Paray-le-Monial - LinkFang.de





Paray-le-Monial


Paray-le-Monial
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Charolles
Kanton Paray-le-Monial
Koordinaten
Höhe 234–304 m
Fläche 25,20 km²
Einwohner 9.064 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 360 Einw./km²
Postleitzahl 71600
INSEE-Code
Website http://www.paraylemonial.fr/

Paray-le-Monial ist eine französische Stadt im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Paray-le-Monial hat 9064 Einwohner (Stand 1. Januar 2013 ) und erstreckt sich über eine Fläche von ca. 25 km2. Die Stadt liegt am Schifffahrtskanal Canal du Centre, sowie am parallel verlaufenden Fluss Bourbince.

Paray-le-Monial ist vor allen Dingen durch die Prioratskirche Sacré-Cœur bekannt. In Paray betreibt die Gemeinschaft Emmanuel eine Missionsschule.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Basilika Sacré-Coeur
  • Tour Saint-Nicolas aus dem 16. Jahrhundert
  • Das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert
  • Das Hiéron-Museum aus dem 19. Jahrhundert (wurde erst vor kurzem renoviert)
  • Das Theater aus dem 19. Jahrhundert
  • Das Museum Paul Charnoz (Keramikmuseum)

Sacré-Cœur

Das 973 von Graf Lambert von Chalon gegründete Kloster wurde bereits 999 durch den Bischof von Auxerre dem Kloster Cluny unterstellt. In der Folge der Angliederung wurde 1004 die erste Klosterkirche (Paray I) eingeweiht, die aber, trotz der Erweiterung durch den Anbau einer Vorhalle (Paray II) noch vor 1050, bereits zwischen etwa 1090 und 1130 unter Abt Hugo von Cluny durch einen Neubau (Paray III) ersetzt wurde, der noch bis heute erhalten ist. Dieser Neubau lehnte sich in seiner Gestaltung wesentlich an die nur wenige Jahre zuvor begonnene Kirche von Cluny an; daher stammt auch der häufig gefundene Beiname Klein-Cluny.

Seit dem späten 19. Jahrhundert ist Paray-le-Monial mit seiner Kirche einer der meistbesuchten Pilgerorte Frankreichs. Die Pilgerfahrten nehmen Bezug auf die Herz-Jesu-Verehrung, ausgelöst durch die Visionen der Marguerite-Marie Alacoque in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Baugliederung

Die heute existierende Kirche ist eine Basilika mit dreijochigem Haupthaus und einschiffigem Querhaus, zwei kleinen Westtürmen und einem großen Vierungsturm. Die Kirche hat eine Gesamtlänge von 63,5 m (einschließlich der Vorhalle und der östlichen Radialkapelle) und eine Breite von 22,35 m (ohne Querhaus). Das Querhaus wirkt mit seinen 40,50 m gegenüber dem fast quadratischen Langhaus (Länge: 22 m bis zur Vierung) überproportioniert. Das Hauptschiff des Langhauses hat eine Höhe von 22 m, inklusive des Vierungsturmes beträgt die Gesamthöhe der Kirche 56 m.

Der Chor ist in Anlehnung an das Vorbild in Cluny als Umgangschor mit Kapellenkranz gehalten, wobei ausgehend vom Kapellenkranz, über den Chorumgang zum Chor selbst die Bauhöhe ansteigt. Hierdurch ergibt sich in der Außenansicht des Ostbaus der Kirche eine eindrucksvolle Staffelung der Baumasse.

Auffällig ist auch das nahezu völlige Fehlen von Bauplastik, sowohl am Tympanon als auch an den Kapitellen der Säulen.

Literatur

  • H. Wirth: Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Prioratskirche von Paray-le-Monial. In: Forschen und Sammeln (Bericht über die 41. Tagung der Koldewey-Gesellschaft vom 31. Mai bis 4. Juni 2000 in Berlin). Karlsruhe 2002
  • M. Hamann: Die burgundische Prioratskirche von Anzy-le-Duc und die romanische Plastik im Brionnais. Würzburg 1998
  • J. Reiche: Architektur und Bauplastik in Burgund um 1100. Bonn 1999

Rathaus

Das Hôtel de Ville (Rathaus) im historischen Altstadtkern, das ehemalige Stadthaus des reichen Tuchmachers Jayet, im Stil der frühen Renaissance, mit seiner gelblichen Fassade, ist vor allem durch seine Verzierungen interessant. Muschelornamente und Medaillons mit den Porträts französischer Könige überziehen die gesamte Fassade.

Städtepartnerschaften

Die Partnerstädte sind Bad Dürkheim, Bethlehem, Payerne und Wells.

Weblinks

Gemeinde Paray-le-Monial

 Commons: Paray-le-Monial  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kirche Sacré-Coeur


Kategorien: Gemeinschaft Emmanuel | Gemeinde im Département Saône-et-Loire | Ort in Burgund

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