden, Malix und Parpan zur Gemeinde Churwalden.

Geographie

Parpan liegt 10 km (Luftlinie) südlich der Kantonshauptstadt Chur im Churwaldnertal an der Strasse über die Lenzerheide, wobei die Passhöhe nur wenige hundert Meter jenseits der Gemeindegrenze liegt. Das Territorium umfasst die breite Mulde des obersten Churwaldner Tales und die rechte (östliche) Flanke, wo am Parpaner Schwarzhorn mit 2'683 m ü. M. die grösste Höhe erreicht wird.

Neben der Hauptsiedlung, im Kern ein Strassendorf auf einem Wiesenrücken zwischen zwei Bächen, gehören zur Gemeinde die Hofgruppen Tschuggen und Gadenstatt sowie mehrere Maiensässe auf der Hangterrasse Oberberg am Fuss des Schwarzhorns.

Nachbargemeinden sind Churwalden, Tschiertschen-Praden und Vaz/Obervaz.

Wappen

Beschreibung: In Blau goldener Bergmannsschlägel, beseitet von zwei sechsstrahligen goldenen Sternen. Das Werkzeug verweist auf den früheren Bergbau am Parpaner Rothorn, die Sterne auf die Zugehörigkeit zum Kreis Churwalden. Die Farben sind jene des Zehngerichtenbundes.

Geschichte

Obwohl die Lenzerheide als Teil der Transitroute von Chur nach Oberitalien bereits in römischer Zeit viel begangen wurde, erfolgte die dauerhafte Besiedlung erst im 13. Jahrhundert unter dem Einfluss des Klosters Churwalden. Der 1208 urkundlich als Partipan erwähnte Ort bildete in den Drei Bünden eine Nachbarschaft des Gerichts Churwalden. Neben Landwirtschaft und Passverkehr stellte der Erzbergbau am Parpaner Rothorn eine wirtschaftliche Grundlage des kleinen Dorfes dar. Dieser endete mit dem Bergsturz von Plurs am 4. September 1618, bei dem die ganze Familie Verthemati-Franchi ums Leben kam, die auch die Parpaner Schürfrechte besass.[1]

Bevölkerung

1850 lebten 92 Personen in Parpan, 1900 waren es noch 62, 1950 wieder 89. Im Sog des benachbarten Sport- und Freizeitortes Lenzerheide nahm Parpan ab der Mitte des 20. Jahrhunderts einen stürmischen Aufschwung. Seit 1950 hat sich die Einwohnerzahl verdreifacht und liegt seit manchen Jahren konstant bei etwa 265 Personen.

Wirtschaft und Verkehr

Parpan liegt an der Hauptstrasse 3 und ist durch die Postautolinie Chur–Lenzerheide ans Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.

Tourismus

Die Gemeinde zählt zur Tourismusregion Lenzerheide. Vom Dorf ist der Einstieg in die Skigebiete beider Talflanken, Rothorn und Danis Stätz, möglich. In Parpan befindet sich auch das Ziel der nach dem Schweizer Skirennfahrer Silvano Beltrametti benannten Weltcuppiste. Seit dem Winter 2013/14 ist Parpan Teil des Skigebiets Arosa Lenzerheide.

Sehenswürdigkeiten

Bedeutsam sind die reformierte Dorfkirche und das Schlössli Parpan.

Sonstiges

Parpan ist ein in Graubünden verbreiteter Nachname.

Literatur

  • Jürg Simonett: Parpan im Historischen Lexikon der Schweiz .
  • Erwin Poeschel:Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden II. Die Talschaften Herrschaft, Prättigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 9). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1937. DNB 811066703 .
  • Roman Brugger: Parpan, Ferienort mit Charme. Chur 1989.

Weblinks

 Commons: Parpan  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die Gemeinden des Kantons Graubünden, Chur/Zürich 2003, S. 224.

Kategorien: Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz | Ort im Kanton Graubünden

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Parpan (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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