Parkstadion - LinkFang.de





Parkstadion


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Parkstadion (Begriffsklärung) aufgeführt.
Parkstadion
Daten
Ort Gelsenkirchen
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Baubeginn 29. August 1969
Eröffnung 4. August 1973
Erstes Spiel FC Schalke 04 – Feyenoord Rotterdam
Renovierungen 1998
Abriss 2004, 2008
Oberfläche Rasen
Kapazität 62.004
Kapazität (internat.) 55.877
Verein(e)

FC Schalke 04

Veranstaltungen

Das Parkstadion in Gelsenkirchen war ein Fußball- und Leichtathletikstadion, in dem der Fußball-Verein FC Schalke 04 zwischen 1973 und 2001 seine Heimspiele austrug. Das Stadion fasste zunächst 70.600 Zuschauer, nach dem Umbau 1998 62.004 Zuschauer. Im Sommer 2001 zog der FC Schalke 04 in die neu erbaute Veltins-Arena um.

Geschichte

Das Parkstadion wurde auf dem Gelände des Flugplatzes Buer errichtet und war ab 1973 Austragungsort der Heimspiele des FC Schalke 04, die zuvor in der Glückauf-Kampfbahn spielten. Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft trug insgesamt acht Spiele im Parkstadion aus. Mit sechs Siegen und zwei Remis blieb Deutschland in diesem Stadion ungeschlagen. Des Weiteren fanden hier Bundesligaheimspiele von Rot-Weiss Essen (1975) und Borussia Dortmund (1977), das Entscheidungsspiel zur Bundesligarelegation 1991 zwischen den Stuttgarter Kickers und dem FC St. Pauli, drei Halbfinalspiele (Schalke-Köln 1980, Schalke-Bayern 1984, Oberhausen-Bayern 1999) und zwei Endspiele (Düsseldorf-Köln 1978 und 1980) des DFB-Pokals, drei Deutsche Meisterschaften der Leichtathletik (1975, 1981, 1987), mehrere Großkonzerte (u. a. Marius Müller-Westernhagen, Wolfgang Petry, Michael Jackson, Pink Floyd, Genesis und die Rolling Stones), und eine Papstmesse (1987), aufgrund dieser der damalige Papst Johannes Paul II. Ehrenmitglied beim FC Schalke 04 wurde, statt. Internationale Bekanntheit erlangte das Stadion zudem als Austragungsort der WM 1974 mit einem Entscheidungsspiel der Qualifikation, fünf Spielen des Turniers sowie der EM 1988 mit zwei Spielen.

Zunächst sollte das Parkstadion „Ruhrstadion“ heißen. Jedoch wurde das Bochumer „Stadion an der Castroper Straße“ im Jahr 1979 in „Ruhrstadion“ umbenannt. Ursprünglich sollte die Haupttribüne ein Zeltdach ähnlich dem des Münchener Olympiastadions erhalten. Dies wurde aus Kostengründen jedoch verworfen. Das Stadion verfügte zunächst über eine in der Nordkurve stehende Anzeigentafel. Später wurde in der Südkurve eine Videoleinwand eingebaut, die heute im Sparkassen-Erzgebirgsstadion von Aue steht.

Die Anhänger des FC Schalke 04 standen in der Nordkurve, insbesondere im Block 5. Jedoch war auch der Block I im Oberrang der Haupttribüne in den späteren Jahren für gute Stimmung bekannt.

Obwohl das Stadion oft aufgrund seiner Weitläufigkeit geschmäht wurde, entwickelte sich in der Saison 1996/97 ein Kult um die Schalker Heimspiele im UEFA-Pokal. Alle sechs Spiele, darunter auch das Finalhinspiel gegen Inter Mailand blieben ohne Gegentor, was als eine Grundlage für den Schalker Europapokalerfolg galt.

In seinen letzten Jahren wies das Stadion Alterserscheinungen insbesondere aufgrund von Bergschäden auf. Schalke-Präsident Günter Eichberg verkündete schon 1989 eine neue Arena mit Eröffnungstermin 1992. Es dauerte jedoch noch bis 2001, bis das Parkstadion endgültig geschlossen wurde. Das letzte Bundesligaspiel im Parkstadion wurde als ein für den FC Schalke 04 negativer Höhepunkt bekannt. Am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2000/2001 verfehlte der Klub dort trotz seines 5:3-Sieges gegen die SpVgg Unterhaching die noch mögliche Deutsche Meisterschaft, die der FC Bayern München durch seinen Ausgleichstreffer beim Hamburger SV errang. Zuletzt wurden im Parkstadion nur noch Freundschaftsspiele gegen unterklassige Gegner ausgetragen. Das letzte Fußballspiel der ersten Mannschaft des FC Schalke 04 im Parkstadion war ein Freundschaftsspiel gegen den MSV Duisburg am 17. November 2008 (3:1). Die Spieler des FC Schalke 04 trainieren weiterhin im alten Parkstadion.[1]

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2004 begann der Abriss des Parkstadions und auf dem Gelände der ehemaligen Südkurve entstanden ein Rehazentrum und ein Hotel. Nach dem Teilabriss standen noch ca. 23.000 Plätze zur Verfügung. Die zweite Abrissphase des Parkstadions musste Anfang 2008 wegen Gefahrenstoffen in der Bausubstanz verschoben werden. Im Mai 2008 wurden die Abrissarbeiten fortgesetzt. Der Rest der Haupttribüne wurde dabei abgerissen.[2] An Stelle des Parkstadions sollen ab Frühjahr 2015 Trainingsplätze und ein Stadion für 3.000 Besucher gebaut werden.[3] Die beiden Flutlichtmasten in der Nordkurve, weithin als Landmarken sichtbar und „für viele so etwas wie die Wahrzeichen Schalkes geworden“,[4] bleiben erhalten.

Literatur

  • Stefan Barta Mein Parkstadion – geliebt, gehasst, vermisst …, Verlag Ecke-Tor, Hamm 2009, ISBN 978-3-00-028437-3

Weblinks

 Commons: Parkstadion  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Moritz mit Jochbeinbruch – Huntelaar zurück im Training , schalke04.de
  2. Parkstadion wird abgerissen , derwesten.de
  3. Baubeginn für das „Tor auf Schalke“ in Gelsenkirchen rückt näher , derwesten.de
  4. Stefan Barta: Mein Parkstadion, a.a.O., S. 22

Kategorien: Sportstätte in Gelsenkirchen | Ehemalige Leichtathletik-Stätte in Deutschland | Abgegangenes Bauwerk in Gelsenkirchen | Ehemalige Spielstätte für Fußball (Nordrhein-Westfalen) | FC Schalke 04 | Fußballstadion in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Parkstadion (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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